HEIDELBERG24 blickt auf Saison zurück

Saisonfazit: TSG fehlt (noch) die Konstanz für Europa

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Die Bundesliga-Saison 2014/15 der TSG 1899 Hoffenheim.
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Die Bundesliga-Saison 2014/15 der TSG 1899 Hoffenheim.

Zuzenhausen - Die Saison 2014/15 ist für die TSG Hoffenheim mit der zweitbesten Platzierung der Vereinsgeschichte zu Ende gegangen. Dennoch wäre insgesamt mehr drin gewesen.

Die Bundesliga-Saison 2014/15 der TSG 1899 Hoffenheim.

Mit Platz acht kann man bei der TSG Hoffenheim durchaus zufrieden sein. Doch wenn man im Nachklang betrachtet, dass die Chance auf einen Europa League-Platz aufgrund der schwächenden Konkurrenz wohl so groß wie selten zuvor gewesen ist, bleibt am Ende doch ein Wermutstropfen.

Starker Saisonstart

Der Saisonbeginn hätte für die TSG Hoffenheim nicht viel erfolgreicher verlaufen können. Die Kraichgauer kassieren erst am 10. Spieltag in Gladbach ihre erste Saisonniederlage und haben im Vergleich zum Vorjahr vor allem in der Defensive an Stabilität gewonnen. 

Doch eben jene defensive Sicherheit geht just nach der ersten Niederlage teilweise verloren. Für die TSG-Fans müssen einige Ergebnisse wie eine Art Déjà-vu mit der vergangenen Saison vorkommen, als das Team um Kapitän Andreas Beck satte 70 Gegentore kassiert hat. So muss Oliver Baummann in den Heimspielen gegen den 1. FC Köln oder auch gegen Hannover 96 vier- bzw. dreimal hinter sich greifen und das gegen Gegner, die nicht gerade für ihre Offensivstärke bekannt sind.

Trotz der Schwächephase beenden die Hoffenheimer nach einem furiosen 5:0-Sieg bei Hertha BSC die Hinrunde auf einem starken siebten Platz mit lediglich drei Punkten Rückstand auf einen direkten Champions League-Platz.

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Durchwachsene Rückrunde

In die Rückrunde findet die TSG dann nie wirklich rein. Auf den schwachen Start mit drei Niederlagen am Stück folgen zwar Heimsiege gegen den VfB Stuttgart, Mainz 05 und den Hamburger SV, doch auf die Erfolgserlebnisse folgen in aller Regelmäßigkeit wieder ernüchternde Rückschläge. Die Gisdol-Elf schafft es einfach nicht die nötige Konstanz in ihr Spiel zu bringen und gewinnt in der gesamten Saison nie zwei Spiele nacheinander.

Trotz der eher schwachen Rückrunde hält sich 1899 bis zur Heimniederlage gegen Bayern München am 29. Spieltag auf Platz sieben und bleibt bis zum vorletzten Spieltag im Rennen um die Europa League-Plätze. Doch immer wenn die TSG auf einen europäischen Platz springen kann, folgen unnötige Niederlagen wie in Köln oder Frankfurt.

Platz acht am Ende enttäuschend

Fakt ist, dass die TSG vor allem auch mit Maßnahmen wie der Vertragsverlängerung von Kevin Volland eine mehr als solide Grundlage geschaffen hat, um in der nächsten Saison oben angreifen zu können. 

Es gilt jedoch auch einige Baustellen zu beheben. Im Sturm hat Markus Gisdol noch nicht den erhofften Goalgetter gefunden, der konstant trifft. Neuzugang Adam Szalai (4 Tore) hat lediglich in der Vorrunde getroffen und ist in der Rückserie blass geblieben. Sven Schipplock ist und bleibt ein wichtiger Spieler der TSG, da er für die Mannschaft immer viel arbeitet und seine kampfbetonte Spielweise in vielen Situationen gefragt ist. Doch mit drei Saisontoren ist auch er nicht der Top-Torjäger, den ein Spitzenteam braucht. Anthony Modeste hat zwar insgesamt siebenmal getroffen, jedoch gibt es um den Franzosen immer wieder Wechselgerüchte. Auch der wohl bevorstehende Abgang von Mittelfeldregiesseur Roberto Firmino muss wahrscheinlich kompensiert werden.

TSG-Trainer Markus Gisdol zeigt sich angesichts der schwachen Rückrunde und der verpassten Qualifikation für die Europa League enttäuscht. „Wir sind latent unzufrieden und enttäuscht, weil wir lange an der Europa League geschnuppert, sie nun aber nicht erreicht haben. Deshalb sind wir hier alle selbstkritisch, wir durchleuchten alles“, resümiert der 45-Jährige vor dem Saisonabschluss.

Um im nächsten Jahr eben nicht nur nah dran zu sein, sondern die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb tatsächlich und erstmals in der Vereinsgeschichte zu erreichen, muss sich die TSG punktuell verstärken und die richtigen Reize setzen. Das Potenzial für mehr ist jedenfalls vorhanden.

nwo

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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