1. Mannheim24
  2. Sport
  3. SV Sandhausen

Kommentar zur Koschinat-Trennung: Mutig - aber konsequent

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nils Wollenschläger

Kommentare

Uwe Koschinat ist nicht mehr Trainer des SV Sandhausen (Archivfoto).
Uwe Koschinat ist nicht mehr Trainer des SV Sandhausen (Archivfoto). © Ronald Wittek/dpa

Sandhausen - Der SV Sandhausen beendet nach zwei Jahren überraschend die Zusammenarbeit mit Trainer Uwe Koschinat. Ein mutiger, aber auch konsequenter Schritt:

Beide Seiten haben das Gefühl, dass der gemeinsam eingeschlagene Weg noch nicht zu Ende ist und erfolgreich fortgesetzt werden kann“, hat Jürgen Machmeier, Präsident des SV Sandhausen, Ende Dezember 2019 über die Zusammenarbeit mit Trainer Uwe Koschinat gesagt. Damals haben die Sandhäuser den Vertrag mit dem Fußball-Lehrer gerade bis 2022 verlängert. Elf Monate später gehen der SV Sandhausen und Uwe Koschinat getrennte Wege.

Am Dienstag gibt der Zweitligist bekannt, dass Koschinat mit sofortiger Wirkung freigestellt worden ist. „Eine solche Entscheidung zu treffen, ist immer eine persönliche Tragödie. Leider war diese jedoch aufgrund der derzeitigen sportlichen Entwicklung alternativlos“, begründet Machmeier den Schritt.

SV Sandhausen trennt sich von Trainer Uwe Koschinat

Der Zeitpunkt der Trennung zeigt eines ganz klar: Die Ansprüche am Hardtwald sind gestiegen - Platz 15 nach acht Spieltagen ist zu wenig. Vor der Saison hat die sportliche Führung um Uwe Koschinat einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Entsprechend ist auch die Transferpolitik ausgelegt worden.

Die prominenten Neuzugänge Diego Contento, Alexander Esswein und Daniel Keita-Ruel sind allerdings bisher allesamt hinter ihren Erwartungen geblieben. Bei der 0:1-Niederlage am Samstag in Düsseldorf steht kein einziger Neuzugang in der Startelf des SVS.

SV Sandhausen: Starke Leistungsschwankungen kosten Uwe Koschinat den Job

Keine Frage: Nach fünf Spielen ohne Sieg richtet sich der Fokus der Kritik auch auf Trainer Uwe Koschinat - zumal die teilweise deutlichen Leistungsschwankungen nicht von der Hand zu weisen sind. Dass die SVS-Bosse nun aber derart schnell die Reißleine ziehen, kommt dennoch überraschend. Mit Aue und Würzburg stehen nun nämlich auch zwei echte Schlüsselspiele an, die vorgeben werden, in welche Richtung sich die Saison des SVS entwickelt.

Uwe Koschinat ist nicht mehr Trainer des SV Sandhausen.
Uwe Koschinat muss den SV Sandhausen verlassen. © Uli Deck/dpa

In den etwas mehr als zwei Jahren am Hardtwald hat Uwe Koschinat bewiesen, dass er zum SV Sandhausen passt. Der Wahl-Kölner hat sich mit dem SVS identifiziert und hat auch immer die Nähe zu den Fans gesucht. Ein Aspekt, der bei einem kleinen Verein wie Sandhausen durchaus nicht zu vernachlässigen ist.

SV Sandhausen: Wer wird Nachfolger von Trainer Uwe Koschinat?

Sportlich hat Koschinat mit dem SVS einige Negativserien erfolgreich gemeistert, unter dem Strich steht das zweimalige Erreichen des Klassenerhalts, wodurch schließlich die gestiegenen Ansprüche resultiert sind. In seine Amtszeit fallen unter anderem die aus SVS-Sicht historischen Siege gegen den VfB Stuttgart und den Hamburger SV.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass der SV Sandhausen seinen „neuen Weg“ konsequent gehen will. Entsprechend groß ist nun aber auch der Druck, der auf den Schultern der Verantwortlichen lastet, den passenden Nachfolger für Uwe Koschinat zu präsentieren. (nwo)

Auch interessant

Kommentare