Ein Geisterspiel mit echten Geistern

VfB Stuttgart gegen Hertha BSC: Zuschauer erlaubt, aber die Stimmung...

Am Samstag spielte der VfB Stuttgart gegen Hertha BSC - aufgrund des Coronavirus gibt es Regeln für die Zuschauer. Die Stimmung ist anders.

Es war ein Gefühl wie bei einem Geisterspiel. Mit echten Geistern! Trotz ständig steigender Corona-Infektionen in Berlin durften am Samstag 4.000 Fans zum Spiel Hertha BSC gegen den VfB. Das Besondere: Aus Sicherheitsgründen waren Anfeuerungen und Fangesänge im Olympiastadion verboten.

VfB Stuttgart gegen Hertha BSC: Emotionen draußen lassen!

Das Ergebnis war kurios. Die Zuschauer auf der Tribüne wirkten wie Pappfiguren mit Sicherheitsabstand. Bis auf vereinzelte Buh-Rufe war von den Fans nichts zu hören. Emotionen Fehlanzeige.

Bis Ende Oktober läuft noch die Testphase des Bundesliga-Konzepts zu Zuschauern im Stadion. Aber schon jetzt lässt sich sagen: Die Berliner Regelung ist absoluter Quatsch! Die Stimmung mit Fans, denen Emotionen verboten werden, ist noch schlechter als ganz ohne Fans.

VfB Stuttgart gegen Hertha BSC: Nächstes Spiel ohne Zuschauer

Über solche Probleme muss sich der VfB vor dem nächsten Spiel gegen den 1. FC Köln wohl erst gar keine Gedanken machen. Schon Anfang der Woche hatte das Amt für öffentliche Ordnung dem VfB die Erlaubnis verweigert, das Spiel vor Publikum austragen zu dürfen. Am Samstag hat dann Ministerpräsident Winfried Kretschmann für ganz Baden-Württemberg die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Aber immerhin: Komischer als in Berlin kann die Stimmung auch ganz ohne Zuschauer nicht werden. Von Dennis Bayer

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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