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SV Sandhausen muss punkten: Schafft Trainer Michael Schiele die Wende?

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Von: Nils Wollenschläger

Der Druck auf Sandhausen-Trainer Michael Schiele wächst.
Der Druck auf Sandhausen-Trainer Michael Schiele wächst. © Uwe Anspach/dpa

Sandhausen - Die Situation im Abstiegskampf wird für den SV Sandhausen immer prekärer. Durch die letzten Ergebnisse wächst auch der Druck auf Trainer Michael Schiele:

Der SV Sandhausen befindet sich in der sportlich schwierigsten Phase seit vielen Jahren. Nach 14 Spieltagen steht der Klub vom Hardtwald auf Rang 16. Ein Blick auf die Statistik zeigt, wie ernst die Lage ist. Die Sandhäuser haben die drittschlechteste Defensive (31 Gegentore) und die schlechteste Offensive (12 Tore) der 2. Bundesliga.

SV Sandhausen in der Krise: Trainereffekt bereits verpufft

Der Effekt, den sich die SVS-Verantwortlichen nach der Entlassung von Uwe Koschinat erhofft haben, ist bereits verpufft. Die Bilanz von Neu-Trainer Michael Schiele ist auch nach dem Jahresauftakt in Hannover vernichtend. Gegen die Niedersachsen kassiert Sandhausen bereits die vierte Niederlage in Folge. Das Torverhältnis in jenem Zeitraum ist mit 0:13 ein Spiegelbild der gebotenen Leistungen. Lediglich beim Tabellenletzten Würzburger Kickers hat Schiele einen Sieg mit Sandhausen feiern können.

Vor der Saison hat man sich ambitionierte Ziele gesetzt und wollte um eine Platzierung im Tabellenmittelfeld spielen. Dass der SVS nun doch gegen den Abstieg kämpfen muss, ist mit Blick auf die vergangenen Jahre, zunächst keine außergewöhnliche Situation. Anlass zur Sorge gibt allerdings der Punkt, dass die Sandhäuser aktuell die Grundtugenden, die den Verein immer ausgezeichnet haben, vermissen lassen.

SV Sandhausen: Defizite werden offensichtlich - Diekmeier und Co. gefordert

Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive gibt es wie bereits erwähnt Defizite. Auch die läuferische Leistung lässt zu wünschen übrig. Ein Problem bringt in diesem Jahr zudem die Kaderzusammenstellung mit sich. Vermeintliche Top-Einkäufe wie Diego Contento oder Alexander Esswein bleiben bisher deutlich hinter den Erwartungen und wirken im SVS-Spiel oftmals wie Fremdkörper. Zudem hat es intern Unruhe gegeben. Torhüter Martin Fraisl hat den SVS nach einem Kabinen-Eklat inzwischen verlassen.

Wie kommt der SV Sandhausen nun aus der Krise? Fakt ist: Die Spieler müssen den Abstiegskampf auch mental voll annehmen. Die Mannschaft ist es aus den letzten Jahren gewohnt, kritische Situationen zu meistern. Routinierte Spieler wie Kapitän Dennis Diekmeier, Denis Linsmayer und Tim Kister können hier auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen und müssen vorangehen. Trotz aller negativen Ergebnisse: Aussichtslos ist die Situation für die Sandhäuser in der 2. Bundesliga nicht. Mit St. Pauli, Eintracht Braunschweig und womöglich noch Schlusslicht Würzburg kämpfen vier Mannschaften um Platz 15.

SV Sandhausen: Schafft Michael Schiele die Wende? Am Freitag kommt Heidenheim

Michael Schiele ist wahrlich nicht zu beneiden. Der neue Trainer hat lediglich wenige Tage zwischen den Jahren gehabt, um die Mannschaft auf die restliche Saison vorzubereiten. Eine schrittweise Weiterentwicklung ist unter dem Koschinat-Nachfolger allerdings auch nicht zu erkennen. Ob Schiele der Rolle als „Feuerwehrmann“ gewachsen ist, wird sich schon in den kommenden Spielen gegen Heidenheim (Freitag, 8. Januar/live im HEIDELBERG24-Ticker) und Regensburg zeigen. Denn auch wenn die Rückrunde noch nicht begonnen hat, hat Sandhausen keine Zeit zu verlieren und muss dringend punkten. (nwo) Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V

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