Zweite startet in die Saison

"Es gibt kein Kanonenfutter"

 
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Die TSG 1899 Hoffenheim II muss im ersten Regionalliga-Spiel gegen Hessen Kassel ran.

Die Fußball-Regionalliga Südwest startet. Die zweite Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim empfängt am Samstag, 2. August, um 14 Uhr den KSV Hessen Kassel im Dietmar-Hopp-Stadion.

Chefcoach der TSG 1899 Hoffenheim II: Marco Wildersinn.

Für Cheftrainer Marco Wildersinn ist es die zweite Saison als TSG-Trainer und die erste, in die er als Chefcoach startet. Mit Marcus Mann steht dem 33-Jährigen ein erfahrener externer Neuzugang zur Verfügung, die anderen Neuen rekrutieren sich aus der eigenen U19, die vor wenigen Wochen erst deutscher Meister wurde. „Da sind viele gute Jungs dabei“, freut sich Wildersinn, der allerdings in der Vorbereitung erst mit Verspätung auf sie zurückgreifen konnte. Zum einen, weil sie durch die verlängerte A-Jugend-Saison länger Urlaub bekamen, zum anderen, weil zum Beispiel Russell Canouse noch ein Turnier mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft in Kalifornien spielte (und gewann) oder weil Talente wie Jesse Weippert, Grischa Prömel und Nico Rieble bei den Profis mittrainierten oder weil ein Benjamin Trümner mit der U19-Nationalmannschaft die EM in Ungarn spielt. 

„Das ist in einer U23 aber völlig normal“, will sich der Coach laut einer Pressemitteilung der TSG über die dezimierte Trainingsgruppe nicht beschweren. Mit Pelle Jensen, Alessandro Abruscia und Rico Wentsch stehen zum Saisonauftakt drei Akteure nicht zur Verfügung, dennoch freuen sich Trainer und Team, dass es endlich losgeht. „Die Qualität ist da und wir haben in der Vorbereitung eine gute Einheit geformt“, so Wildersinn, der Verteidiger Florian Ruck zum Kapitän ernannt hat und auch auf Marcus Mann als Führungsspieler auf der Sechserposition setzt.

Natürlich müsse man abwarten, wie die A-Junioren den Sprung in den „Männerfußball“ hinbekommen, aber auch in diesem Punkt ist der Übungsleiter zuversichtlich.

Hoffe-Profi an der Seite

Mit Andreas Ibertsberger steht ein ehemaliger Hoffe-Profi als Co-Trainer an Wildersinns Seite und darf sich nach den ersten Wochen der Zusammenarbeit über ein positives Zwischenzeugnis freuen. „Andreas hat über Jahre gute Leistungen für die TSG gebracht und wird entsprechend wertgeschätzt. Mit uns als Team läuft es sehr gut, er ist sehr fleißig und will sich immer bestmöglich einbringen.“ Am Samstag geht’s also endlich los. Kassel ist statistisch gesehen ein dankbarer Auftaktgegner, denn zu Hause gab es gegen die Hessen in vier Begegnungen drei Siege und ein Unentschieden. „Wir wollen einfach gut reinkommen, aber das wird kein Selbstläufer. Ich habe Kassel zwei Mal gesehen, sie haben eine gute Mannschaft.“

Vom schwachen Abschneiden im Vorjahr lässt sich Wildersinn nicht blenden. „Sie waren auch in der zurückliegenden Saison ein gutes Team, haben es eben nur nicht auf den Platz gebracht.“ Mit der eigenen Vorbereitung ist der Coach zufrieden, wenn auch die Testspielergebnisse – vor allem das 1:3 zuletzt gegen Neuling Astoria Walldorf – das nicht durchweg widerspiegeln. Immerhin war aber auch ein 2:1 gegen Vorjahresmeister und Drittliga-Aufsteiger Sonnenhof Großaspach dabei. Die Liga schätzt Wildersinn generell als stärker ein als im Vorjahr. „Die Aufsteiger werden alle eine gute Rolle spielen, Kanonenfutter gibt es nicht.“ 

Zu den Favoriten zählt der Trainer Saarbrücken und Elversberg, wobei natürlich abzuwarten sei, wie die beiden Drittliga-Absteiger in die Spur kommen. 

Eigene Ziele? „Wir wollen natürlich nicht noch einmal eine Zittersaison wie die letzte durchmachen, haben aber auch kein erklärtes Ziel, das wir offensiv hinausposaunen. Wenn nächstes Jahr fünf Jungs aus dem aktuellen Kader im Profi-Kader stehen, haben wir viel richtig gemacht.“ 

pm

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