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TSG mit Nullnummer bei Kuranyi-Debüt

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Von: Nils Wollenschläger

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Die TSG Hoffenheim trennt sich vom AFC Bournemouth 0:0-Unentschieden. © www.presse-heidelberg.de

Sinsheim – Im Rahmen der Saisoneröffnung tut sich die TSG Hoffenheim beim Test gegen den AFC Bournemouth lange Zeit schwer. Bereits vor der Partie feiern die Fans einen TSG-Star.

Vor dem Anpfiff erleben wohl alle TSG-Fans in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena einen echten Gänsehautmoment, als auf der Videoleinwand die vorzeitige Vertragsverlängerung von Innenverteidiger und Publikumsliebling Niklas Süle bis 2019 bekanntgegeben wird. 

Und der 19-Jährige beweist unter den frenetischen „Süle, Süle“-Fanrufen auf dem Platz auch gleich, warum die Kraichgauer seinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert haben. Immer wieder ist er bei den Angriffen des Premier League-Aufsteigers der Fels in der Brandung und kann klären.

Volland glücklos in Firmino-Rolle

Im ersten Durchgang geht bei der TSG, bei der der neue Kapitän Pirmin Schwegler geschont wird, nur wenig nach vorne. Kevin Volland, der die Rolle des abgewanderten Roberto Firmino auf der Poistion des Regiesseurs hinter den Spitzen einnimmt, kann nur selten Akzente setzen und auch im Aufbauspiel greifen die Automatismen noch nicht. 

AFC mit einfachen Mitteln gefährlich

Der AFC Bournemouth kann hingegen mit seiner robusten Spielweise, die sehr an das klassisch britische „Kick & Rush“ erinnert, oftmals für Gefahr vor dem TSG-Tor sorgen.

Torhüter Oliver Baumann (27./43.) bewahrt seine Mannschaft mehrmals vor einem Rückstand und Fabian Schär kann den Ball in der 25. Minute gerade noch vor der Linie klären.

Der neue TSG-Stürmer Mark Uth kann sich in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena nicht einmal eine Viertelstunde präsentieren. Aufgrund einer Innenbandzerrung muss der Neuzugang nach 14 Minuten bereits  ausgewechselt werden. Für ihn kommt Youngster Philipp Ochs in die Partie.

Wechsel bringen Schwung

Nach dem Seitenwechsel zeigen die Hoffenheimer dann ein anderes Gesicht. Vor allem durch die Hereinnahmen von Tarik Elyounoussi (45.) und Neuzugang Kevin Kuranyi (56.), der mit viel Applaus von den Fans empfangen wird, wird das Offensivspiel der Kraichgauer spürbar angekurbelt.

Durch die Auswechslung von Jonathan Schmid rückt zudem Kevin Volland vom Zentrum auf die rechte Flügelseite und sorgt von dort für bedeutend mehr Gefahr als zuvor.

Ochs macht auf sich aufmerksam

Auffällig agiert auch der junge Philipp Ochs, der sich mit seiner engagierten Spielweise einige gute Offensivaktionen kreiert und in der 81. Minute die Führung per Freistoß nur knapp verpasst.

Insgesamt sind die Torchancen von 1899 jedoch nicht zwingend genug, sodass es letztlich beim gerechten 0:0 bleibt.

Für Niklas Süle endet das Testspiel genauso erfreulich wie es begonnen hat. Schließlich darf der Verteidiger in der Schlussphase die Kapitänsbinde tragen.

Die Richtung stimmt

„Wir haben einige gute Erkenntnisse aus dem Spiel nehmen können. Man hat deutlich gesehen, dass wir noch nicht zu 100 Prozent frisch sind, aber wir haben gute Ansätze gezeigt. Gegen einen guten Gegner hat heute oft nur der letzte Schritt gefehlt“, resümiert TSG-Trainer Markus Gisdol nach der Partie.

Neuzuzgang Kevin Kuranyi hat bei seinem Debüt eine solide Leistung gezeigt. Er hat sich seinen Mitspielern immer wieder als Anspielstation angeboten und hat trotz der fehlenden Spielpraxis gute Ansätze auf dem Platz gebracht. „Es war sehr schön hier in diesem Stadion aufzulaufen. Ich habe mich sofort wohlgefühlt und werde nun alles dafür tun, um mich in das Team zu integrieren“, so der ehemalige Nationalspieler nach seiner Premiere im TSG-Trikot.

Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel bei 1860 München hat sich gezeigt, dass die TSG Hoffenheim wie auch Trainer Gisdol bestätigt noch nicht bei 100 Prozent angekommen ist, jedoch machen die positiven Ansätze in der zweiten Halbzeit durchaus Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonstart. 

nwo

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