Wegen Verschiebung des Re-Starts

3. Liga: Felix Magath attackiert DFB: „Null Verständnis“

Mannheim – Das Chaos in der 3. Liga geht weiter. Nun hat sich Felix Magath zu Wort gemeldet und den DFB für die Verschiebung des Re-Starts kritisiert: 

  • 3. Liga: Chaos um Fortsetzung nimmt kein Ende.
  • Felix Magath kritisiert DFB für Verschiebung des Re-Starts. 
  • Laut Magath werden die Probleme in der 3. Liga mit zunehmender Dauer immer größer.

Update vom 20. Mai: Felix Magath hat den DFB für dessen Umgang mit der 3. Liga in der Corona-Krise kritisiert. „Ich habe absolut null Verständnis dafür, dass der ursprünglich für den 26. Mai geplante Neustart verschoben wurde", sagt der 66-Jährige am Mittwoch der Bild-Zeitung. Magath arbeitet mittlerweile als Chef von Flyeralarm Global Soccer und kümmert sich in dieser Funktion auch um den Drittligisten Würzburger Kickers

Wettbewerb

3. Liga

Anzahl Teilnehmer

20

Saison 

2019/20

Verband 

DFB

Erstaustragung

25. Juli 2008

Amtierender Meister

VfL Osnabrück

3. Liga: Felix Magath kritisiert DFB scharf: „Absolut null Verständnis"

Die Probleme in der 3. Liga würden mit zunehmender Dauer immer größer, prophezeit Magath. „Es ist nicht zu verstehen, warum die ersten beiden Profi-Ligen ein Konzept vorgelegt haben und längst wieder spielen - die dritte Profi-Liga aber nicht." Der DFB hat am Dienstag entschieden, dass die Saison in der 3. Liga ab dem 30. Mai fortgesetzt werden soll. 

Felix Magath hat den DFB scharf kritisiert.

„Es hätte längst Klarheit geschaffen werden müssen. Stattdessen schiebt der DFB die Verantwortung hin und her", kritisiert Magath. Einen Saisonabbruch hält der frühere Bundesliga-Trainer dabei für keine mögliche Option.

Streit nimmt kein Ende: Frymuth sieht Zukunft der 3. Liga „hochgradig gefährdet“

Update vom 18. Mai: Mit DFB-Vizepräsident Peter Frymuth hat sich am Montag ein weiterer Funktionär zur Situation in der 3. Liga öffentlich geäußert. Frymuth befürchtet, dass die immer länger anhaltende Zukunftsdebatte die 3. Liga bedrohen könnte. „Eine Profiliga, die ein Jahr mit dem Spielbetrieb aussetzt - ich glaube, da kann sich jeder ausmalen, was das bedeutet. Die gesamte Zukunft der 3. Liga als Profispielklasse wäre hochgradig gefährdet, inklusive ihrer Teilnehmer“, sagt Frymuth dem ‚kicker‘.

Ich halte den Ansatz, dass die 3. Liga im zweiten Halbjahr 2020 nicht spielt, für fast nicht vorstellbar. Dann würden alle Verzahnungen im Profibereich, Stichwort Aufstieg in die 2. Liga, und eine saubere Spielplangestaltung nicht mehr passen“, erklärt der DFB-Vizepräsident. Für die Wiederaufnahme der 3. Liga gibt es noch keine Genehmigung der Politik, weshalb der für den 26. Mai geplante Neustart verschoben werden musste.

3. Liga: DFB-Vizepräsident Peter Frymuth sieht Zukunft der 3. Liga bedroht

Für Frymuth kommt „die Frage zu kurz, wie es weitergehen soll bei einem selbst gewählten Saisonabbruch“. „Diejenigen, die dieses Szenario vehement fordern, müssen sich fragen lassen: Habt ihr dann bestimmte Partner noch? Und wenn ja, in welcher Form?“, sagt der 63-Jährige und verteidigt die Vorgehensweise des DFB. 

