Nach Sieg gegen Kiel

„Ich bin nicht zufrieden!“ Machmeier hadert trotz Platz 5

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SVS-Präsident Jürgen Machmeier ist trotz Platz fünf nicht zufrieden. (Archivfoto)

Sandhausen – Auch wenn der SV Sandhausen durch den Sieg gegen Holstein Kiel auf Rang fünf überwintert, ist Präsident Jürgen Machmeier nicht zufrieden. Der Grund:

3. Advent, 3 Tore, 3 Punkte! Für den SV Sandhausen ist es am Sonntag ein versöhnlicher Jahresabschluss gewesen.

Vor 4.829 Zuschauern haben die Kurpfälzer im BWT-Stadion am Hardtwald einen 3:1-Sieg gegen Herbstmeister Holstein Kiel gefeiert

„Wir haben den Kampf angenommen und haben uns belohnt. Dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte, hat mich natürlich sehr gefreut“, sagt Linksverteidiger Leart Paqarada, der den SVS mit einem sehenswerten Freistoß in der 58. Minute in Führung gebracht hat. 

Zuvor haben sich die Gastgeber schwer getan. Die Kieler haben vor allem in der ersten Halbzeit angedeutet, was für ein Potenzial in ihnen steckt. „Der Sieg fällt vielleicht ein Tor zu hoch aus, weil Kiel das in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht hat“, sagt SVS-Präsident Jürgen Machmeier.

Nach dem dritten Saisontor von Paqarada hat Sandhausen nachgelegt. Lucas Höler (61.) vom Elfmeterpunkt und Richard Sukuta-Pasu (71.) haben mit ihren Treffern für die Vorentscheidung gesorgt. Das Team von Markus Anfang hat trotz eines engagierten Auftritts letztlich nur noch verkürzen können (>>> Der Spielbericht).

Fotos vom SVS-Sieg gegen Kiel 

Durch den zweiten Heimsieg innerhalb einer Woche überwintert der SVS auf einem ordentlichen fünften Tabellenplatz. Dennoch äußert Präsident Machmeier nach dem letzten Spiel im Jahr 2017 seinen Unmut. „Heute waren wir gierig. Das hat uns in einigen Spielen in der Hinrunde gefehlt. Ich bin nicht zufrieden, weil wir vier bis sechs Punkte hergeschenkt haben“, betont der 56-Jährige.

Machmeier kündigt Gespräche an

SVS-Coach Kenan Kocak zieht hingegen ein positiveres Fazit. „Das ist die Meinung unseres Präsidenten. Wir können zufrieden sein. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Mannschaft da steht, wo sie aktuell steht. Natürlich haben wir Punkte liegen gelassen und es war nicht alles super. Wir sollten aber bescheiden und demütig bleiben und sollten die Situation genießen ohne zu euphorisch zu werden“, erklärt der 35-Jährige, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft.

In einem gemeinsamen Gespräch wollen die SVS-Verantwortlichen in der kommenden Woche die aktuelle Situation analysieren. „Wir werden uns zusammensetzen und darüber nachdenken, wie die Zielsetzung aussehen muss. Wir werden das halbe Jahr analyiseren und dann sehen wir weiter“, sagt Machmeier auch mit Blick auf die anstehenden Vertragsgespräche mit Kenan Kocak. „Wir werden eine Lösung finden.“

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Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

nwo

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