Nach Baden-Derby

Nagelsmann bremst Euphorie, Streich auf 180!

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TSG-Coach Julian Nagelsmann (li.) und SC-Coach Christian Streich (r.).

Sinsheim – Während die TSG Hoffenheim nach dem 2:1-Sieg im badischen Derby weiter auf der Erfolgswelle schwimmt, tobt Freiburgs Trainer Christian Streich. Die Stimmen zum Spiel:

Nächste Runde im badischen Schlagabtausch!

Nachdem die Hoffenheimer die Partie gegen Freiburg mit 2:1 gewonnen haben, platzt SC-Trainer Christian Streich der Kragen. 

„Wir werden hier als Agressiv-Leader hingestellt. Wir! Freiburg! Unglaublich! Das habe ich erst gar nicht glauben können. Aber ich musste ja reagieren, sonst steht überall, dass wir eine Kloppertruppe sind“, poltert Streich und spricht von „Machenschaften“, von denen er sich eigentlich nicht provozieren lassen wolle: „Und sowas wird dann am Ende noch belohnt. Hat man sowas nötig? Wie kommt jemand dazu, sowas zu sagen? Und am Ende steht es dann bei den Entscheidungen 0:2 gegen uns.

Fotos: TSG gewinnt gegen den SC Freiburg

Neben dem spielentscheidenden Elfmeter, den die TSG in der 80. Minute zugesprochen bekommen hat, moniert Streich auch einen Zweikampf zwischen TSG-Abwehrspieler Ermin Bicakcic und dem Freiburger Torschützen Florian Niederlechner (85.). Dabei reklamieren die Breisgauer erfolglos einen Strafstoß für sich.

TSG-Sportdirektor Alexander Rosen hat die Stimmung schon im Vorfeld angeheizt: „Freiburg war schon immer eine Mannschaft, die auf dem Platz gute spielerische Lösungen gefunden hat und in dieser Saison zudem eine Aggressivität an den Tag legt, die sich teilweise im Grenzbereich bewegt. Was von der Emotionalität des Trainers an der Seitenlinie gepuscht wird.

„Tabelle piepegal“

Auch wenn die Kraichgauer durch den Sieg bis auf Rang fünf vorrücken, hält sich die Euphorie (noch) in Grenzen. Der derzeitige Erfolg ist für Trainer Nagelsmann eine „klassische Momentaufnahme“. Der 29-Jährige erinnert daran, dass nach den vier Unentschieden zum Saisonstart fast schon eine kleine Krise herbeigeredet wurde. „Es geht immer sehr, sehr schnell in alle Richtungen“, warnt der TSG-Coach und versichert: „Ich hab' die Tabelle gar nicht angeschaut, sie ist mir piepegal.

„Jetzt geht es nach Leverkusen und dann kommt Berlin - das sind richtig schwere Spiele. Wenn wir danach immer noch ungeschlagen sind, können wir richtig zufrieden sein“, meint Sandro Wagner, Torschütze zum 1:0.

„Nach sechs Spielen habe ich jetzt dreimal getroffen. Wenn man das hochrechnet, wird es eine ganz ordentliche Saison“, so der Neuzugang. „Wichtiger ist aber, dass wir uns als Mannschaft gefunden haben. Ich bin gespannt, was noch kommt.

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nwo/dpa/sid

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