3. Liga: Saison könnte über den 30. Juni gehen

In einer Diskussion, die zu entgleisen droht, muss es auch dem Dachverband erlaubt sein, klare Kritikpunkte zu benennen und inhaltliche Pflöcke einzuschlagen.“ Inzwischen hat der SV Waldhof auf die Vorwürfe reagiert. Geschäftsführer Markus Kompp schreibt einen Brief an den DFB, in dem er die Gründung einer Task Force fordert.

Selbst ein Spielbetrieb über das bisherige Saisonende ist nicht mehr ausgeschlossen. „Wir versuchen, den 30. Juni zu realisieren“, sagt Frymuth. „Wir packen die Sorgen aller Beteiligten in ein Gesamtbild. Wenn die Klubs der Bundesliga und 2. Liga den Juli ins Auge fassen, müssen wir das auch.“ Am Montag ist bekannt geworden, dass es beim Chemnitzer FC einen Corona-Fall gibt.

3. Liga: DFB-Mitglied erhebt schwere Vorwürfe gegen Waldhof und Co. spricht von „Skandal“

Update vom 17. Mai: Im Hickhack um die Zukunft der 3. Liga erhebt Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses, Vorwürfe gegen die Vereine, die sich für einen Abbruch stark machen. Zu diesen zählen unter anderem der SV Waldhof Mannheim, der 1. FC Magdeburg und der FC Carl Zeiss Jena. Die Tatsache, dass der Neustart verschoben werden muss bzw. die Saison wohl über den 30. Juni hinaus läuft, bezeichnet Eilers in der MDR-Sendung „Sport im Osten“ als „selbst eingebrockt“.

3. Liga: Tom Eilers kritisiert Abbruchsbefürworter

Aus meiner Sicht ist das bewusst so gewesen, dass einige Klubs sagen, wir können noch nicht wieder anfangen, dies und jenes klappt nicht, wir können dies und jenes nicht“, sagt Eilers, der auch Präsidiumsmitglied von Darmstadt 98 ist. 

Man kann das schaffen. Wir haben es bei Darmstadt 98 - wir sind ein kleiner Klub - mit Fleiß hinbekommen. Und das ist mehr Fleiß als Geld, das muss man auch klar sagen. Geld wird den Drittligisten dafür ausreichend zur Verfügung gestellt, das muss man auch klar sagen. Und wenn man das verzögern will, dann kann man den Prozess auch durch mangelnden Fleiß und mangelnden Willen jederzeit verlangsamen“, führt der 50-Jährige aus. 

3. Liga: Kritik an Waldhof, Magdeburg und Co. 

Dabei wendet sich Eilers erneut konkret an die Klubs, die abbrechen wollen. „Im Moment ist es äußerst unsolidarisch, was einige Klubs hier machen, die den Willen der Mehrheit bewusst ignorieren und untergraben. Das ist persönlich ein Skandal, muss ich sagen, und das führt dazu, dass die Liga selber sich extremst schlecht verkauft.

3. Liga: 1. FC Magdeburg kontert DFB-Vize Koch

Update vom 14. Mai - 17:30 Uhr: In der aufgeheizten Diskussion um einen Abbruch oder die Fortsetzung der Saison in der 3. Liga fordert der 1. FC Magdeburg vom DFB Fairplay, Integrität, Respekt, Vielfalt und Solidarität. Das schreibt der FCM in einem Offenen Brief als Antwort auf ein DFB-Schreiben vom Mittwoch. Darin werden die Abbruchbefürworter, darunter der SV Waldhof Mannheim, von Vizepräsident Dr. Rainer Koch eines unwürdigen Schauspiels bezichtigt, was unerträglich und nicht länger hinzunehmen sei.

Nach Koch-Kritik an Waldhof und Co.: Magdeburg fordert vom DFB Fairplay und Respekt

Damit überschreite der DFB „die Grenze eines demokratischen und gesellschaftlichen Miteinanders", schreiben die Magdeburger. Der Klub verweist erneut darauf, dass in Sachsen-Anhalt bis zum 27. Mai kein Wettkampfbetrieb zugelassen ist. „Vereine, welche sich an geltende Gesetze und Verfügungen unseres Landes halten und diese im Sinne der Gesundheit ihrer zahlreichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorschriftsmäßig umsetzen, als problemorientiert Denkende oder für Probleme sorgende Vereine darzustellen, sorgt für großes Unverständnis und lässt uns fassungslos zurück", schreibt der FCM.

