Vor 18. Spieltag

Hoffenheim hat mit Werder „noch eine Rechnung offen“

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Julian Nagelsmann will in Bremen gewinnen.

Zuzenhausen - Ohne zwei Mittelfeldspieler reist die TSG zum Jahresauftakt an die Weser. Nach der Pokalschlappe im Oktober will ‚Hoffe‘ zeigen, dass man auch in Bremen gewinnen kann. 

Optimistisch startet die TSG 1899 Hoffenheim in die Rückrunde.

Gut gelaunt geht Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann in das erste Spiel des Jahres am Samstag (13. Januar/15:30 Uhr, Weser-Stadion) gegen den SV Werder Bremen.

Mit Werder haben wir noch eine Rechnung offen“, gibt Nagelsmann mit Blick auf die unnötige Pokal-Schlappe im Oktober unumwunden zu: „Wir haben nach dem Spiel unseren Unmut geäußert und jetzt gilt es, unseren Worten auch Taten folgen zu lassen. Wir wollen zeigen, dass wir auch in Bremen gewinnen können.

Im ersten Rückrundenspiel wird die TSG auf ein offensiver agierendes Team treffen als im Pokal, ist sich Nagelsmann sicher: „Die Bremer haben gerade eine kleine Euphoriewelle, haben aus der Zeit mit Flo [Kohfeldt, Bremens Trainer (die Red.)] mehr herausgeholt als davor. Die werden sicher nicht nur am Strafraum warten, sondern werden ihren Zuschauern auch was zeigen wollen.

Wermutstropfen Ausfälle

An der Weser müssen die Hoffenheimer die Ausfälle von Kerem Demirbay (Oberschenkelverletzung) und „zu 90 Prozent“ von Nadiem Amiri (Mittelfußprellung) kompensieren. Demirbay wird auch kommende Woche (20. Januar/15:30 Uhr) beim Kracher gegen Bayer 04 Leverkusen nicht mitwirken können. Lukas Rupp und Dennis Geiger, der gerade erst seinen Vertrag bis 2022 verlängert hat, hatten zuletzt muskuläre Probleme, können in Bremen aber wohl spielen.

Mit dem „Engagement“ seiner Jungs in der Wintervorbereitung ist Nagelsmann „sehr zufrieden. Nur die Chancenverwertung in den Testspielen hat mir nicht so gefallen“, sagt der Coach. „Aber ist es im Theater nicht auch ein gutes Omen, wenn bei der Generalprobe nicht alles klappt? Wir konzentrieren uns auf das ‚Theaterstück‘ am Samstag in Bremen“, so Nagelsmann.

Kramaric fängt „bei Null“ an

Nach dem Abgang von Sandro Wagner und dem bevorstehenden Wechsel von Mark Uth zu Schalke 04 könnte Hoffenheim nochmal auf dem Transfermarkt tätig werden. „Viele interessante Spieler sind für uns finanziell einfach nicht stemmbar“, gibt Nagelsmann aber zu bedenken. Man habe zwar „ein, zwei Spieler auf dem Zettel, sei aber nicht verpflichtet tätig zu werden.

In den Blickpunkt könnten in der Offensive wieder der noch verletzte Adam Szalai und der zuletzt formschwache Andrej Kramaric rücken. Nach einem langen Gespräch mit Kramaric hat Nagelsmann den Eindruck, dass der Stürmer noch in dieser Saison „zeigen wird, was in ihm steckt.  Andrej ist ein verkopfter, selbstkritischer Typ, bei dem die Kritik nicht einfach nur abprallt. Ich hab ihn mal befreit von dem Druck: Er muss kein ‚besondererer‘ Spieler sein, als andere. Er hat durch seine tollen Leistungen in der Vorsaison die eigene Messlatte sehr hoch gehängt. Die kann er jetzt loslassen. Andrej startet jetzt mehr oder weniger bei Null“, so Nagelsmann.

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Nagelsmann von neuem Co begeistert

Das erste was man von ihm wahrnimmt ist, dass er aus der Dachrinne trinken kann – er ist riesengroß“, beschreibt Nagelsmann seinen neuen Co-Trainer Pellegrino Matarazzo, der den zu Ajax gewechselten Alfred Schreuder ersetzt.

„‚Rino‘ macht einen sehr guten Eindruck. Wir kennen uns schon von den Fußballlehrgängen, haben uns da das Zimmer geteilt und von Anfang an menschlich gut verstanden“, verrät Nagelsmann. „Ich bin sehr froh, dass er jetzt bei uns im Team ist. Die Jungs haben ihn auch sehr gut aufgenommen.

rmx

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