Interview mit Abteilungsleiter Jonas Stratmann

Mehr als nur Zocken! Das steckt hinter dem E-Sport-Konzept des SVS

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E-Sport-Abteilungsleiter Jonas Stratmann im BWT-Stadion am Hardtwald.

Sandhausen - Der SV Sandhausen ist nun auch ins E-Sport-Geschäft eingestiegen. HEIDELBERG24 hat mit Abteilungsleiter Jonas Stratmann über das Projekt gesprochen: 

Am Mittwoch (12. September) hat der SV Sandhausen zum ersten offenen E-Sport-Training geladen. Zahlreiche Hobbygamer sind dem Ruf gefolgt und haben im eigens eröffneten Trainingsraum („Gaming-Room“) im BWT-Stadion am Hardtwald ihre Zocker-Qualitäten an der Konsole unter Beweis gestellt.  

Neben Bundesliga-Klubs wie Wolfsburg, Schalke 04 oder auch RB Leipzig wagt nun auch der SV Sandhausen den Schritt in den virtuellen Wettbewerb. Gemeinsam mit der E-Sport-Abteilung des TSV Oftersheim hat der Zweitligist ein Team gegründet

„Für uns ist das eine logische Zusammenarbeit und ein absoluter Gewinn“, sagt Jonas Stratmann, der die E-Sport-Abteilung des SVS leiten wird, im Interview mit HEIDELBERG24. Zwar besteht das E-Sport-Team des SVS aus drei professionellen Spielern, die deutschlandweit an Turnieren teilnehmen, doch im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen verfolgen die Sandhäuser den Ansatz, dass auch Hobbyspieler aktiv werden können.

Wir haben jetzt noch vier Mal ein öffentliches Training. Im Anschluss daran wird es für interessierte Gamer aus der Region noch zahlreiche Spielnachmittage - oder Abende geben. Jeder Spieler kann sich über das regelmäßig Training für den Akademie-Bereich qualifizieren und sich darüber dann vielleicht den Weg in den Profibereich erkämpfen", so Stratmann. 

Kritik von Hoeneß und Grindel

E-Sport löst jedoch nicht überall positive Reaktionen aus. Bayern-Präsident Uli Hoeneß betitelt den Gaming-Sport als „kompletten Schwachsinn" , DFB-Präsident Reinhardt Grindel bezeichnet den virtuellen Wettkampf gar als „Verarmung".  

An der Kritik von Hoeneß und Grindel merkt man, dass E-Sport auch eine Generationsfrage ist", ärgert sich Stratmann. Der frühere E-Sport-Nationalspieler hat maßgeblichen Anteil daran, dass der SVS nun auch ins erfolgreiche Gaming-Geschäft mit einsteigt: „Vor drei Wochen ist die Kooperation gestartet, dadurch haben sich für uns ganz neue Welten eröffnet. Wir haben einen neuen Gaming-Raum hier im Stadion, was eine tolle Möglichkeit ist den Sport hier zu trainieren - wie in einem richtigen Sportverein.“  

Das Konzept ist darauf ausgelegt, den E-Sport als Breiten-Sportart zu etablieren. „Gerade im FIFA-Bereich sieht man, dass der Slogan „Wir! Echt anders.“ passt. Bei anderen Vereinen läuft es über große Agenturen, die Spieler kaufen und vermitteln und wir gehen hier in Sandhausen quasi den anderen Weg und versuchen lokal und regional Spieler zu scouten“, betont Stratmann.

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Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

mab/nwo 

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