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch übt scharfe Kritik an den Abbruchsbefürwortern.

Was tragbare Zukunftskonzepte anbelangt, die die Abbruchbefürworter dem DFB vorlegen sollen, verweist der Klub auf die Verantwortung des Verbandes. Es sei am DFB, entsprechende Lösungen für einen potenziellen krisenbedingten Abbruch der Saison transparent aufzuzeigen. „Bis auf eine zwingende Aussetzung der Spiele, um Regressansprüche des Verbandes zu vermeiden, wurden bisher keine anderweitigen Lösungswege vom DFB-Präsidium selbst aufgezeigt und ernsthaft diskutiert", heißt es in dem Offenen Brief.

Pulverfass 3. Liga - DFB-Vize Koch übt scharfe Kritik: „Unwürdiges Schauspiel“

Update vom 14. Mai: Sollte es in der 3. Liga zu einem freiwilligen Abbruch der Saison kommen, will der DFB womöglich die Schadenersatzforderungen auf die Vereine umlegen. Das teilt der DFB nach der Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände am Mittwoch mit. 

In diesem Zuge erwartet die Konferenz der Präsidenten, dass etwaige, mit einem selbst gewählten Abbruch der Saison verbundene Zahlungsverpflichtungen des DFB in Bezug auf Schadenersatz und Regress von den Vereinen der 3. Liga getragen würden“, heißt es in der DFB-Mitteilung. Angaben über die Höhe des möglichen Schadensersatzes macht der DFB nicht.  

3. Liga: DFB droht Vereinen - Abbruchsbefürworter sollen Konzepte präsentieren

Ebenso offen ist, ob die von der DFL zur Verfügung gestellten 7,5 Millionen Euro in so einem Fall genutzt werden könnten. Dr. Rainer Koch, DFB-Vizepräsident und Boss des Bayerischen Fußballverbandes, übt scharfe Kritik an den Vereinen, die den Abbruch befürworten: „Ein Teil der Vereine der 3. Liga spielt seit Wochen ein für den Fußball in Deutschland unwürdiges Schauspiel, bei dem die Landes- und Regionalverbände, die den DFB gemeinsam mit der DFL bilden, nur Zuschauer sind. Dies ist unerträglich und nicht länger hinzunehmen.

Der Verband fordert die Abbruchsbefürworter zudem auf, konkrete Lösungen zu präsentieren.  Dazu zählen die Auf- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die kommende Saison durchzuführen wäre. Klarheit soll darüber hergestellt werden, ob die 3. Liga bereit ist, in diesem Fall Absteiger zu stellen, ab wann sie den Spielbetrieb in der neuen Saison wieder aufnehmen möchte und insbesondere, ob sie auch ohne Zuschauer zu spielen bereit ist. Für den Fall eines Abbruchs hätte die Liga in der Saison 2020/21 voraussichtlich 24 Vereine. Ein Konzept solle bis zum Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai vorliegen.

3. Liga: DFB rechnet mit Waldhof und Co. ab

Update vom 13. Mai: Auch nachdem der DFB bestätigt hat, dass er die Saison in der 3. Liga am 26. Mai wieder starten will, geht die hitzige Debatte weiter. Am Dienstag hat sich DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius zu der Situation in der 3. Liga geäußert. Dabei kritisiert er die Vorgehensweise der Vereine, die sich weiterhin für einen Abbruch stark machen. 

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius wehrt sich gegen die Kritik.

Was bisher in der Diskussion von den Abbruchsbefürwortern ausgeblendet wird, ist die Frage nach der Alternative. Wie soll es eigentlich in der 3. Liga weitergehen, wenn wir die Saison nicht abbrechen müssen, sondern aus freien Stücken abbrechen? Die angeführten Kritikpunkte, das Spielen ohne Zuschauer, die Umsetzung eines Hygienekonzepts - all dies gilt wahrscheinlich auch in einigen Monaten noch. Wollen diese Klubs dann bis nächstes Jahr mit der 3. Liga aussetzen? Diese Antworten bleiben alle Befürworter des Saisonabbruchs schuldig“, zeigt sich Curtius verwundert. 

