Entscheidung ist gefallen 

3. Liga wird fortgesetzt: Das sind die Ergebnisse des DFB-Bundestags

Mannheim – Der DFB-Bundestag stand ganz im Zeichen des Zoffs rund um die Saison-Fortsetzung der 3. Liga. Dennoch hat eine überwältigende Mehrheit für die Wiederaufnahme gestimmt. 

  • 3. Liga: Außerordentlicher DFB-Bundestag findet am 25. Mai statt.
  • SV Waldhof Mannheim hat sich mehrmals für Abbruch der 3. Liga ausgesprochen.
  • Streit zwischen DFB und Abbruch-Befürwortern droht zu eskalieren. 
  • Mehrheit der Delegierten stimmen für Fortsetzung der 3. Liga.

Update vom 25. Mai, 15:50 Uhr: Die 3. Liga wird fortgesetzt! Beim virtuellen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stimmten die 253 Delegierten mit 94,9 Prozent  für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Der Antrag der Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt für einen Abbruch der Saison wegen der Corona-Pandemie ist zurückgewiesen worden. Laut DFB-Plan wird ab dem 30. Mai der Ball in der 3. Liga wieder rollen, eine eingerichtete Taskforce soll sich um die wirtschaftliche Stabilität der Liga kümmern. Auch der Antrag aus dem Saarland, die 3. Liga ab der kommenden Saison zweigleisig fortzusetzen, ist vom Tisch.  

Die verbleibenden elf Spieltage bis zum 4. Juli werden in englischen Wochen durchgezogen. „Ich würde mir wünschen, dass wir zu Gemeinsamkeit und Geschlossenheit zurückfinden“, sagt DFB-Vizepräsident Koch nach der Abstimmung.

Zukunft der 3. Liga: DFB-Vizepräsident Koch kontert Kritik mit emotionaler Ansprache 

Update vom 25. Mai, 15:00 Uhr: Gegenwärtig tagt der virtuelle Außerordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Auf der Tagesordnung steht die Zukunft der 3. Liga. Unabhängig vom Ausgang der Diskussion über eine Fortsetzung der 3. Liga erwartet DFB-Vizepräsident juristische Auseinandersetzungen: „Ich befürchte, dass die Anwälte der Unterlegenen sich umgehend auf den Weg zu den Gerichten machen werden", sagt Rainer Koch und zeigt sich zudem konsterniert über die Vereine: „Die einen drohen für den Fall des Abbruchs mit rechtlichen Schritten, die anderen für den Fall der Fortsetzung. Dieser Zustand kann so nicht weitergehen“. 

Abschließend macht der Vizepräsident in einer emotionalen Ansprache klar: „Der DFB ist nicht der Spielball einiger weniger, die untereinander zerstritten sind. Egoismus und Einzelinteressen helfen uns keinen Schritt weiter“, so Koch gegenüber SID. Die Entscheidung über die Fortsetzung der 3. Liga wird mit Spannung erwartet

Verband

DFB

Gründung

28. Januar 1900

Präsident

Fritz Keller

Generalsekretär

Friedrich Curtius

Pulverfass 3. Liga - DFB-Bundestag berät am Montag über Zukunft

Update vom 24. Mai: Die Positionen sind verhärtet, die Stimmung ist explosiv: Für den DFB wird der Außerordentliche Bundestag am Montag (25. Mai/13 Uhr) zur Zerreißprobe. Der im Ton immer schärfer werdende Streit um die ab 30. Mai geplante Saison-Fortsetzung in der 3. Liga droht zu eskalieren. 

3. Liga: Abbruch oder Fortsetzung? DFB-Bundestag entscheidet am Montag

„Es geht darum, das Fußball-System zu erhalten", mahnt DFB-Präsident Fritz Keller die 262 Delegierten. Doch nicht alle wollen sich mit den vom Verband geschaffenen Fakten abfinden. Nach dpa-Informationen haben die Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt einen Abänderungsantrag eingebracht, in dem sie den Abbruch der Saison fordern. 

Die Spielzeit 2019/20 soll mit dem Tabellenstand zum Zeitpunkt der Aussetzung nach dem 27. Spieltag ohne sportliche Absteiger gewertet werden. Aufsteigen sollen die ersten drei Teams, die Relegation des Tabellendritten gegen den Zweitliga-16. soll entfallen.

