SVS-Geschäftsführer

Otmar Schork erklärt den Kocak-Deal

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SVS-Geschäftsführer Schork erklärt die Verpflichtung von Kenan Kocak.

Sandhausen – Das Trainerkarussell dreht sich zurzeit schneller denn je. Auch der Wechsel von Kenan Kocak vom SV Waldhof zum SVS wirft Fragen auf. Otmar Schork bezieht Stellung:

Am Ende ist dann alles ganz schnell gegangen!

Nachdem SVS-Geschäftsführer Otmar Schork am Donnerstag, 30. Juni, erstmals das Gespräch mit Kenan Kocak (35) bzw. SVW-Sportvorstand Klaus Hafner gesucht hat, haben sich die beiden Parteien am Sonntag über den Wechsel geeignet.

Bei der Präsentation von Kenan Kocak betont Schork, dass die Verhandlungen „reibungslos“ abgelaufen sind und lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Regionalligisten.  

So lief der erste Tag von Kenan Kocak als SVS-Coach

Der Geschäftsführer legt großen Wert darauf, dass die Sandhäuser das Werben um Kocak sofort eingestellt hätten, wenn die Mannheimer die Verhandlungen untersagt hätten. Doch aufgrund der Kooperationsbereitschaft und der Tatsache, dass der SVW seinem Erfolgscoach „keine Steine in den Weg“ legen wollte, wurde der Deal letztlich konkreter.

Der 58-Jährige spricht von insgesamt drei Trainer-Kandidaten, die der SVS ins Auge gefasst hatte. Auch eine interne Lösung mit Gerhard Kleppinger und Kristjan Glibo ist ein Thema gewesen. Nachdem Kocak Bereitschaft gezeigt hat, „haben sich die anderen Option erübrigt“. 

Zeitpunkt ähnlich ungünstig wie bei Schwartz

Als Alois Schwartz (49) einen Tag vor dem Trainingsauftakt seinen Wechsel zum 1. FC Nürnberg bekannt gegeben hat, haben sich die SVS-Verantwortlichen „überrascht und enttäuscht“ gezeigt. „Vor allem der Zeitpunkt seines Wechsels ist fatal“, hat Schork damals erklärt.

Dass die Badener nun zu einem ähnlich ungünstigen Zeitpunkt den Trainer eines Vereins, der sich auch mitten in der Saisonvorbereitung befindet, verpflichtet, wirft natürlich Fragen auf. 

Keine Frage: Otmar Schork erklärt glaubwürdig, dass die Verhandlungen mit dem SV Waldhof stets fair abgelaufen sind und dass die Bereitschaft der Quadratestädter überhaupt erst die Grundlage für die Verpflichtung gewesen ist. Außerdem sollen die Mannheimer rund 200.000 Euro Ablöse kassieren.

Andererseits ist ein gewisser Beigeschmack nicht von der Hand zu weisen, da der Zeitpunkt eben ähnlich wie bei Alois Schwartz sehr ungünstig ist, da die Personalplanungen am Alsenweg auf Hochtouren laufen. Zudem hat Kocak noch vor wenigen Tagen sich mit der Vertragsverlängerung bis 2019 klar zu den Blau-Schwarzen bekannt.

„Ich kann die Leute teilweise schon verstehen, allerdings ist Fußball ein schnelllebiges Geschäft. Ich hatte beim SV Waldhof drei tolle Jahre, die mir keiner nehmen kann. Ich werde den Waldhof immer in mir haben“, sagt Kenan Kocak angesprochen auf die Verärgerung einiger Fans.

Unterm Strich machen die vielen Trainerwechsel in diesem Jahr abermals deutlich, dass auch der Trainermarkt eine neue Dimension erreicht hat, in der Verträge erheblich an Wert verlieren.

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nwo

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