1. Mannheim24
  2. Sport
  3. TSG 1899 Hoffenheim

Doppeltes Wiedersehen mit Brisanz

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nils Wollenschläger

Kommentare

null
Ex-TSG Coach Markus Gisdol (r.) wartet mit dem HSV auf den ersten Sieg, Kerem Demirbay (li.) startet bei der TSG durch. © picture alliance / dpa

Zuzenhausen – Zwei ‚Rückkehrer‘, zwei unterschiedliche Ausgangslagen! Welche Akteure vor dem Duell zwischen der TSG Hoffenheim und dem Hamburger SV im Mittelpunkt stehen:

Wenn die TSG Hoffenheim am Sonntag, 20. November, den Hamburger SV in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena empfängt, stehen zwei Protagonisten besonders im Fokus: HSV-Trainer Markus Gisdol, der die TSG von 2013 bis 2015 betreut hat, und Kerem Demirbay, der im Sommer 2016 von den Rothosen in den Kraichgau gewechselt ist.

Demirbay, der großen Anteil am Aufschwung der TSG hat, erhält bei den Hoffenheimern die Anerkennung, die er in Hamburg nie erhalten hat. Zweimal haben die Norddeutschen den Mittelfeldakteur in die 2. Bundesliga ausgeliehen. Sowohl beim 1. FC Kaiserslautern als auch bei Fortuna Düsseldorf hat der heute 23-Jährige mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht - für eine Zukunft beim HSV hat es dennoch nicht gereicht. 

Demirbay wird für Hoffe zum Super-Schnäppchen

Für rund 1,7 Millionen Euro hat sich 1899 vor der Saison seine Dienste gesichert. Der Deutsch-Türke zahlt das Vertrauen mit klasse Leistungen zurück, hat bislang drei Tore erzielt und zwei Treffer vorbereitet. 

Kurzum: Demirbay ist aus der Erfolgself von Julian Nagelsmann nicht wegzudenken und hat sich zu einem echten Glücksfall für Hoffenheim entwickelt. 

Für den Mittelfeldspieler wird die Begegnung gegen seinen Ex-Verein „das Spiel der Saison“. Der Schützling von Trainer Julian Nagelsmann will seinem alten Arbeitgeber im direkten Duell unbedingt zeigen, dass es ein Fehler war ihn zu verkaufen. Die Hamburger wären heute sicherlich froh, einen Spieler wie Demirbay in den eigenen Reihen zu haben, doch die Realität ist eine andere. Wie so oft hat der Traditionsverein ein Talent leichtfertig gehen lassen.

Auch wenn die Norddeutschen seit mehreren Jahren im Abstiegskampf stecken, so düster wie aktuell ist es um den Klub von der Alster selten gestanden. Nach zehn Spieltagen liegt der HSV mit zwei Punkten am Tabellenende. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits sechs Punkte.

Auch unter Gisdol keine Besserung beim HSV

Ende September haben die Norddeutschen aufgrund des miserablen Saisonstarts den ehemaligen Hoffenheim-Coach Markus Gisdol, der in der vergangenen Saison ausgerechnet nach einer Heimpleite gegen Hamburg entlassen worden ist, verpflichtet. Doch auch unter Gisdol haben sich die Hamburger nicht stabilisieren können. 

Der Bundesliga-Dino wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg und hat gerade einmal vier Tore erzielt. Absoluter Tiefpunkt ist die 2:5-Heimpleite gegen Borussia Dortmund gewesen. 

Der 47-Jährige hat zwar 2013 die Hoffenheimer aus einer ebenfalls sehr brenzligen Lage gerettet und über die Relegation noch die Klasse gehalten, doch der völlig missratene Start hat die ohnehin schon schwierige Aufgabe nicht unbedingt leichter gemacht. Aufbruchstimmung sieht anders aus! 

„Wenn ich mich von der aktuellen Hektik, die manchmal keinen Boden kennt, anstecken lasse wäre das überhaupt nicht gut. Die Mannschaft braucht jetzt einen verlässlichen Partner und eine klare Ansprache“, macht der Fußball-Lehrer im NDR deutlich.

Wer letztlich gegen seinen Ex-Verein jubeln darf, wird sich am Sonntag, 20. November, um 15:30 Uhr in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena zeigen.

Mehr zur TSG:

>>> Als Wagner und Nagelsmann noch Gegner waren...

>>> TSG krallt sich Unentschieden gegen FC Bayern

nwo

Auch interessant

Kommentare