Streit in 3. Liga: Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt fordern Abbruch der Saison

Die DFB-Führung will die Saison dagegen mit aller Macht zu Ende bringen und hat dafür einen konkreten Spielplan bis zum 4. Juli festgelegt. „Es ist normal und nachvollziehbar, dass es unterschiedliche Vorstellungen in den Landesverbänden gibt", beschwichtigt Generalsekretär Friedrich Curtius. Dennoch erwartet er eine „kritische und kontroverse Diskussion".

Der Streit lässt sich auf eine einfache Formel reduzieren: Auf der einen Seite machen einige Vereine geltend, dass sie aus verschiedenen Gründen nicht weiterspielen können. Auf der anderen Seite vermutet der DFB, dass diese Klubs aufgrund eigener Interessen nicht weiterspielen wollen.

Abbruch, Umgestaltung, Fortsetzung: Drittliga-Streit bestimmt DFB-Bundestag

Was aus dieser Auseinandersetzung beim Bundestag wird, liegt in den Händen der Delegierten. Wenn es nach der DFB-Führung geht, werden "lediglich" zwei Formalien beschlossen. Erstens sollen die Entscheidungsträger nicht für die Auswirkungen ihrer Beschlüsse während der Pandemie haftbar gemacht werden können. Und zweitens soll der DFB-Vorstand dazu ermächtigt werden, über einen möglichen Saison-Abbruch der 3. Liga (wie auch der Frauen-Bundesliga) sowie die daraus resultierende Auf- und Abstiegsregelung zu entscheiden.

Der Außerordentliche DFB-Bundestag findet am 25. Mai statt.

Dem Antrag der Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt bezüglich eines Abbruchs werden kaum Erfolgschancen eingeräumt. Dies gilt ebenso für den Antrag des saarländischen Verbandes, wonach die 3. Liga ohne Absteiger in der kommenden Saison zweigleisig (Nord- und Südstaffel) mit jeweils 18 Mannschaften ausgetragen werden soll.

3. Liga: Diskussion über Abbruch - DFB-Bundestag erst Ende Mai

Update vom 7. Mai: Nachdem die DFL für ihr Konzept für die ersten beiden Ligen von der Politik grünes Licht bekommen hat, bleibt die Frage offen, wie es in der 3. Liga weitergeht. Laut DFB-Präsident Fritz Keller kann das DFL-Konzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs auch in der vom DFB organisierten 3. Liga umgesetzt werden.

3. Liga: DFB setzt auf DFL-Konzept

Wir gehen davon aus, dass in diese Öffnung neben der Bundesliga und 2. Bundesliga auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Berufsfußballerinnen und -fußballern ebenso die unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga sowie der DFB-Pokalwettbewerb grundsätzlich eingeschlossen sind, zumal das gemeinsam von DFB und DFL erarbeitete Hygienekonzept selbstverständlich auch dort voll umfänglich umgesetzt wird“, so Keller. Bei den Vereinen herrscht indes auch weiterhin öffentlich kein Konsens

Über eine Fortführung der Saison können das DFB-Präsidium und der DFB-Vorstand entscheiden. Ein Abbruch müsste auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai beschlossen werden.

3. Liga: Entscheidung weiter offen

Update vom 30. April: Wie in der vergangenen Woche angekündigt, beruft der DFB einen Außerordentlichen Bundestag ein. Dieser findet am 25. Mai um 13 Uhr in digitaler Form statt. Auf dem Bundestag soll es um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Fußball gehen. Im Fokus stehen die DFB-Spielklassen wie die 3. Liga, der im Falle eines Abbruchs wohl ein hoher Verlust droht und die Frauen-Bundesliga

Dabei könnten wegweisende Entscheidungen getroffen werden. Zuletzt hat es heftige Diskussionen um einen Saisonabbruch in der 3. Liga gegeben. Die Mehrheit hat sich zwar für eine Saisonfortsetzung mit Geisterspielen ausgesprochen, viele Vereine wie der SV Waldhof Mannheim sind allerdings dagegen. Ein Saisonabbruch kann ausschließlich auf einem DFB-Bundestag beschlossen werden.

3. Liga: DFB-Bundestag am 25. Mai - Saisonabbruch könnte beschlossen werden

Es wird daher Beratungen und Beschlussfassungen über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch von DFB-Spielklassen einschließlich der erforderlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg und die gegebenenfalls notwendigen Änderungen der Statuten geben“, teilt der DFB mit. 

Der DFB-Bundestag setzt sich aus den Delegierten der DFB-Landes- und -Regionalverbände sowie der DFL, den Mitgliedern aus DFB-Präsidium und -Vorstand, den Ehrenmitgliedern sowie den Mitgliedern der Rechtsorgane, der Ausschüsse und der Ethik-Kommission zusammen. Aktuell kommen somit 262 stimmberechtigte Delegierte zusammen.

