1. Mannheim24
  2. Sport
  3. Waldhof Mannheim

Reform in der 3. Liga? Regionalligisten reichen Antrag für DFB-Bundestag ein

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nils Wollenschläger

Kommentare

Mannheim – Wird die 3. Liga zweigleisig? Zahlreiche Viertligisten unterstützen einen entsprechenden Antrag, der für den DFB-Bundestag eingereicht worden ist:

Update vom 10. Mai: Im Zuge der Corona-Krise wird weiter über eine zweigleisige 3. Liga diskutiert. Der Saarländische Fußball-Verband wird auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai einen Antrag auf die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga mit jeweils 18 Mannschaften stellen. Das Konzept ist von Regionalligist SV Elversberg erarbeitet worden und wird aktuell von mindestens 25 Viertligisten unterstützt. Der DFB will die Saison 2019/20 trotz Corona unbedingt fortführen. Als Termin für einen Neustart ist der 26. Mai im Gespräch.

3. Liga: Antrag für zweigleisige Liga wird gestellt

Dass der DFB den Antrag für eine zweigleisige 3. Liga tatsächlich annimmt, gilt als unwahrscheinlich. Auf dem DFB-Bundestag, der zum ersten Mal virtuell durchgeführt wird, soll „über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch von DFB-Spielklassen einschließlich der erforderlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg“ beraten werden.

Durch ein neues System mit zwei Staffeln in der 3. Liga könne der pyramidale Spielklasse-Aufbau wieder erreicht werden und alle Regionalliga-Meister aufsteigen, was aktuell mit einer dritten und fünf vierten Ligen nicht der Fall ist. Zweigeteilt biete die Liga die Möglichkeit längerer Einsatzzeiten für Nachwuchsspieler in der Drittklassigkeit und durch diesen Posten, weniger Fahrt- und Reisekosten sowie potenziell höhere Zuschauer-Zahlen wegen mehr Derbys größere Einnahme-Möglichkeiten, argumentiert die Gruppe. 

3. Liga: Diese Teams unterstützen eine zweigleisige 3. Liga

Demgegenüber steht die Frage, wie sich die überschaubaren TV-Einnahmen von derzeit 842.000 Euro pro Saison und Drittligist auf dann 36 statt bisher 20 Vereine verteilen lassen, was durch eine Mehrjahrestabelle aufgefangen werden soll. Die Regionalligisten erhalten derzeit gar keine TV-Gelder. 

Unterstützer des Antrags sind bisher neben Elversberg die Südwest-Ligarivalen FC Homburg, SSV Ulm, Kickers Offenbach, FSV Frankfurt, FK Pirmasens und TSV Steinbach-Haiger, aus dem Westen Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und der Bonner SC; aus dem Nordosten die VSG Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus, der Berliner AK, der BFC Dynamo, Viktoria Berlin und der SV Babelsberg; aus Bayern der FC Schweinfurt, die Spvgg. Bayreuth und Viktoria Aschaffenburg sowie aus dem Norden neben Eintracht Norderstedt und Weiche Flensburg auch die 2. Mannschaften der Bundesligisten Werder Bremen und VfL Wolfsburg.

3. Liga: Vorschlag für zwei Staffeln wird diskutiert

Erstmeldung vom 17. April: In der Diskussion um die Zukunft bzw. Fortsetzung der 3. Liga in der Corona-Krise gibt es einen neuen Vorschlag. Wie der ‚kicker‘ exklusiv berichtet, soll beim DFB in Frankfurt von einem Verein ein Konzept eingereicht worden sein, das eine zweigleisige 3. Liga vorsieht. Geht es nach dem Initiator, könnten die Spielklasse ab der kommenden Saison in eine 3. Liga Nord und 3. Liga Süd eingeteilt werden. Die Ligen sollen jeweils aus 20 Mannschaften bestehen.

Corona-Krise: Kommt jetzt die zweigleisige 3. Liga?

Durch diesen Vorschlag würde es in dieser Spielzeit, deren weiterer Verlauf wegen der Corona-Krise noch völlig offen ist, keine Absteiger geben. Zudem würde ein weiteres Streitthema gelöst werden: Alle Meister der Regionalligen könnten künftig aufsteigen. In den vergangenen Tagen ist der Streit um die weitere Vorgehensweise bezüglich der aktuellen Spielzeit zunehmend öffentlich ausgetragen worden. Das Konzept soll laut „Reviersport“ von Regionalligist SV Elversberg kommen.

Während sich einige Vereine wie der SV Waldhof Mannheim für einen Saisonabbruch stark gemacht haben, haben sich am Donnerstag die Drittligisten aus Bayern samt DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch für eine Fortsetzung mit Geisterspielen ausgesprochen. Das Problem, das mit Geisterspielen verbunden ist, sind die fehlenden Zuschauer-Einnahmen, auf die die Drittliga-Vereine sehr angewiesen sind.

3. Liga: Diskussionen um Fortführung der Saison

Nach aktuellem Stand pausiert die 3. Liga bis zum 30. April. Eine Entscheidung, wie es weitergeht, wird wohl erst Ende des Monats getroffen. Der DFB orientiert sich dabei neben den Vorgaben der Politik, die ohnehin die Grundlagen sind, auch an der UEFA, die am Dienstag (21. April) tagt. 

Erst vor einigen Monaten hat DFB-Manager Oliver Bierhoff eine mehrgleisige 3. Liga ins Spiel gebracht. Ob der DFB nun tatsächlich diese Möglichkeit umsetzt und ‚seine‘ 2008 gegründete 3. Liga in der bisherigen Form aufgibt, darf allerdings bezweifelt werden.

Inzwischen ist bekannt, dass einer der Hauptgründe für die Position des SV Waldhof, daraus resultiert, dass es in der Familie eines SVW-Profis einen Corona-Todesfall gegeben hat.

nwo

Auch interessant

Kommentare