Nur bei Teilnahme an Geisterspielen

3. Liga: Bundesliga-Finanzspritze DOCH an Bedingungen geknüpft

Mannheim – Die finanzielle Hilfe, die die Bundesliga-Topklubs der 3. Liga zur Verfügung stellen, ist entgegen erster Aussagen doch an Bedingungen geknüpft:

  • 3. Liga: Corona-Krise sorgt für große finanzielle Probleme.
  • Unterstützung aus der Bundesliga: 7,5 Millionen Euro gehen an die 3. Liga und Frauen-Bundesliga.
  • Komplette Auszahlung nur bei Teilnahme an Geisterspielen.

Update vom 30. April: Die Millionen-Spritze, die die deutschen Champions-League-Teilnehmer für die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga zur Verfügung gestellt hat, ist offenbar doch an Bedingungen geknüpft. „Das ist an keine weiteren Bedingungen geknüpft“, hat DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zunächst erklärt. Zwickaus Vorstandssprecher Tobias Leege sagt nun gegenüber dem MDR: „Wir sind davon ausgegangen, dass wir über das Geld frei verfügen können. Der DFB hat uns am Montag mitgeteilt, dass dem nicht so ist.

3. Liga: Finanzspritze doch an Bedingungen geknüpft

Demnach sind 50.000 Euro für Corona-Tests vorgesehen. „Der verbleibende Betrag soll nach einer Teilnahme an Geisterspielen ausgeschüttet werden“, so Leege. Zwickau hat ebenso wie der SV Waldhof gegen eine Saisonfortsetzung gestimmt. „Ich halte es für gesellschaftlich katastrophal, in der 3. Liga zu spielen“, betont Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp nach der Abstimmung gegenüber dem TV-Sender ‚RON‘. Die Spieler des SV Waldhof haben sich indes bei einer mannschaftsinternen Umfrage dafür ausgesprochen, dass das Training und der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden soll - sofern dies von den Behörden genehmigt wird. Wie es in der 3. Liga weitergeht, ist momentan nach wie vor offen. Die Entscheidung ist auch davon abhängig, ob die Politik das Konzept der DFL absegnet. Der SV Waldhof hat in einem offenen Brief für die Gründung einer „Task Force Zukunft 3. Liga“ plädiert.

3. Liga: Champions-League-Teilnehmer stellen 7,5 Millionen zur Verfügung

Update vom 23. April - 15 Uhr: Die Bundesliga-Topklubs unterstützen in der Corona-Krise die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga. Wie DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Donnerstag bestätigt, werden 7,5 Millionen Euro an 25 Vereine der beiden Ligen fließen. „Das ist an keine weiteren Bedingungen geknüpft“, so Seifert. Ausgenommen sind die Frauen-Teams der Bundesligisten und die Zweitvertretungen, die in der 3. Liga spielen. Verwaltet wird das Geld von der DFL

Bereits vor einigen Wochen haben die Champions-League-Teilnehmer  FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen 20 Millionen Euro zur finanziellen Unterstützung zu Verfügung gestellt. Ein Teil davon geht nun also an die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga, die beide unter dem Dach des DFB organisiert sind. 

3. Liga: Bundesliga-Top-Klubs zeigen sich solidarisch

Ich begrüße den Beschluss des DFL Präsidiums zur Verteilung des Solidaritätsfonds ausdrücklich. Ich finde, diese Entscheidung ist geprägt von großer Sensibilität und großer Solidarität. Mit diesem Verteilerbeschluss leisten die vier Champions-League-Teilnehmer in dieser schwierigen Phase einen wichtigen Beitrag zur Solidarität im Fußball“, sagt Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge.

Der SV Waldhof Mannheim macht sich bereits seit mehreren Wochen für einen Saisonabbruch stark. Ein entscheidender Grund ist, dass es im Umfeld eines Waldhof-Spielers einen Corona-Todesfall gegeben hat.

3. Liga: Champions-League-Millionen sollen in Corona-Krise helfen

Update vom 23. April - 11 Uhr: Erhält die 3. Liga wegen der Corona-Krise finanzielle Hilfe aus der Bundesliga? Ein Teil der 20 Millionen Euro, die die Champions-League-Teilnehmer FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen zur Verfügung stellen, könnte zur Unterstützung der Drittliga-Klubs eingesetzt werden. Das berichtet die FAZ.

3. Liga: Finanzspritze aus der Bundesliga?

Dabei soll es wohl um einen einstelligen Millionenbetrag gehen. Verwaltet wird das Geld von der DFL, die sich dazu noch nicht geäußert hat. Die 3. Liga ist unter dem Dach des DFB organisiert und ist finanziell hart von der Corona-Krise getroffen. Der „Spiegel“ will erfahren haben, dass an die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga insgesamt 7,5 Millionen Euro fließen könnten.