3. Liga: Abstimmung über Saisonabbruch - das ist das Ergebnis

Update vom 28. April, 8 Uhr: Die Klubs der 3. Liga wollen mehrheitlich die derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Spielzeit fortsetzen. Dafür haben bei einer Videokonferenz der 20 Vereine am Montag zehn Klubs gestimmt. Acht sind für einen Saisonabbruch gewesen, der 1. FC Kaiserslautern und der SV Meppen haben sich enthalten. „Es handelt sich hierbei um das Meinungsbild der Clubs der 3. Liga, nicht um eine Beschlussfassung", teilt der DFB mit. Das letzte Wort haben das DFB-Präsidium oder der DFB-Vorstand - immer vorausgesetzt, die Politik und Gesundheitsbehörden geben grünes Licht.

„Das Ergebnis der Abfrage ist von allen zu respektieren und akzeptieren", so DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. „Auch wenn das Bild nicht einheitlich ist, besteht eine mehrheitliche Meinung unter den Clubs, wie im Falle einer veränderten behördlichen Verfügungslage verfahren werden sollte. Klar ist: Das Gesamtwohl der Liga ist über Einzelinteressen zu stellen." Soweit möglich, soll die Saison bis zum 30. Juni beendet werden.

3. Liga soll fortgesetzt werden - SV Waldhof für Abbruch 

„Wir haben einen intensiven Diskussionsprozess in den vergangenen Tagen und Wochen hinter uns, in dessen Verlauf leider an einigen Stellen der angemessene Ton verloren gegangen ist", sagt  Tom Eilers, der Vorsitzende des Ausschusses 3. Liga beim DFB

Der Außerordentliche DFB-Bundestag findet am 25. Mai statt.

Zuletzt haben sich acht Vereine - darunter der SV Waldhof Mannheim - für einen Abbruch der Saison ausgesprochen, sechs sind für eine Fortsetzung gewesen. „Ich habe nun den Wunsch und die klare Erwartungshaltung, dass in der 3. Liga wieder mehr Sachlichkeit, Ehrlichkeit und Ruhe im Sinne der gemeinsamen Sache einkehrt - nämlich die 3. Liga in ihrer Struktur als Profiliga zu erhalten und ihre Zukunft zu sichern", so Eilers. 

3. Liga soll bis 30. Juni beendet werden - strenges Hygienekonzept vorgestellt

Auch für die 3. Liga soll ein strenges Hygienekonzept gelten, das den Vereinen am Montag vorgestellt worden ist. Dieses entspreche grundsätzlich den für die Bundesliga und 2. Liga vorgestellten Inhalten, teilt der DFB mit, und unterscheide sich lediglich „in organisatorischen Nuancen"

Der Personalaufwand in den „Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien soll an Spieltagen auf ein Minimum reduziert werden, für die 3. Liga sind hierbei 210 Personen pro Partie vorgesehen." Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge könnte die Spielzeit mit vielen englischen Wochen beendet werden.

3. Liga: Abbruch oder Fortsetzung? Halles OB untersagt Geisterspiele!

Update vom 27. April, 11:45 Uhr: Halles Oberbürgermeister Peter Wiegand hat sich vorerst gegen Geisterspiele in der 3. Liga ausgesprochen. Laut der Mitteldeutschen Zeitung hat der 63-Jährige in einer Videopressekonferenz gesagt, dass es „eine Sonderstellung des Fußballs" hinsichtlich der Lockerungsmaßnahmen nicht geben wird. 

3. Liga: Videokonferenz am Montag - Halle untersagt Geisterspiele 

Geisterspiele sind nach aktuellem Stand „mit den vorgegebenen Regeln zu Abstand und Sicherheit nicht zu verantworten". Zuvor hat sich Wiegand vor Ort ein Bild von den Bedingungen im Stadion des Halleschen FC gemacht. „Problematisch sind nach unserer Beurteilung die Ausnahme vom Kontaktverbot bei Spielern auf dem Platz, die abweichende Regelung zur Einzelquarantäne und die in unserem Stadion schwierig umsetzbaren räumlichen Anforderungen und Abtrennungen", erklärt HFC-Präsident Jens Rauschenbach.

Der DFB will die Saison in der 3. Liga fortführen.

Halle gehört zu jenen mindestens acht Vereinen, die sich für ein vorzeitiges Saisonende aussprechen. Am Montag (27. April) soll auf einer Videokonferenz aller Drittligisten das weitere Vorgehen besprochen werden. 

