Start ins neue Jahr

Der SV Sandhausen im Rückrundencheck

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Die Vorfreude auf das erste Pflichtspiel steigt auch bei den SVS-Profis.

Sandhausen – Für die Profis des SV Sandhausen geht am Freitag, 5. Februar, der Ligaalltag wieder los! Doch wo steht der SVS vor dem Heimspiel gegen Paderborn? Eine Analyse:

Die vierwöchige Vorbereitung neigt sich dem Ende entgegen. Vor dem Spiel gegen Paderborn blicken wir auf die Ausgangslage, die Neuzugänge, die Vorbereitung und die Form des SV Sandhausen:

Die Ausgangslage

Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich die Sandhäuser in den ersten 19 Spielen eine komfortable Ausgangslage für die restliche Saison erspielt. Trotz Punktabzug hat das Team von Trainer Alois Schwartz bisher für einige Überraschungen gesorgt und steht mit 26 Zählern auf dem siebten Tabellenplatz.

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Zum sicheren Klassenerhalt fehlen den Badenern, die in dieser Spielzeit noch nicht einmal auf einem Abstiegsplatz standen, ‚nur‘ noch 14 Punkte. Mit einer guten Punktausbeute aus den ersten Spielen könnte der Klassenverbleib bereits frühzeitig unter Dach und Fach gebracht werden.

Die Neuzugänge

Nachdem der Transfer von Mike Wunderlich (Viktoria Köln) nicht zustande gekommen ist, haben die Sandhäuser mit Thomas Pledl (21) und Korbinian Vollmann (22) noch zwei Mittelfeldspieler verpflichtet, die von ihrem neuen Trainer als „junge und hungrige Neuzugänge“ bezeichnet werden, die aber auch schon einen gewissen Erfahrungsschatz vorzuweisen haben.

Dadurch haben die Schwarz-Weißen im Mittelfeld mehr Alternativen, was angesichts der vielen Verletzten auch nötig ist. Die beiden Neuerwerbungen sind frühzeitig zum Team gestoßen und konnten sich somit gut an das neue Umfeld gewöhnen.

Mit Nico Hammann, der in der Hinserie nicht an Philipp Klingmann vorbeigekommen ist, hat man im Winter auch einen Spieler abgegeben. Sollte sich Dauerbrenner Klingmann verletzen, haben die Sandhäuser keinen gelernten Rechtsverteidiger mehr im Kader. Hier hat sich die vielleicht einzige Schwachstelle im Kader aufgetan, die sich aber im Normalfall nicht negativ auswirken sollte.

Die Vorbereitung

Wie im Vorjahr hat der SVS sein Trainingslager im türkischen Lara bezogen und hat dort perfekte Bedingungen vorgefunden. 

Allerdings ist dem Zweitligisten das Verletzungspech wieder einmal treu geblieben. Die Langzeitverletzten Steven Zellner (Kreuzbandriss), José Pierre Vunguidica (Knochenabsplitterung) und Kevin Kratz (Knochenödem) stehen noch immer nicht zur Verfügung.

Erik Zenga und Manuel Stiefler sind zwar wieder im Training gewesen, fallen aber inzwischen erneut verletzungsbedingt aus. Auch Florian Hübner, Jakub Kosecki und Leart Paqarada haben mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Insgesamt befindet sich die Mannschaft laut Alois Schwartz in einem guten Fitnesszustand und hat auch schon über die freien Tage gut gearbeitet.

Die Form

Ihre Topform haben die Sandhäuser noch nicht gefunden. In der Vorbereitung hat es zwei Niederlagen (1:2 gegen Mainz II, 1:2 gegen Austria Wien), ein Unentschieden (1:1 gegen Red Bull Salzburg) und nur einen Sieg (1:0 gegen Borussia Dortmund II) gegeben. 

Natürlich sind die Testspiele aber auch genutzt worden, um zu experimentieren. Zudem hat der SVS mit Austria Wien und Red Bull Salzburg gegen zwei höherklassige Teams getestet, die in der ersten österreichischen Liga um den Titel mitspielen. „Die Mannschaft hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, resümiert Alois Schwartz.

Die Prognose

Keine Frage, man kann am Hardtwald durchaus optimistisch in die restliche Spielzeit blicken. Noch nie ist der Klassenerhalt zu einem solchen Zeitpunkt der Saison so greifbar gewesen, wie in diesem Jahr. Diese vermeintliche Sicherheit bringt allerdings auch die Gefahr mit sich, dass man womöglich etwas zu nachlässig agiert und noch einmal in den Abstiegsstrudel gerät.

Wenn die SVS-Profis aber die Mentalität aus dem Jahr 2015 mit ins neue Jahr nehmen, dann steht einer gelungenen Halbserie trotz der personellen Sorgen nichts im Wege und die Sandhäuser können frühzeitig für ihre fünfte Zweitliga-Saison planen.

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nwo

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