VfB Stuttgart und Co. drohen Verluste um die 160 Millionen Euro

VfB und alle Profi-Klubs vor Millionen-Verlust beim TV-Geld: DFL-Vize äußert sich

Steffen Schneekloth
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Steffen Schneekloth spricht über den drohenden Millionen-Verlust bei den TV-Geldern.

VfB Stuttgart und die restlichen 35 Klubs müssen laut Schneekloth auf Millionen Euro an TV-Geldern verzichten.

Die Länderspielpause in der Fußball-Bundesliga hat sich in den vergangenen Tagen zum TV-Geld-Scharmützel zwischen den Profi-Klubs entwickelt. JETZT meldet sich Fußball-Funktionär Steffen Schneekloth zu Wort und spricht über den drohenden Millionen-Verlust für den VfB Stuttgart und die restlichen 35 Profi-Klubs.

Bayern-Boss Rummenigge hat nach seiner Ätz-Attacke gegen den VfB und Co. ordentlich sein Fett weg bekommen.

Nachdem der VfB Stuttgart zusammen mit drei weiteren Bundesliga-Vereinen und zehn Zweitligisten ein „Positionspapier“ erarbeitet hatte, gab‘s deutliche Kritik von Bayern-Boss Rummenigge. Daraufhin bekam Rüpel-Rummenigge ordentlich sein Fett weg. Für den 3. Vizepräsident der Deutschen Fußball-Liga (DFL) Schneekloth ist die Sache ganz klar!

Im Gespräch mit dem Kicker gilt für ihn am ehesten das Motto „Füße still halten“: „Es gibt derzeit wichtigere und größere Herausforderungen für den deutschen Fußball, als sich öffentlich an vordergründigen Verteiler-Diskussionen zu beteiligen.“

VfB Stuttgart: Schneekloth sieht wichtigere Aufgaben als eine Neuverteilung

Der 56-Jährige gibt bei all dem Hin und Her, rund um den VfB, die anderen Vereine und dem Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, zu bedenken, dass der Fußball auf einen MEGA-Verlust bei den TV-Geldern zusteuert: „Insgesamt stehen den 36 Profiklubs der Bundesliga und 2. Bundesliga allein aus der Verwertung der nationalen Medienrechte im kommenden Jahr insgesamt rund 200 Mio. Euro weniger zur Verfügung.“

...dieser Gedanke scheint zur Unzeit zu kommen

Steffen Schneekloth

Heißt: In der 1. Liga fehlen bei einer 80:20-Verteilung rund 160 Millionen Euro und in der 2. Liga damit rund 40 Millionen Euro. Für die 36 Profi-Klubs wird die TV-Kohle also ziemlich knapp. Schneekloth zeigt zwar Verständnis für den VfB Stuttgart und Co., aber bleibt bei seiner Meinung: „Natürlich ist es legitim, wenn sich Klubs zu einem Gedankenaustausch treffen - genauso wie das Verfassen von Impulspapieren.“ ABER: „Klubs darüber hinaus durch revolutionäre ‚Umverteilung‘ weitere Gelder zu nehmen, dieser Gedanke scheint zur Unzeit zu kommen“

VfB Stuttgart: Millionen-Verlust beim Aufsteiger schon im Blick

Beim VfB Stuttgart hatte Sportdirektor Sven Mislintat bereits vor Wochen ebenfalls über Mega-Millionen-Verluste gesprochen. Der Kader-Macher sprach mit Blick auf unterschiedliche Bereiche von 30 Millionen Euro.

Auch von VfB-Boss Thomas Hitzlsperger wurde bereits über einen erneuten Gehaltsverzicht der Profis gesprochen. Auch der gestellte Antrag auf eine Kfw-Kredit bleibt weiter ein Thema.

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