3. Liga vor Abbruch? Vereine beraten am Montag - DFB-Bundestag geplant

Update vom 26. April: Am Montag (27. April) findet die nächste Videokonferenz der 20 Vereine der 3. Liga statt. Dann könnte womöglich auch ein konkretes Konzept zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs trotz der Corona-Krise vorgestellt werden. Inzwischen ist bekannt, warum der SV Waldhof seit mehreren Wochen für einen Abbruch ist. In der Familie eines SVW-Profis hat es einen Corona-Todesfall gegeben. In einer E-Mail hat Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp den anderen Drittliga-Klubs und dem DFB den Standpunkt bzw. die Beweggründe der Mannheimer erklärt.

3. Liga: Abbruch wird diskutiert - Corona-Todesfall in Familie eines Waldhof-Spielers

Dies ist der entscheidende Grund, warum wir beim SV Waldhof Mannheim bereits seit Beginn an, bereits vor der Entscheidung die Saison vorerst auszusetzen, für einen sofortigen Saisonabbruch argumentieren und die sofortige Prüfung des Saisonabbruchs verlangt haben“, so Kompp

Der 37-Jährige hat sich gegenüber der Bild-Zeitung zu den Reaktionen auf seine Mail geäußert. „Leider muss ich mir jetzt schon den Vorwurf gefallen lassen, den Todesfall sportpolitisch zu nutzen - dabei habe ich einen Monat meine Klappe gehalten. Das ist an Frechheit nicht mehr zu überbieten“, sagt Kompp.

3. Liga: DFB-Bundestag geplant - Videokonferenz am Montag

Update vom 24. April - 15:30 Uhr: Auf der Sitzung des DFB-Präsidiums haben sich am Freitag die Verantwortlichen für die Einberufung eines Außerordentlichen DFB-Bundestages ausgesprochen. Hintergrund ist die Diskussion um die Saison-Fortführung der 3. Liga und Frauen-Bundesliga. Auf dem DFB-Bundestag könnte die Entscheidung über einen Abbruch fallen. Wie der DFB mitteilt, ist die formelle Einberufung noch nicht vollzogen, dies soll aber „zu gegebener Zeit“ erfolgen. Am Wochenende tagt der Ausschuss der 3. Liga.

3. Liga: DFB-Präsidium will außerordentlichen DFB-Bundestag einberufen

Update vom 24. April - 10 Uhr: Am Freitag wird das DFB-Präsidium per Videokonferenz über das weitere Vorgehen im DFB-Pokal und in der 3. Liga beraten. In der 3. Liga fehlen wegen der Corona-Pause momentan noch elf Spieltage bis zum Saisonende. Ob und wie die Saison weitergeht, hat unter den Vereinen zuletzt für viele Diskussionen gesorgt. 

Nach einer Sonderkonferenz am vergangenen Dienstag (22. April) haben sich die Verantwortlichen darauf verständigt, dass die Debatte künftig intern geführt werden soll. Zu einer entscheidenden Abstimmung über die Zukunft der 3. Liga soll es frühestens in der kommenden Woche kommen.

3. Liga: DFB-Präsidium berät über Zukunft der 3. Liga - Abstimmung nächste Woche?

Laut Angaben des DFB würden die Drittliga-Vereine bei einem Saisonabbruch 30 Millionen Euro verlieren. Auch deshalb plädiert der Verband für eine Saison-Fortführung. Am Donnerstag ist bestätigt worden, dass 7,5 Millionen Euro an die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga fließen. 

Das Geld stammt von den deutschen Champions-League-Teilnehmern FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen, die insgesamt 20 Millionen Euro zur finanziellen Unterstützung von bedrohten Klubs zur Verfügung gestellt haben. Die Summe wird von der DFL verwaltet. Am Freitag hat der SV Waldhof verkündet, dass der Klub die Zulassung für die kommende Drittliga-Saison erhalten hat.

3. Liga: DFB-Präsidium berät über Zukunft der 3. Liga - Abstimmung nächste Woche?

Update vom 22. April: Der Streit um die Fortsetzung der aktuellen Saison hat in der 3. Liga zu vielen Diskussionen geführt. Nachdem diese zuletzt vor allem öffentlich ausgetragen worden sind, hatte der DFB am Dienstag eine Sondersitzung einberufen. Bei der Videokonferenz haben sich die Klubs darauf verständig, dass die Debatte künftig intern geführt werden soll.

