Zehn Jahre Arena in Sinsheim 

Dietmar Hopp zum 10-jährigen Stadion-Jubiläum: „Es war ein Meilenstein“ 

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Dietmar Hopp in der Rhein-Neckar Arena 

Zuzenhausen - Am 31. Januar feiert die TSG Hoffenheim ihr zehnjähriges Stadion-Jubiläum in Sinsheim. Klub-Mäzen Dietmar Hopp spricht über Vergangenheit, Zukunft und die Entwicklung des Fußball-Business. 

Die ersten neun Heimspiele seiner Bundesliga-Geschichte hat die TSG 1899 im Mannheimer Carl-Benz-Stadion austragen müssen. Rückblickend ist es die bis heute erfolgreichste Phase der Hoffenheimer Vereinsgeschichte. Als Tabellenführer vor dem FC Bayern München verabschiedet man sich in die Winterpause und von der provisorischen Heimat, denn zur Rückrunde 2008/09 steht der Umzug in die Arena in Sinsheim an. 

Die Baustelle des Rhein-Neckar Stadions in Sinsheim im Februar 2008

Sinsheim vor Heidelberg

Im Interview mit dem am 18. Januar erscheinenden Klubmagazin SPIELFELD spricht Dietmar Hopp über das zehnjährige Jubiläum der Arena: 

Das erste Bundesligaspiel in der neuen Heimat (2:0 gegen Energie Cottbus, 31. Januar 2009) ist in den Augen von Dietmar Hopp „ein absoluter Meilenstein für den Klub“.

Der SAP-Mitbegründer und Vater der Hoffenheimer Erfolgsgeschichte beginnt bereits zu Regionalliga-Zeiten mit den Planungen für eine bundesligataugliche Sportstätte: „Es gehörte schon Mut dazu, ins kalte Wasser zu springen. Man darf nicht vergessen: Die ganzen Planungen fingen bereits 2005, 2006 an. Damals konnte ja niemand ahnen, dass wir direkt den Durchmarsch aus der 3. Liga bis ganz nach oben schaffen würden“.  

Bezüglich der Standort-Überlegungen erhält schließlich Sinsheim vor Heidelberg den Vorzug. Eine Entscheidung, die der TSG-Gesellschafter nicht bereut: „Die Arena ist unsere Heimat geworden. Es ist in jeder Hinsicht, allein schon verkehrstechnisch, die weit bessere Lösung. Wenn erst mal die Umbauarbeiten an der A6 beendet sind, wird sich die Situation noch weiter verbessern. Und die Arena wird von vielen als ‚Schmuckkästchen‘ bezeichnet, allein schon wegen ihrer Übersichtlichkeit.“

Die Wirsol Rhein-Neckar Arena heißt jetzt PreZero-Arena 

Erwartungen für die Zukunft 

Sowohl die hervorragende Infrastruktur, als auch das gute Abschneiden der Mannschaft in den vergangenen Spielzeiten, weckt bei den Fans natürlich Begehrlichkeiten. Dessen ungeachtet weiß Hopp, was im Kraichgau dauerhaft möglich ist und tritt auf die Bremse: „Ich denke, dass es für uns als Klub realistisch ist, im Schnitt unter die ersten Acht zu kommen, ein Top-8-Klub zu sein. Das bedeutet ja nicht, dass es nicht mal Ausreißer geben kann, dass man in einer Saison mal auf Rang 10 oder 12 landet. Natürlich bleibt es unser Ziel, möglichst oft international zu spielen, also unter die ersten Sechs zu kommen. Und für diese Saison wäre es mein Traum, dass wir uns erneut für die Champions League qualifizieren. Ich traue es Trainer und Mannschaft zu.“

Die TSG-Spieler feiern nach dem letzten Spieltag 2016/17 den Einzug in den Europapokal

Auch zu einem Dauerthema im Fussballgeschäft äußert sich Hopp - explodierende Transfersummen und Gehälter bei den Profis„Es ist doch ein völliger Wahnsinn, welche Gehälter teilweise bezahlt werden. Das ist in hohem Maß ungesund und schon lange nicht mehr sozialverträglich“.

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Am kommenden Freitag (18. Januar, 20:30 Uhr) gastiert der Rekordmeister aus München in der PreZero-Arena in Sinsheim. 

esk

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