Kampf um Königsklasse

TSG-Coach Nagelsmann: Druck liegt beim BVB

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TSG-Coach Julian Nagelsmann beglückwünscht Siegtorschütze Benjamin Hübner.

Sinsheim – Schon unmittelbar nach dem knappen Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt richtet sich der Blick bei der TSG Hoffenheim auf das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund.

Nach äußerst zähen 90 Minuten haben die Hoffenheimer doch wieder jubeln können. Praktisch auf den letzten Drücker hat Benjamin Hübner per Kopf den Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt perfekt gemacht. 

Damit hat der TSG-Veteidger seinem Vater Bruno Hübner, der Sportvorstand bei der Eintracht ist, eine bittere Niederlage zugefügt. „Er hat mir zum Tor gratuliert“, sagt Hübner Junior: „Er ist ja immer noch mein Vater. Das bringt uns nicht auseinander.

Fotos: TSG gewinnt gegen Frankfurt

Der Jubel hat nach dem so wichtigen Tor keine Grenzen gekannt. „Es ist etwas ganz Besonderes. Ich habe mir vorgenommen, mehr Tore zu machen. Dass es in der 90. Minute klappt und zum Sieg reicht, das ist natürlich unglaublich“, so Hübner weiter.

„In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Dann war in der zweiten Halbzeit die Anfangsphase nicht gut. Insgesamt geht der Sieg aber in Ordnung. Wir hatten 79 Prozent Ballbesitz. Da kann man sich nicht beschweren, wenn man hier keine Punkte mitnimmt“, resümiert TSG-Coach Julian Nagelsmann. TSG-Mehrheitseigner Dietmar Hopp, den die Fans vor dem Spiel gefeiert haben, spricht von „einem glücklichen Sieg“.

Showdown in Dortmund

Durch Hübners Siegtor knacken die Hoffenheimer nicht nur zwei Vereinsrekorde (höchste Punktzahl, sieben Heimsiege in Folge), sondern springen auch auf den dritten Tabellenplatz, der die direkte Qualifikation für die Champions League bedeuten würde. Zudem steht fest, dass die TSG mindestens Vierter wird und somit definitiv mindestens zwei Spiele in der Königsklasse absolvieren wird.

In der kommenden Woche kommt es dann zum Showdown in Dortmund (Samstag, 6. Mai/15:30 Uhr). Der BVB befindet sich mit einem Punkt Rückstand in Lauerstellung. „Bei aller Bescheidenheit, der Druck liegt total bei Dortmund. Die müssen Dritter werden. Wir müssen nicht, aber Dortmund muss. Wir haben für unsere Verhältnisse schon jetzt eine gute Saison gespielt. Wir müssen nicht, aber wir wollen gerne“, sagt Nagelsmann mit Blick auf das Spitzenspiel.

Übersicht

TSG Hoffenheim: Baumann - Süle , Vogt , B. Hübner - Kaderabek , Zuber - Rudy - Demirbay (79. Szalai) , Nad. Amiri (74. Rupp) - Wagner , Kramaric (62. Uth)

Eintracht Frankfurt: Hrádecký, Chandler, Abraham, Hector, Russ, Oczipka, Varela (90. Hrgota), Stendera (79. Blum), Fabián, Barkok, Seferovic (83. Rebic)

Tor: 1:0 Hübner (90.)

Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

nwo

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