„Ungeachtet zum Teil unterschiedlicher Auffassungen unter den Clubs ist es das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, eine tragfähige Lösung zu finden, um die 3. Liga in ihrer bewährten Struktur zu erhalten und ihre Zukunft als Profiliga zu sichern", heißt es in der DFB-Mitteilung.

3. Liga: Klubs einigen sich auf „sachlich, konstruktive" Diskussion

„Wir wollen der 3. Liga Lösungen anbieten, die es ermöglichen den Spielbetrieb fortzusetzen. Die 3. Liga fällt auch in die Kategorie Berufsfußball. Wir arbeiten sehr intensiv daran, dass das gelingt und wir die Saison bis zum 30. Juni zum Abschluss gebracht haben werden", sagt zudem DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstagabend im Interview mit der Bild-Zeitung. 

Klubvertreter und DFB haben sich auf „eine versachlichte, konstruktive und vor allem zielführende Diskussion" geeinigt. Dies sei „unerlässlich für eine sachgerechte Entscheidungsfindung. Öffentliche Konfrontationen beschädigen - völlig unabhängig vom Inhalt der einzelnen Meinungen - die 3. Liga und ihre Vereine. Darüber hinaus tragen sie nicht zu Lösungen bei, sondern erschweren sie nur", erklärt Tom Eilers, der Vorsitzende des Ausschusses 3. Liga. 

3. Liga: Klubs wollen Debatte über möglichen Abbruch intern führen

Am Freitag (24. April) wird sich das DFB-Präsidium „mit den Rahmenbedingungen für eine gegebenenfalls mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Bundesspielklassen" befassen, teilt der Verband mit. Es bestehe Einigkeit darüber, „dass weitergehende Entscheidungen in Bezug auf den Spielbetrieb der 3. Liga zwingend von den behördlichen Verfügungsgrundlagen abhängig sind und unter strikter Beachtung der gesundheitspolitischen Vorgaben erfolgen werden".

Streit in der 3. Liga droht zu eskalieren - DFB beruft Sondersitzung ein

Erstmeldung vom 21. April: Die 3. Liga ist momentan gespalten wie selten zuvor. Während acht Verein - darunter der SV Waldhof Mannheim - öffentlich für einen sofortigen Saisonabbruch plädieren, haben sich unter anderem die fünf Drittligisten aus Bayern für eine Fortführung der Saison mit Geisterspielen ausgesprochen. Wie es in der 3. Liga nun weitergeht, ist momentan völlig offen. Aufgrund der öffentlich ausgetragenen Uneinigkeit innerhalb der Spielklasse hat der DFB für Dienstag (21. April) eine Sondersitzung angesetzt.

SV Waldhof: 3. Liga - Sondersitzung am Dienstag 

Dabei handelt es sich um eine Informationsveranstaltungen, auf der die möglichen Szenarien vorgestellt werden sollen. Das hat der DFB der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Zuerst hat Sport1 darüber berichtet. An der Sitzung am Dienstag nehmen neben DFB-Vizepräsident Peter Frymuth, Spielleiter Manuel Hartmann und dem Ausschuss-Vorsitzenden Tom Eilers die 20 Geschäftsführer der Drittligisten teil.

In der 3. Liga steht noch nicht fest, wie es künftig weitergeht.

Bei der Videokonferenz soll es noch zu keiner Entscheidung kommen. Eine Abstimmung über die weitere Vorgehensweise in der Corona-Krise soll frühestens in der kommenden Woche erfolgen. Der SV Waldhof und sieben weitere Vereine haben am Freitag ein Positionspapier veröffentlicht, in dem für einen Saisonabbruch plädiert wird. Demnach soll es in dieser Spielzeit Auf-, aber keine Absteiger geben. Neben Mannheim haben sich Magdeburg, Chemnitz, Halle, Zwickau, Jena, Münster und Großaspach für den sofortigen Abbruch stark gemacht.

SV Waldhof: Klubs aus Bayern führen Fortsetzung der Saison

Für eine Fortführung der Saison sind sowohl die Klubs aus Bayern als auch Hansa Rostock. Die übrigen Vereine der 3. Liga haben bislang öffentlich noch nicht Stellung bezogen. Regionalligist SV Elversberg hat zuletzt eine zweigleisige 3. Liga ins Spiel gebracht, was aber bei vielen Klubs auf Ablehnung stößt. In der Bundesliga könnte indes bereits ab 9. Mai der Spielbetrieb* wieder aufgenommen werden.

nwo mit dpa-Material

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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