3. Liga: DFB wehrt sich gegen Kritik - Wurde mit Lizenzentzug gedroht?

Zu den Abbruchsbefürwortern zählt unter anderem der SV Waldhof Mannheim, dessen Geschäftsführer Markus Kompp eine neue Abstimmung fordert. „Die Risiken wären enorm, die Auswirkungen in vollem Ausmaß kaum abzuschätzen, angefangen von erheblichen Regress- und Schadenersatzrisiken für die Liga und ihre Vereine. Die 3. Liga wäre bei einem freiwilligen Saisonabbruch in ihrer kompletten Struktur als Profiliga gefährdet und in Frage gestellt“, stellt der DFB-Generalsekretär klar. 

Zuletzt hat sich auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in die Debatte eingemischt. In dem Bundesland sind sportliche Wettkämpfe bis Ende Mai verboten, was somit auch die Drittliga-Klubs 1. FC Magdeburg und Hallescher FC betrifft. In einem Telefonat mit DFB-Präsident Fritz Keller und Friedrich Curtius sollen drastische Strafen angedroht worden sein. Haseloff spricht von einem „unerträglichen Druck auf Politik und Vereine“. Dass gar „mit dem Lizenzentzug gedroht wird für den Fall, dass man nicht mitspielt, das kann nicht die Spielregel in unserer Gesellschaft sein“. 

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius wehrt sich gegen die Kritik.

Curtius hat diese Aussagen „mit Verwunderung“ zur Kenntnis genommen. Es sei nicht „mit Zulassungsentzug und Konsequenzen“ für Vereine gedroht worden, die sich gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aussprächen. „Das weisen wir zurück, hier wird ein unzutreffendes Bild gezeichnet“, teilt Curtius mit.

3. Liga: Ab dem 26. Mai soll der Ball wieder rollen

Update vom 11. Mai - 17:15 Uhr: Der DFB hat den Weg für eine Fortsetzung der 3. Liga freigemacht. Das Präsidium hat am Montag beschlossen, den Spielbetrieb am 26. Mai wieder aufzunehmen, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen. Der neue Rahmenterminplan sieht demnach vor, dass die verbleibenden elf Spieltage mit fünf englischen Wochen absolviert werden, sodass die Saison am 30. Juni endet. Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Drittplatzierten der 3. Liga und dem Tabellen-16. der 2. Bundesliga würden sich laut der aktuellen Planungen bis zum 7. Juli anschließen. 

3. Liga: DFB bestätigt - Neustart am 26. Mai geplant

„Die 3. Liga arbeitet konzentriert an einer möglichen Fortsetzung der Saison und ihrem Erhalt als Profiliga. Wir würden uns freuen, ab 26. Mai wieder unseren Beruf im Spielbetrieb ausüben zu können. Es sollte stets unser grundsätzliches Ansinnen sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am grünen Tisch", sagt Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses.

Der DFB hat ein nahezu identisches Hygienekonzept zur DFL, die für die 1. und 2. Bundesliga bereits in der vergangenen Woche die politische Erlaubnis bekommen hat. Nun erwartet der Verband auch für die 3. Liga ein positives Signal seitens der Politik. Die Zeit bis zum Wiederanpfiff dürfte jedoch alles andere als ruhig verlaufen. Mehrere Vereine beklagen, dass das Hygienekonzept nicht umsetzbar sei. 

Der DFB will die Saison in der 3. Liga unbedingt fortsetzen.

So müssen die Klubs einen eigenen Hygienebeauftragten einstellen, was allein dem SV Waldhof Mannheim und dem FSV Zwickau bislang nicht gelungen ist. Zudem sorgt der Plan des DFB, neutrale Spielorte zuzulassen, für Unmut. Deshalb hat SVW-Geschäftsführer Markus Kompp beim Verband eine neue Abstimmung unter den Klubs gefordert.

