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Alfred Schreuder - Trainer der TSG Hoffenheim: Leben, Karriere, Vereine

Alfred Schreuder ist seit Sommer 2019 Trainer der TSG Hoffenheim. Zuvor hat der Niederländer unter anderem bei Ajax Amsterdam als Co-Trainer gearbeitet. Alle Infos zum TSG-Trainer:

  • Seit Juli 2019 trainiert Alfred Schreuder die TSG Hoffenheim
  • Zuvor hat er bei verschiedenen Klubs als Co-Trainer gearbeitet. 
  • Leben, Profilaufbahn, Trainerkarriere - alle Infos zu Alfred Schreuder

Alfred Schreuder ist seit der Saison 2019/20 Trainer der TSG Hoffenheim. Der Niederländer hat bei den Kraichgauern die Nachfolge von Julian Nagelsmann angetreten. Schreuder kennt sich im Kraichgau bestens aus: Von 2015 bis 2018 hat er dort bereits unter Huub Stevens und Nagelsmann als Co-Trainer gearbeitet. Vor seiner Trainerlaufbahn hat Schreuder als Profi bei verschiedenen Klubs in den Niederlanden gespielt. Leben, Karriere, Vereine - alle Infos zu Alfred Schreuder

Alfred Schreuder: Steckbrief und Wiki

Name

Alfred Schreuder

Geburtstag

2. November 1972

Geburtsort

Barneveld (Niederlande)

Größe

1,79 m

Familienstand

verheiratet

Vereine als Spieler

Feyenoord Rotterdam, RKC Waalwijk, NAC Breda, 

FC Twente Enschede, Vitesse Arnheim, SDV Barneveld

Stationen als Trainer

Vitesse Arnheim (Co-Trainer), FC Twente Enschede, 

Ajax Amsterdam (Co-Trainer), TSG Hoffenheim

Alfred Schreuder: Beginn der Profikarriere bei Feyenoord Rotterdam 

Alfred Schreuder ist am 2. November 1972 in Barneveld (Niederlande) geboren. Seine Profilaufbahn beginnt Schreuder in der Saison 1991/92 bei Feyenoord Rotterdam. Für den Klub absolviert er allerdings nur einen Einsatz in der niederländischen Eredivisie. Nachdem er auch in der folgenden Spielzeit bei Feyenoord kaum zum Einsatz gekommen ist, ist der Mittelfeldspieler zum RKC Waalwijk gewechselt und hat dort in 119 Spielen sieben Tore erzielt. 

1997 ist Schreuder zum NAC Breda gewechselt und verbringt dort insgesamt sechs Spielzeiten - eine davon in der zweiten niederländischen Liga. Ab 2003 hat der Defensivspezialist erneut bei Feyenoord gespielt, unterbrochen durch eine Saison (2004/05), in der er zu Waalwijk zurückgekehrt ist. 

Alfred Schreuder: Tochter Anouk stirbt an Folgen eines Hirntumors

In der Saison 2005/06 ist der Niederländer in Rotterdam nur zweimal zum Einsatz gekommen, kurz darauf ist seine Fußballerkarriere durch ein privates Unglück überschattet und unterbrochen worden: Schreuders Tochter Anouk ist schwer erkrankt und ist im März 2006 an den Folgen eines Hirntumors gestorben. 

Der schlimme Schicksalsschlag hat den Niederländer damals aus der Bahn geworfen und beschäftigt ihn noch immer, wie er in einem späteren Interview erklärt. „Auch danach hast du Angst um deine Kinder, dass wieder so etwas passieren kann. Es ist 13 Jahre her, es geht nicht weg, aber man lernt damit zu leben", so Schreuder, dem es als Trainer deshalb auch leichter falle seinen Spielern zu sagen, warum sie nicht spielen: „Wenn du eine Tochter verloren hast - was gibt es Schwierigeres?"

Alfred Schreuder: Wechsel zum FC Twente - Beginn der Trainerausbildung

Nach seiner Rückkehr auf den Fußballplatz hat den früheren Mittelfeldspieler eine Knöchelverletzung zurückgeworfen, sodass er auch in der folgenden Spielzeit bei Feyenoord nur zu fünf Einsätzen gekommen. Im Mai 2007 ist der damals 34-Jährige zum FC Twente gewechselt und hat dort nebenbei seine Trainerausbildung begonnen. 