Ob Geisterspiele wie sie in der Bundesliga und 2. Bundesliga angedacht sind*, in der 3. Liga umzusetzen sind, ist fraglich. Schließlich sind die Drittligisten vor allem auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Zuletzt haben mehrere Vereine für einen Saisonabbruch plädiert.

3. Liga: Corona-Krise sorgt für finanzielle Sorgen

Update vom 16. März: Der DFB hat seine Absicht bekräftigt, Vereinen aus der 3. Liga in der Coronavirus-Krise zu helfen. „Es geht darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben, um Liquiditätskrisen zu vermeiden“, zitiert der ‚kicker‘ am Montag DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. In der 3. Liga haben Vereine ohnehin immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 

Coronavirus: Drittligisten haben finanziellen Schaden

Die nun ausbleibenden Einnahmen durch die Aussetzung der Partien belasten die Klubs zudem. Der Verlust für alle Vereine soll zusammen etwa 1,1 Millionen Euro pro Spieltag betragen. Laut Schatzmeister Osnabrügge muss der Verband aber auch die eigene Haushaltsplanung im Auge behalten, da auch er von der Krise „natürlich wirtschaftlich betroffen sein“ werde, berichtet der ‚kicker‘. 

Die wirtschaftlichen Folgen sind für den Fußball und die 3. Liga nicht absehbar, weil wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickeln wird. Bislang sind erst zwei Spieltage abgesetzt“, sagte Unterhachings Präsident Manfred Schwabl dem Magazin. 

Coronavirus: DFB kündigt Hilfe für Drittligisten an

Update vom 14. März: Wegen der zu befürchteten finanziellen Folgen durch die Coronavirus-Krise können die Vereine aus der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und die Regional- und Landesverbände auf Hilfe des Verbandes hoffen. Wie der DFB am Freitag mitteilt, prüfe man derzeit „ein Unterstützungsprogramm zur Aufrechterhaltung der Liquidität für den Fall, dass der Spielbetrieb weiter ruhen muss und Verbände oder Clubs hierdurch in Liquiditätsengpässe geraten sollten“.

3. Liga: Finanzielle Hilfe vom DFB?

Derzeit sind in der 3. Liga die kommenden beiden Spieltage wegen des Coronavirus ausgesetzt. Weitere Entscheidungen sollen am Montag getroffen werden. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um unserem Vereinsfußball und Wettbewerben bestmöglich zu helfen“, verspricht DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. Möglich seien demnach Darlehen, „um akute, durch die Corona-Krise entstehende Liquiditätsprobleme zu überbrücken und Insolvenzen zu vermeiden“, heißt es in der Erklärung. Für Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga kommt die Hilfe ebenso nicht infrage wie für Vereine unterhalb der 3. Liga, da sie nicht dem Dachverband direkt unterstellt sind.

SV Waldhof: Kientz reagiert auf Corona-Zwangspause

Erstmeldung vom 12. März: Der SV Waldhof Mannheim bedauert die Verlegung der Spieltage 28 und 29 in der 3. Liga, kann die Entscheidung des DFB jedoch verstehen. „Für uns persönlich wäre es super gewesen, wenn alles normal gelaufen wäre“, sagt der Sportliche Leiter Jochen Kientz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. 

3. Liga verschiebt Spieltage - so reagiert der SV Waldhof Mannheim

Aufgrund der Gefahren als Folge des Coronavirus hat der DFB entschieden, in der 3. Liga zunächst nicht spielen zu lassen. Nach Auffassung von Kientz wäre ein Geisterspieltag wie in der Bundesliga am kommenden Wochenende wegen der möglichen finanziellen Auswirkungen noch deutlich problematischer als die Verlegung gewesen. 

In der 3. Liga ist es eh schon unheimlich schwer“, betont Kientz. Der Neuling, der als Tabellenzweiter um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpft, hätte am Freitagabend den KFC Uerdingen empfangen. Am kommenden Mittwoch hätte die Partie bei Hansa Rostock angestanden. 

SV Waldhof Mannheim: Kientz befürchtet Wettbewerbsverzerrung

Laut DFB werden die Partien frühestens Anfang Mai nachgeholt. Daher befürchtet Kientz auch eine gewisse Wettbewerbsverzerrung, denn Waldhof könnten bei dann wahrscheinlichen Englischen Wochen zwei lange Auswärtsreisen nach Rostock und Braunschweig innerhalb weniger Tage drohen. 

Das ist dann nicht für alle gleich“, sagt er. Trainer Bernhard Trares hat seine Mannschaft zuvor schon auf ein mögliches Geisterspiel eingestellt. Das wird es nun vorerst nicht geben. Inzwischen gibt es beim SV Waldhof einen ersten Verdacht auf das Coronavirus. Der Trainingsbetrieb ist vorerst eingestellt worden.

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dpa/nwo

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Nils Wollenschläger

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