SVS in der Krise

SV Sandhausen: Trainer Michael Schiele vor dem Aus? Kabaca vermeidet Bekenntnis

SVS-Sportchef Mikayil Kabaca hat ein klares Bekenntnis zu Trainer Michael Schiele vermieden.
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SVS-Sportchef Mikayil Kabaca hat ein klares Bekenntnis zu Trainer Michael Schiele vermieden.

Der SV Sandhausen findet nicht aus der Krise. Nach der Niederlage gegen den Karlsruher SC wächst die Kritik an Trainer Michael Schiele. Das sagt Sportchef Mikayil Kabaca:

Update vom 15. Februar: Bleibt Michael Schiele trotz der aktuellen Krise Trainer des SV Sandhausen? Zwei Tage nach der 2:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC hat SVS-Sportchef Mikayil Kabaca ein klares Bekenntnis zum 42-Jährigen vermieden. „Wir befinden uns immer noch in der Analyse dieser und der vorangegangenen Partien. Es kann jederzeit passieren, dass wir zu einem Ergebnis kommen. Ich möchte mich nicht festlegen, denn es wäre falsch, sich nicht mit allen Wegen auseinanderzusetzen“, sagt Kabaca am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Schiele hat den Tabellen-16. Ende November übernommen. Seither stehen in der Liga drei Siege, ein Remis und neun Niederlagen zu Buche.

SV Sandhausen: Krise immer schlimmer - Direkte Rettung rückt in weite Ferne

Erstmeldung: Gegensätzlicher hätten die Reaktionen nach dem Baden-Derby am Samstag nicht sein können. Während der Karlsruher SC seine starke Serie ausbaut und oben mitspielt, muss der SV Sandhausen den nächsten bitteren Nackenschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga wegstecken. „Ihr braucht einen langen Atem. Den werdet ihr aber auch haben“, richtet KSC-Trainer Christian Eichner aufbauende Worte in Richtung SVS. In der vergangenen Saison hat sich der KSC erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert.

Die Hoffnung auf den Verbleib in der 2. Bundesliga ist am Hardtwald aktuell allerdings kaum greifbar. Die 2:3-Niederlage gegen Karlsruhe zeigt ziemlich gut, warum sich die Sandhäuser nicht aus ihrer Misere befreien können. Anstatt die komfortable 2:0-Pausenführung auszubauen, bricht die Elf von Trainer Michael Schiele - nicht zum ersten Mal in dieser Saison - nach dem Seitenwechsel ein.

Die zweite Halbzeit ist unbrauchbar gewesen. Wir haben nicht mit der Power weitergespielt, die wir in der ersten Halbzeit gehabt haben“, sagt Schiele nach der bitteren Heimniederlage. Angesichts der ernsten Lage, in der sich der SV Sandhausen befindet, ist der Auftritt in Halbzeit zwei kaum zu erklären. Zwar hat Schiele bereits vor dem KSC-Spiel betont, dass es noch viele Partien gibt, um das Ruder rumzureißen. Fakt ist allerdings: Das rettende Ufer gerät durch die Ergebnisse der vergangenen Wochen in immer weitere Ferne. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, bleibt lediglich das Ziel, Relegationsplatz 16 zu erreichen.

SV Sandhausen: Machmeier hinterfragt Mannschaft

Gute Leistungen wie beispielsweise gegen Heidenheim kann die Mannschaft vom Hardtwald nicht über mehrere Spiele bestätigen. Eine gewisse Konstanz, die im Abstiegskampf unerlässlich ist, sieht definitiv anders aus „So langsam muss sich die Mannschaft hinterfragen. Wir zeigen in vielen Spielen in der 1. Halbzeit, was wir können. In der 2. Halbzeit sind wir vielleicht einfach zufrieden, mit dem was wir gezeigt haben“, analysiert SVS-Präsident Jürgen Machmeier, der zugleich den Blick auf das Paderborn-Spiel am kommenden Spieltag lenkt.

SVS-Präsident Jürgen Machmeier spricht über die aktuelle Situation. (Archivfoto)

Wir müssen weitermachen. Am 21. Spieltag ist noch keiner abgestiegen, aber wir müssen schon gucken, dass wir in der Woche jetzt wieder zusammenfinden und alles reinhauen, um in Paderborn um Punkte spielen zu können.

SV Sandhausen: Kommt es zu einem erneuten Trainer-Wechsel?

Viele Fans sprechen sich in den sozialen Netzwerken für einen erneuten Trainerwechsel aus. So macht unter der anderem der Name des Ex-Sandhausen-Trainers Alois Schwartz die Runde.

Michael Schiele ist im November die Nachfolge von Uwe Koschinat angetreten.

Die Winter-Transfers und die Verpflichtung des neuen Co-Trainer Matthias Lust weisen darauf hin, dass Schiele den Rückhalt von den Verantwortlichen genießt. Wie lange diese Geduld jedoch anhält, bleibt abzuwarten. Die Lage in der neunten Zweitliga-Saison des SV Sandhausen ist jedenfalls so prekär wie nie. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V

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