1. Teil

10 Jahre Bundesliga: Was wurde aus den ehemaligen Hoffenheimern?

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(v.l.n.r.) Carlos Eduardo, Chinedu Obasi und Demba Ba im Trikot der TSG 1899 Hoffenheim. 

Zuzenhausen – In unserer Serie „Was wurde aus...?“ blicken wir auf 10 Jahre Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga zurück und klären die Frage, was Carlos Eduardo und Co. heute machen.

Im Sommer 2018 feiert die TSG 1899 Hoffenheim ihr zehnjähriges Bundesliga-Jubiläum! 

In dieser Zeit sind viele Spieler gekommen und gegangen. In unserer zwölfteiligen Serie „Was wurde aus...?“ schauen wir, was aus den Tops und Flops der TSG-Geschichte geworden ist. 

Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit dem Offensiv-Trio Chinedu Obasi, Carlos Eduardo und Demba Ba, die allesamt im Sommer 2007 zur TSG gewechselt sind.

Chinedu Obasi (31)

„This is Hoffenheim?“, hat sich Chindeu Obasi gewundert, als er im Sommer 2007 zum ersten Mal durch Hoffenheim gefahren ist. Trotzdem hat sich der Nigerianer, der zuvor in Oslo gespielt hat, auf Anhieb im Kraichgau durchgesetzt und hat gleich in seiner ersten TSG-Saison in der 2. Bundesliga zwölf Tore geschossen und acht Treffer vorbereitet.

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Chinedu Obasi im Trikot der TSG.

Auch im Oberhaus lief es für Obasi zunächst prächtig. Der Flügelspieler ist aus dem Team von Ralf Rangnick nicht wegzudenken gewesen. Nach und nach hat er allerdings auch mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen gehabt. So hat der Nigerianer in der Saison 2010/11 nur noch fünf Bundesliga-Spiele absolvieren können. Im Januar 2012 hat er dann die TSG verlassen und ist zum FC Schalke 04 gewechselt.

Das Verletzungspech blieb Obasi aber auch in den kommenden Jahren treu, an die starke Anfangszeit bei der TSG konnte er nicht mehr anknüpfen. Nach seiner Zeit auf Schalke ist er zunächst sogar ein Jahr ohne Verein gewesen. Im August 2016 ist der ehemalige Hoffenheimer dann zum schwedischen Klub AIK Solna gewechselt. Nach einem Intermezzo in China spielt der inzwischen 31-Jährige seit Sommer 2017 wieder für Solna.

Update: Inzwischen ist Obasi zum englischen Zweitligisten Bolton Wanderers gewechselt.

Carlos Eduardo (30)

Carlos Eduardo spielte bis Sommer 2010 für die TSG Hoffenheim.

Mit einer Ablösesumme von rund acht Millionen Euro ist Carlos Eduardo 2007 der damals teuerste Zweitliga-Transfer aller Zeiten gewesen. Der quirlige Mittelfeldspieler, der sechs Länderspiele für die Seleção absolviert hat, ist vom brasilianischen Klub Gremio Porto Alegre in den Kraichgau gewechselt. Eduardo ist im offensiven Mittelfeld der Denker und Lenker gewesen und hat in 90 Pflichtspielen 19 Tore erzielt und 22 Treffer vorgelegt.

Für 20 Millionen Euro ist der Brasilianer im August 2010 nach Russland zu Rubin Kazan gewechselt. Finanziell ist der Wechsel zwar lukrativ gewesen, sportlich ist es für ihn allerdings alles andere als gut gelaufen. Nach mehreren Leihen hat Eduardo Russland endgültig verlassen und ist nach Brasilien zurückgekehrt. 

Im Januar 2016 hat es Gerüchte um eine Rückkehr zur TSG gegeben, doch zu einem Wechsel ist es letztlich nicht gekommen. Seit der Saison 2016/17 spielt der 30-Jährige für den brasilianischen Erstligisten EC Vitoria, an seine Form zu Hoffenheimer Zeiten ist allerdings auch er bis jetzt nicht mehr rangekommen.

Demba Ba (32)

Demba Ba bejubelt einen seiner 40 Tore im TSG-Dress.

Ähnlich wie Eduardo und Obasi ist auch Demba Ba bei der TSG sofort eingeschlagen. 40 Tore in 106 Pflichtspielen sprechen eine klare Sprache. Der Abschied von der TSG verlief im Januar 2011 allerdings alles andere als harmonisch. Der gebürtige Franzose hat sich geweigert, mit der Mannschaft ins Trainingslager zu fahren. Nach turbulenten Wochen ist der umstrittene Stürmer dann zu West Ham United gewechselt.

Auch in der Premier League hat er seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Nach zwei erfolgreichen Jahren bei Newcastle United folgte 2013 der Wechsel zum FC Chelsea London. Mit dem Hauptstadt-Klub hat er auch sein Debüt in der Champions League gefeiert. 

Ba wurde immer mehr zum Wandervogel. Über die Station Besiktas Istanbul ist er schließlich nach China gewechselt. Nach einer kurzen Rückkehr in die Türkei spielt er seit Sommer 2017 wieder für Shenhua. Im Juli 2016 ist Ba weltweit in den Schlagzeilen gewesen, als er sich bei einem Spiel in der Chinese Super League das Bein gebrochen hat.

nwo

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