Flüchtlingsprojekt ‚Heimstärke‘

„Sprache des Fußballs“ als Integrationshelfer

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Nach der Trainingseinheit gibt‘s noch ein Gruppenfoto.

Walldorf – Am Mittwoch hat sich in Walldorf das Flüchtlingsprojekt ‚Heimstärke‘ vorgestellt. Warum dieses Projekt über den Sport hinaus die Integration fördern soll:

Fünf Partner, eine Idee! Das ist ‚Heimstärke‘, ein Fußballprojekt für Geflüchtete. 

Initiiert von der SAP haben „Anpfiff ins Leben“, der SV Sandhausen, die TSG Hoffenheim und der FC-Astoria Walldorf am Mittwoch das Konzept hinter ‚Heimstärke‘ vorgestellt. Die Kooperation zwischen drei Vereinen aus drei Ligen ist dabei bundesweit einmalig.

Unter dem Motto „Wie Flüchtlinge spielend Deutsch lernen“ geht es darum mithilfe von Sport zur Integration von Flüchtlingen beizutragen

An den StandortenWalldorf und Sandhausen findet seit Anfang April jede Woche in Zusammenarbeit mit dem Asylarbeitskreis in Walldorf, Wiesloch und Leimen ein Fußballtraining mit jeweils 16 Geflüchteten statt. Ab Mai wird das Training dann auch am dritten Standort Hoffenheim gestartet.

Einmalige Kooperation

Im Vordergrund steht dabei aber nicht nur der Fußball. Vor jeder Trainingseinheit gibt es für die Flüchtlinge einen 30-45-minütigen Deutschkurs, bei dem es um Fußballbegriffe geht. Am Mittwoch hat es beim Unterricht in Walldorf prominenten Besuch gegeben. Die Fußball-Profis Manuel Stiefler (SV Sandhausen), Jens Grahl (TSG Hoffenheim) sowie Nicolai Gross (Astoria Walldorf) haben es sich nicht nehmen lassen und haben bei der Vorstellung des Projekts vorbeigeschaut. 

Fotos: Projekt ‚Heimstärke‘ stellt sich vor

Als gemeinsam Fußballbegriffe wie Eckball, Freistoß oder Abseits erklärt werden, wird klar, welche Intention hinter dem Projekt steckt. Über den spielerischen Ansatz sollen sich die Flüchtlinge mit der Sprache vertraut machen. Neben dem Lerneffekt steht dabei auch der Spaß und die Ablenkung vom tristen Alltag in den Unterkünften im Mittelpunkt. 

Sprache, Sport, Soziale Kontakte

Wie Projektleiter Roman Frackenpohl betont, geht es aber auch darum neue soziale Kontakte zu knüpfen. Beim Training kommen die Flüchtlinge, die aus Afghanistan, Eritrea, Gambia, Irak, Iran und Syrien kommen, nämlich auch mit Menschen aus der Region in Kontakt. Im Rahmen des ‚Corporate Volunteering‘ stellt SAP zahlreiche Freiwillige, die sich bei dem Projekt engagieren.

„Fußball verbindet Kulturen und Nationen, überwindet Grenzen und Barrieren. Als Fußballclub unterstützen wir das gemeinsame Projekt Heimstärke sehr gerne, weil wir überzeugt sind, dass Flüchtlinge die Integration in unserer Region damit noch leichter gelingt. Die übergreifende „Sprache des Fußballs“ ermöglicht es, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen, gesellschaftliche Normen und kulturelle Werte zu vermitteln sowie die deutsche Sprache spielend nebenbei zu erlernen“, erläutert SVS-Geschäftsführer Otmar Schork.

HEIDELBERG24 meint: Projekte wie ‚Heimstärke‘ oder auch die Weltliga, die wir bereits im vergangenen Jahr bereits vorgestellt haben, sind bei der Integration von Flüchtlingen von enormer Bedeutung. Schließlich kann Sport auch die unterschiedlichsten Kulturen miteinander verbinden.

Fußball-Turnier für Flüchtlinge - so geht Integration!

nwo

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