Stimmen zur Niederlage gegen Düsseldorf

Nach Power-Start geht dem SVS die Luft aus

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SVS-Coach Kenan Kocak ärgert sich über die Niederlage.

Sandhausen – Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit schenkt der SV Sandhausen den Sieg gegen Fortuna Düsseldorf leichtfertig her. Was die Beteiligten zur ersten Saison-Niederlage sagen:

Stark begonnen, stark nachgelassen! So lässt sich die 1:2-Niederlage des SV Sandhausen gegen Fortuna Düsseldorf umschreiben. 

Fotos von der Heim-Niederlage gegen Düsseldorf

Lucas Höler (22.) hat die gute Anfangsphase mit seinem Treffer zum 1:0 gekrönt. Nach dem Seitenwechsel haben die von Friedhelm Funkel trainierten Rheinländer die Nachlässigkeiten der Badener ausgenutzt und haben schließlich durch die Tore Ihlas Bebou (51.) und Rouwen Hennings (90.) die drei Punkte eingefahren.

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„Wir haben in den ersten 35 Minuten ein richtig starkes Spiel abgeliefert und haben es versäumt, das 2:0 nachzulegen. Danach haben wir - warum auch immer - den Faden verloren. Das müssen wir intern besprechen“, sagt SVS-Coach Kenan Kocak nach der Partie. 

Der 36-Jährige hat bereits früh seine Wechseloptionen gezogen. Der Grund: „Wir haben heute vorne drin Spieler gehabt, die Luft für maximal 55, 60 Minuten hatten - wenn überhaupt! An diesen Punkten müssen wir arbeiten. Wir müssen die länderspielfreie Woche nutzen, damit der ein oder andere Spieler sein konditionelles Defizit aufholt.

„Wir haben überragende 30 Minuten gespielt und hatten das Spiel total im Griff. Danach hatten wir einen Abbruch, was vielleicht auch den Temperaturen geschuldet war“, meint SVS-Geschäftsführer Sport Otmar Schork. Die Spieler sehen dies indes anders. „Ich glaube es hat nichts mit der Kraft zu tun“, sagt beispielsweise Innenverteidiger Tim Kister„Daran hat es nicht gelegen. Wir haben auch die letzten Spiele über 90 Minuten Vollgas gegeben“, stimmt Lucas Höler, Torschütze zum 1:0, zu.

Tabellenführung verpasst

Mit einem Sieg wäre der SVS als Tabellenführer in die anstehende Länderspielpause gegangen. „Das wäre schön gewesen, wir müssen aber weiter auf dem Boden bleiben“, betont Kister. „Wir sind enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Wir müssen aber auch mal die Kirche im Dorf lassen und dürfen uns nicht mit Düsseldorf vergleichen. Ich hätte mir trotzdem mehr erhofft“, erklärt Kocak. 

Für Präsident Jürgen Machmeier gelten die Rheinländer als Aufstiegsfavorit. „Wenn Düsseldorf nicht aufsteigt, ist das so, wie wenn Bayern München nicht Meister wird“, sagt Machmeier und fügt mit Blick auf die Situation des SVS hinzu: „Was wir in der ersten Halbzeit abgeliefert haben, war richtig gut. Wenn wir weiterhin so auftreten, mache ich mir keine Sorgen.“

Keine weiteren Neuzugänge

„Ich schätze ihn ja, weil er hier fantastische Arbeit macht. Aber das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. Wir müssen demütig bleiben. Ich weiß, wie schnell es im Fußball gehen kann“, antwortet Düsseldorf-Coach Friedhelm Funkel angesprochen auf den Vergleich Machmeiers.

Personell werden die Sandhäuser bis zum Ende der Transferperiode am 31. August nicht mehr nachlegen, wie Otmar Schork bestätigt: „Da wir ja noch drei Neuverpflichtungen getätigt haben, werden wir auf gar keinen Fall noch jemanden holen. Es kann aber durchaus sein, dass der ein oder andere Spieler ausgeliehen oder verkauft wird.“

>>> Der Spielbericht

>>> Der Ticker zum Nachlesen

SV Sandhausen – Fortuna Düsseldorf 1:2 (1:0) (BWT-Stadion am Hardtwald)

SV Sandhausen: Schuhen - Klingmann , Kister , Knipping , Paqarada - Karl (71. Förster), Linsmayer - Daghfous , Derstroff (56. Wright) - Zejnullahu (54. Zenga) - Höler

Fortuna Düsseldorf: Wolf - Ayhan , Hoffmann , Gießelmann - J. Zimmer , Schmitz (46. Lovren) - Bodzek - Neuhaus (74. Hennings), Sobottka - Bebou (90. Bormuth) , Kujovic

Tore: 1:0 Höler (22.), 1:1 Bebou (51.), 1:2 Hennings (90.)

Zuschauer: 6.769

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen)

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nwo

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