3. Liga: Entscheidung über Neustart rückt näher - DFB tagt Montag 

Update vom 11. Mai - 9 Uhr: Nimmt das Chaos in der 3. Liga nun ein Ende? Zumindest rückt eine Entscheidung über den Neustart immer näher. Am Montag (11. Mai) tagt das DFB-Präsidium, um womöglich den Plan für die Saisonfortsetzung zu verabschieden. In einem Schreiben, das der „Sportschau“ vorliegt, wird der 26. Mai als Start-Termin für die 3. Liga genannt. Die Vereine sind indes weiterhin nicht einig, wie es in der dritthöchsten Spielklasse weitergehen soll, der Verband drückt nun aber mehr und mehr aufs Tempo. Zu den Befürwortern eines Abbruchs zählen unter anderem der Tabellenzweite SV Waldhof Mannheim und der 1. FC Magdeburg.

3. Liga: Entscheidung über Saison-Fortsetzung am Montag

Da das von der Politik freigegebene Konzept vom ersten Tag an gemeinsam von DFL und DFB ausgearbeitet wurde und gleichermaßen für unsere Ligen und Wettbewerbe angewendet werden soll, sind wir optimistisch, zeitnah eine bundesweite Freigabe zu erhalten“, heißt es in dem internen Papier des DFB

Die ersten Corona-Tests sollen demnach vom 10. bis 12. Mai durchgeführt werden. Eine zweite Testreihe wird entsprechend zwischen dem 12. und 14. Mai folgen. Sollte die Politik ihre Zustimmung geben, könnte spätestens am 15. Mai das erste Mannschaftstraining stattfinden - nur elf Tage vor dem geplanten Re-Start der 3. Liga.

3. Liga: Neuer Vorschlag soll Spielbetrieb sichern

Update vom 10. Mai - 14 Uhr: Für den Neustart der 3. Liga denkt der DFB offenbar auch über neutrale Spielorte nach. Der „kicker“ berichtet, dass der Ausschuss der 3. Liga beim Präsidium und Vorstand des DFB einen entsprechenden Antrag einreichen will. 

Damit will man Szenarien vorbeugen, sollte in bestimmten Stadien aufgrund behördlicher Entscheidungen nicht gespielt werden dürfen. Der Neustart der 3. Liga soll bereits am 26. Mai erfolgen.

3. Liga: Spiele an neutralem Ort möglich

In Sachen-Anhalt dürfen der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg bis zum 27. Mai nicht spielen. Der Antrag sieht demnach vor, dass Spielausschussleiter Manfred Schnieders einen neutralen Spielort festlegen kann. Das zwölfköpfige Gremium, dem unter anderem Magdeburgs Manager Mario Kallnik angehört, soll sich mit einer Gegenstimme auf den Schritt verständigt haben. 

Es soll zudem der Möglichkeit vorbeugen, dass eine Kommune wegen zu vieler Neuinfektionen die Restriktionen verschärft und Stadien sperrt. Das DFB-Präsidium hat seine nächste Sitzung am Montag. Dort könnte der Neustart beschlossen werden, wenn die Politik dies zuvor genehmigt.

3. Liga: DFB drückt aufs Tempo und will Abbruch vermeiden

Update vom 9. Mai: Der DFB will die Saison in der 3. Liga unbedingt auf sportlichem Weg zu Ende bringen. „Die Information ist so, dass die 3. Liga auf jeden Fall spielen wird und dass man das Sicherheits- und Hygienekonzept der 1. und 2. Bundesliga übernimmt“, sagt Erwin Bugar, DFB-Vizepräsident und Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes, am Freitagabend im MDR. In der 3. Liga wird seit Wochen öffentlich über einen möglichen Abbruch der Saison diskutiert. Der Tabellenzweite SV Waldhof Mannheim ist mehrmals vorgeprescht und hat sich für ein vorzeitiges Saisonende ausgesprochen. 

