Seit 397 Minuten ohne Tor

TSG-Misere: Vorne drückt der Schuh!

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Kevin Kuranyi hat bislang auf ganzer Linie enttäuscht.

Zuzenhausen – Der Tiefpunkt ist erreicht! Die TSG Hoffenheim ist nach der Pleite bei Hertha BSC Tabellenletzter. Ein Grund für die Krise ist die schwache Offensive.

Die TSG Hoffenheim stand einst für Offensivspektakel, das auch neutrale Zuschauer begeistern hat!

Man denke nur an die Saison 2013/14, als die Kraichgauer satte 72 Tore erzielt haben. Im Spätherbst 2015 sieht die Situation ganz anders aus. Das Angriffsspiel ist zu einem echten Problemkind der TSG geworden. Mit gerade einmal zwölf Toren aus 13 Spielen haben die Hoffenheimer zurzeit den zweitschwächsten Angriff der Liga. 

Firmino-Abgang keine Entschuldigung

Seit Mitte Oktober wartet der Tabellenletzte jetzt schon auf ein Erfolgserlebnis. Der neue Coach Huub Stevens hat zwar seit seinem Amtsantritt die Defensive stabilisiert, jedoch hat auch der Niederländer der Offensive noch kein neues Leben einhauchen können.

Natürlich hat 1899 im Sommer mit Roberto Firmino den Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld verloren, doch das allein erklärt nicht die aktuelle Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor. Es mangelt im Kader schließlich nicht an Alternativen, aber vor allem die Neuzugänge haben bislang kaum Akzente setzen können.

Vom Kuranyi-Hype blieb nicht viel

Bestes Beispiel ist Kevin Kuranyi. Der ehemalige Nationalspieler ist im Sommer in den Kraichgau gewechselt, hat an alte Leistungen aber nie anknüpfen können. Vom anfänglichen Hype um den Ex-Schalker ist letztlich nicht viel übrig geblieben. Die Folge ist, dass Kuranyi oftmals nur auf der Bank Platz nimmt und in der Regel keine Alternative für die Stammelf ist.

Ein weiterer Neuzugang, der bislang enttäuscht hat, ist Mark Uth, der im Sommer vom SC Heerenveen gekommen ist. Es hat den Anschein, als sei der Sprung von der Eredivisie in die Bundesliga für den 24-Jährigen (noch) eine Nummer zu groß gewesen.

Lichtblicke zu unkonstant

Einziger Lichtblick ist vielleicht noch Eduardo Vargas. Nach einem starken Beginn ist jedoch auch der Chilene in den vergangenen Wochen mehr und mehr abgetaucht und hat bei der Nationalmannschaft zuletzt für Negativschlagzeilen gesorgt.

Ähnlich ist die Situation bei Kevin Volland. Der Nationalspieler hat beispielsweise gegen Augsburg oder Stuttgart seine unbestrittene Klasse gezeigt, jedoch fehlt auch ihm in dieser Saison bislang einfach die Konstanz.

Unterm Strich bleibt, dass die TSG Hoffenheim dringend an ihrem Offensivspiel arbeiten muss, wenn sie aus dem Tabellenkeller kommen will. Gut möglich, dass Alexander Rosen im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Handlungsbedarf besteht jedenfalls!

nwo

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