Zur Saison 2008/09 geht Schreuder zu Vitesse Arnheim und beendet in der Winterpause nach sechs Einsätzen seine aktive Profilaufbahn. Insgesamt hat er 338 Spiele in der Eredivisie und 32 in der zweiten niederländischen Liga absolviert.

Alfred Schreuder: Karriere als Trainer - Erste Anfänge bei Vitesse Arnheim

Nach seinem Karriereende ist Schreuder in Arnheim Co-Trainer von Theo Bos geworden. Im Sommer 2009 geht der ehemalige Profi als einer der Assistenten von Steve McClaren zurück nach Enschede. Unter dessen Nachfolger Michel Preud’homme hat der Klub Schreuders Vertrag bis 2014 verlängert. 

Alfred Schreuder ist von 2014 bis 2015 Trainer bei Twente Enschede gewesen. 

Nach der Europameisterschaft 2012 sollte Schreuder gleichzeitig Co-Trainer von Bert van Marwijk bei der niederländischen Nationalmannschaft werden. Da allerdings Louis van Gaal nach dem schwachen Abschneiden bei der EM neuer Bondscoach geworden ist, hat Schreuder die Stelle abgelehnt. 

Alfred Schreuder wird Trainer beim FC Twente 

Wenig später hat Steve McClaren beim FC Twente seinen Rücktritt erklärt, sodass der Niederländer im Februar 2013 als Interimstrainer eingesprungen ist. Da Schreuder jedoch keine Trainerlizenz für die Eredivisie besessen hat, ist Michel Jansen zur Saison 2013/14 als Trainer verpflichtet worden und der frühere Mittelfeldspieler in die zweite Reihe zurückgetreten. Nach Erwerb der Trainerlizenz ist Schreuder von Juli 2014 bis August 2015 dann doch Chefcoach beim FC Twente geworden.

Alfred Schreuder: Co-Trainer von Julian Nagelsmann bei der TSG Hoffenheim

Ende Oktober 2015 folgt Schreuders Wechsel zur TSG Hoffenheim, um als Co-Trainer von Huub Stevens zu arbeiten. Da Stevens jedoch aufgrund von Herzrhythmusstörungen nur vier Monate später von seinem Posten zurückgetreten ist, hat Schreuder ab Februar 2016 dessen Nachfolger Julian Nagelsmann assistiert. Mit den Kraichgauern hat das Trainergespann am Saisonende erst die Klasse gehalten und im darauffolgenden Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte an den Champions-League-Playoffs teilgenommen. Nachdem man dort am FC Liverpool scheiterte, ist die TSG in der Europa League vertreten gewesen.

Nagelsmann (li.) und Schreuder haben sich auch privat verstanden. 

Anfang Januar 2018 hat Schreuder Hoffenheim verlassen, um als Co-Trainer von Erik ten Hag in seiner Heimat bei Ajax Amsterdam zu arbeiten. Als Teil des Trainerteams gewinnt er mit den Niederländern das Double aus Pokal und Meisterschaft. Zudem erreicht die junge Mannschaft sensationell das Halbfinale der Champions League. Dabei schaltet Ajax unter anderem Real Madrid aus.

Alfred Schreuder wird Trainer der TSG Hoffenheim - Bruder Dick assistiert 

Zur Saison 2019/20 ist Schreuder zur TSG Hoffenheim zurückgekehrt und hat dort die Nachfolge von Nagelsmann als Cheftrainer angetreten. „Ich bin sehr stolz, dass ich nun Trainer der TSG bin. Ich glaube, dass wir bereit sind, wieder eine schöne Geschichte mit Hoffenheim zu schreiben. Davon bin ich überzeugt", so Schreuder bei seiner Vorstellung.

Bei den Kraichgauern hat er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben, zudem steht ihm sein Bruder Dick Schreuder als Assistent zur Seite. Nach einem durchwachsenen Saisonstart folgt eine Siegesserie. Vor der Zwangspause wegen der Corona-Pandemie rangiert die TSG Hoffenheim auf Platz neun und somit im Mittelfeld der Bundesliga.

mab

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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