3. Liga: DFB stellt Konzept für Saisonfortsetzung vor

Der DFB hat am Freitag zudem das explizite Konzept für die 3. Liga veröffentlicht. Dieses orientiert sich stark an den Vorgaben, die für die Bundesliga und 2. Bundesliga gelten. Die Stadien sollen demnach jeweils in drei Zonen eingeteilt werden (Innenraum, Tribüne, Stadionaußengelände). Insgesamt dürfen zeitgleich maximal rund 300 Personen auf dem Stadiongelände sein.

Wie in den ersten beiden Ligen müssen die Drittliga-Vereine vor dem Einstieg ins Mannschaftstraining mindestens zwei Corona-Tests durchführen. Sollte der Spielbetrieb der 3. Liga wieder aufgenommen werden, sollen zweimal wöchentlich Tests stattfinden. Als Termin für den Neustart in der 3. Liga soll der DFB in einem Schreiben an die Vereine laut „Sportschau“ den 26. Mai nennen. Die Zusage der Politik soll demnach am Montag (11. Mai) erfolgen.

3. Liga: DFB-Vize Bugar droht Abbruch-Befürwortern mit harten Strafen

Erwin Bugar deutet an, „dass vielleicht - was sich andeutet, wenn von den Vereinen jemand nicht spielen will, dass es mit rechtlichen Konsequenzen geahndet werden könnte“. Das wären Punktabzüge oder eine Spielwertung gegen den nicht spielwilligen Club. 

Der DFB will die Saison in der 3. Liga unbedingt fortsetzen.

Das ist erstmal nur ins Auge gefasst“, fügt der DFB-Vize allerdings an: „Die 3. Liga wird auf jeden Fall spielen, um die Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur 2. Liga zu ermitteln.

3. Liga: DFB setzt auf Fortsetzung der Saison

Update vom 8. Mai - 9 Uhr: Den Restart der 1. und 2. Bundesliga am 16. Mai werten Peter Frymuth und Stephan Osnabrügge vom Deutschen Fußball-Bund als „positives Signal - auch für die Profispielklassen des DFB"Frymuth, als DFB-Vizepräsident der 3. Liga, sagt in einer Mitteilung am Donnerstag: „Unser Präsident Fritz Keller hat öffentlich zum Ausdruck gebracht, dass wir davon ausgehen, dass grundsätzlich auch in der 3. Liga (...) die Saison bald fortgesetzt werden kann. Auf dieses Ziel arbeiten wir unverändert hin."

3. Liga: DFB-Vize Frymuth und Schatzmeister Osnabrügge sehen positive Signale

DFB-Schatzmeister Osnabrügge hat allerdings „wenig Verständnis für eine Differenzierung zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga auf der einen - sowie 3. Liga, DFB-Pokal und Frauen-Bundesliga auf der anderen Seite." Zum Wirtschaftszweig Sport gehörten auch diese anderen berufsmäßig betriebenen Spielklassen. „Auch dort üben Menschen ihren Beruf aus. Und sie haben ein grundrechtlich verbrieftes Recht darauf, dies zu tun", so Osnabrügge.

Die Forderung, der DFB müsse nun ein Konzept für die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga vorlegen, hält Frymuth für falsch und verweist auf die Zusammenarbeit zwischen der DFL und dem DFB. „Das vorliegende Gesundheits- und Hygienekonzept war vom ersten Tag an die gemeinsame Arbeit von DFL und DFB. Die Task Force Sportmedizin und Sonderspielbetrieb setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern beider Institutionen zusammen."

3. Liga: DFB will Saison zu Ende spielen lassen

Folglich sei das Konzept „von Anfang an so entwickelt worden, dass es für alle vier Profiligen des deutschen Fußballs, nämlich Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und Frauen-Bundesliga sowie die DFB-Pokalwettbewerbe angewendet werden kann." Die Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs liefen unterdessen auf Hochtouren weiter. Am Freitag tagt der DFB-Spielausschuss unter anderem zur Anpassung des Rahmenspielplans, kommende Woche soll das DFB-Präsidium darüber offiziell entscheiden. 

DFB-Vizepräsident Peter Frymuth ist optimistisch, dass die 3. Liga fortgesetzt wird. 

