Leichter als Grippe

Ex-VfB-Profi spricht über Corona-Infektion - und polarisiert weiter mit Forderung

VfB Stuttgart: Mit seinen Äußerungen zum Coronavirus hat Jens Lehmann polarisiert. Dabei war der ehemalige VfB-Keeper selbst infiziert.

• Der ehemalige Torhüter des VfB Stuttgart Jens Lehmann hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
• Lehmann äußert sich kritisch zu den Maßnahmen in der Corona-Krise.
• Im Doppelpass legt der 50-Jährige nun nach.

VfB Stuttgart: Jens Lehmann sprich über Infektion mit dem Coronavirus

Update 28. April: Vor Rund einer Woche sorgte der ehemalige Torhüter des VfB Stuttgart in der Sport1 Sendung Doppelpass mit seinen Aussagen über Bundesligaspiele mit Zuschauern für Aufruhr in den sozialen Medien. 

Dabei hatte sich Lehmann Mitte März selbst mit dem Coronavirus infiziert. "Ich litt anderthalb Tage an Husten und leichtem Fieber“, erklärte der ehemalige Profi des VfB Stuttgart im Gespräch mit der Bild. "Nachzwei Wochen Quarantäne wurde ich von den Behörden wieder für gesund erklärt.“ 

Der ehemalige Nationalkeeper erklärte, dass der Krankheitsverlauf bei ihm "leichter als bei einer Grippe" gewesen sei. Lehmann betonte aber auch, dass Menschen die zu Risikogruppen gehören natürlich aufpassen müssen. "Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben“, sagte der 50-Jährige der Bild.

VfB Stuttgart: Jens Lehmann hält an Forderung fest

Nichtsdestotrotz sprach sich Lehmann erneut dafür aus bei einer Fortsetzung der Bundesliga-Saison die Stadien für Zuschauer zu öffnen, statt Geisterspiele stattfinden zulassen: "Ich habe bisher noch kein vernünftiges Gegenargument gehört. Wenn nur jeder vierte Platz besetzt wird, ist genug Distanz untereinander. Wer gegen die Abstandsregel verstößt, fliegt raus und bekommt Stadionverbot.“ 

Insgesamt plädiert der ehemalige Torhüter des VfB Stuttgart dafür die Maßnahmen zu lockern und unterstützt damit die Aussagen des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble: "Wir müssen Deutschland wieder hochfahren, damit die Wirtschaft überlebt. Das gilt für alle Wirtschaftszweige, auch für die Bundesliga.“

VfB Stuttgart: Jens Lehmann wiederholt kritische Corona-Äußerung im Doppelpass

Update 20. April: Nachdem der ehemalige Torhüter des VfB Stuttgart Jens Lehmann bereits auf Twitter einen Shitstorm ausgelöst hatte, legte der 50-Jährige am Sonntag im Doppelpass auf Sport 1 nach.

Dabei schien es so, als hätte Lehmann seine Meinung nach dem Shitstorm geändert. "Ich glaube die Politik hat alles richtig gemacht, indem sie eine Ausgangssperre verhängt hat", sagt Lehmann in der Kult-Sendung zunächst und legt dann aber nach. "Für den Fußball war das auch gut, nur glaube ich, dass man jetzt einen Fehler macht, dass weiter alles geschlossen bleibt. Jeder Tag kostet uns Milliarden."

VfB Stuttgart: Lehmann für Spiele mit Fans -trotz Coronavirus

Zudem ist der Ex-Keeper des VfB Stuttgart auch kein Fan der Geisterspiele: "Eine Frage hat mir bislang auch noch keiner beantworten können. In die Allianz Arena passen 70.000 Leute, warum kann man da nicht 20.000 Leute reinstecken?"

Der 50-Jährige argumentiert im Doppelpass, dass die Fans "sich wahrscheinlich im Abstand von zehn Metern nie in die Quere kommen." Auch bei der An- und Abreise sieht der ehemalige Nationalspieler kein Problem. Allgemein ist Lehmann nicht zufrieden mit dem Tempo, in dem die Maßnahmen gelockert werden. Und macht das im Doppelpass deutlich: "Ich glaube, dass wir von Politikern und Virologen gar nicht richtig Bescheid bekommen, wie sich das Virus verhält. Man wird mit Zahlen konfrontiert, die noch vor vier Wochen als optimal eingestuft worden wären, um eine Lockerung zu erzielen. Jetzt sind sie auf einmal doch nicht gut genug."

VfB Stuttgart und Corona: Jens Lehmann mit Äußerung zu Maßnahmen - Netz reagiert!

Ursprungsmeldung 19. April: Das ging irgendwie nach hinten los! Der ehemalige Torhüter des VfB Stuttgart Jens Lehmann hat sich einen ordentlichen Shitstorm im Internet eingehandelt. Der 50-Jährige hat sich bei Twitter zum Coronavirus und den folgen geäußert.

Der Ex-VfB-Profi betrachtet unter anderem die Maßnahmen zur Bekämpfung von Sars-CoV-2 kritisch und schreibt: "Was ist, wenn wir mehr Schaden mit dem Schließen von allem anrichten? Ist es besser, zu Hause zu bleiben, gegen etwas unter Quarantäne gestellt zu werden, das wir in den vergangenen Jahren nicht messen konnten, den Job jetzt zu verlieren oder ein erfolgreiches Unternehmen? Wird es mehr Menschen geben, die wegen großer finanzieller Probleme krank werden als durch das Virus? Wer kann das beantworten?"

Die Reaktionen hatten es in sich!

Ich glaube, mit der Meinung stehen Sie ziemlich alleine da. Wusste gar nicht, dass Sie mehr Ahnung als alle Virologen und Ärzte haben.

— Thorsten Grun(@ThorstenGrun) 17. März 2020

Und ich hab gedacht nur Feldspieler ballern sich die Gehirnzellen ausm Schädel...

— lol72805 (@lol72805) 17. März 2020

Aber auch sachlich wurde über die Aussage diskutiert:

Es gibt keinen richtigen Weg. Tut man nichts und lässt es laufen als Bundesregierung, dann wird man als Mörder des eigenen Volkes bezeichnet, tut man was, dann ist es den Menschen zu viel. Danach werden wir wissen wie zielführend Alles war, fürs nächste Mal (hoffe es nicht)

— Helvetia (@ISBSM) 17. März 2020

Zum Glück darf man seine Meinung äußern ohne beleidigt werden. Sagt mal ist kein Platz mehr für die Kontroverse. Ich sehe hier nichts verwerfliches in Herrn Lehmanns Aussage. Eine Meinung welche nachvollziehbare Aspekte in sich trägt.

— martin(@martin_Happers) 17. März 2020

Lehmann, der in seiner Karriere für den FC Schalke 04, Borussia Dortmund, VfB Stuttgart, AC Mailand und FC Arsenal spielte, hatte auch schon früher mit Aussagen polarisiert. Er wünschte aber allen Erkrankten eine schnelle Genesung.

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Quelle: echo24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Sven Hoppe

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