Zudem findet am Freitag eine Videokonferenz mit den Geschäftsführern, Sportlichen Leitern und Hygienebeauftragten statt. „Die Testungen bei den Vereinen könnten gegebenenfalls bereits am 11. oder 12. Mai beginnen", so Frymuth, „nach der zweiten Testung wenige Tage später könnte dann grundsätzlich wieder das Mannschaftstraining starten, sofern es die behördliche Verfügungslage zu diesem Zeitpunkt zulässt."

3. Liga: Vereine machen Druck - DFB setzt auf DFL-Konzept

Meldung vom 7. Mai: Die DFL hat am Mittwoch das Go aus der Politik bekommen. Die ersten beiden Ligen dürfen ihre Saison mit Geisterspielen zu Ende bringen. Unklarheit herrscht nach wie vor in der 3. Liga, die unter dem Dach des DFB organisiert ist. Am Donnerstag (7. Mai) wird erneut der Ausschuss der 3. Liga tagen. Für DFB-Präsident Fritz Keller gilt die Entscheidung, die Bund und Länder getroffen haben, auch für die 3. Liga

Wir gehen davon aus, dass in diese Öffnung neben der Bundesliga und 2. Bundesliga auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Berufsfußballerinnen und -fußballern ebenso die unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga sowie der DFB-Pokalwettbewerb grundsätzlich eingeschlossen sind, zumal das gemeinsam von DFB und DFL erarbeitete Hygienekonzept selbstverständlich auch dort voll umfänglich umgesetzt wird“, sagt Keller in einer DFB-Mitteilung.

3. Liga: SV Waldhof drängt auf Entscheidung - DFB soll Konzepte entwickeln

Ganz so eindeutig sehen das aber einige Vereine der 3. Liga nicht. Der SV Waldhof ist noch am Mittwoch abermals vorgeprescht und hat in einer Mitteilung erneut auf eine Entscheidung pro Abbruch gedrängt. „Es ist für uns deshalb klar, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der 3. Liga und eine reguläre Beendigung der Saison bis zum 30.06.2020 aufgrund der in den Bundesländern der Drittligisten stark unterschiedlichen Verfügungslagen nicht möglich zu sein scheint“, teilt der SVW mit.

In der Corona-Konferenz soll dem DFB nahgelegt worden sein, ein Konzept zu entwickeln, das allerdings primär für die kommende Spielzeit Gültigkeit hat. „Dies zeigt uns, dass unsere Hinweise zur finanziellen Situation bei Geisterspielen und die Schwierigkeiten der Umsetzbarkeit des Hygienekonzeptes in der 3.Liga von der Politik wahrgenommen und berücksichtigt wurden“, erklärt der SV Waldhof.

3. Liga: 1. FC Magdeburg und Hallescher FC für Abbruch

In Sachsen-Anhalt haben der 1. FC Magdeburg und der Hallesche FC weiter keine Perspektive für einen Neustart. „Im Ergebnis soll es eine Sonderrolle für den 3. Liga-Fußball auch wegen der gesellschaftlichen Verantwortung in Sachsen-Anhalt nicht geben“, macht der HFC deutlich. Eine andere Meinung vertritt unter anderem der TSV 1860 München. Aus Sicht von Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel darf „auf Grundlage des Gleichberechtigungsgrundsatzes auch der Berufsausübung in der 3. Liga nichts im Wege stehen“. Gorenzel erwartet in einer Pressemitteilung des Vereins „zeitnah eine Entscheidung des DFB-Präsidiums“, da diese den Vereinen „immer zugesagt wurde“.

Fakt ist: Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der 3. Liga steht weiter aus. Der DFB hat einen Außerordentlichen Bundestag einberufen, der erst am 25. Mai stattfindet. Nur auf diesem Bundestag könnte ein Abbruch der Saison beschlossen werden. Über eine Fortsetzung der Spielzeit 2019/20 entscheiden das DFB-Präsidium und der DFB-Vorstand.

DFB-Präsident Fritz Keller spricht über die Zukunft der 3. Liga.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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