Sieben Tore bei Heim-Premiere

Fußball-Wahnsinn in Sandhausen: SVS holt zweiten Sieg

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Grenzenloser Jubel beim SVS nach dem Siegtreffer durch Florian Hübner

Sandhausen – Ein solches Spiel hat es im Hardtwaldstadion schon lange nicht mehr gegeben. Die 4.753 Zuschauer sehen zwischen dem SV Sandhausen und dem FC Union Berlin sieben Tore.

Die Partie beginnt dabei zunächst verhalten.

Der SV Sandhausen kann in der Anfangsphase die Kontrolle über das Spielgeschehen übernehmen und ergreift gegen die tiefstehenden Berliner die Initiative. 

Fußball-Wahnsinn in Sandhausen: SVS holt zweiten Sieg

Neuzugänge kurbeln Offensivspiel an

Ähnlich wie bereits gegen Eintracht Braunschweig beleben vor allem Rechtsverteidiger Philipp Klingmann und Flügelflitzer Jakub Kosecki, der sowohl auf der rechten als auch auf seiner angestammten linken Seite zu finden ist, das Offensivspiel der Badener.

Eine Flanke von Klingmann führt dann schließlich auch zum Torerfolg. Aziz Bouhaddouz nimmt die Hereingabe des ehemaligen Karlsruhers gekonnt an und leitet mustergültig weiter zu Andrew Wooten, der in der 21. Minute die Führung für die Hausherren besorgt.

Wie aus heiterem Himmel schlagen dann die Berliner mit ihrer ersten richtigen Torchance zu. Sören Brandy vollendet vier Minuten vor der Pause einen Konter zum 1:1-Ausgleich.

Schwächephase nach Gegentor

Beflügelt vom Ausgleichstreffer kommt das Team von Trainer Norbert Düwel mit viel Schwung aus der Pause und reißt das Spielgeschehen zunehmend an sich. Kapitän Damir Kreilach (55.) bringt Union dann nach einer Ecke mit 2:1 in Führung. Der SVS findet in dieser Phase der Partie offensiv kaum noch statt.

Wooten-Doppelpack

Dann beweist SVS-Coach Alois Schwartz ein goldenes Händchen und bringt EdeljokerRanisav Jovanovic für Denis Linsmayer in die Partie. Mit dem 34-Jährigen kommt sofort wieder Leben ins Offensivspiel der Sandhäuser und der Stürmer ist es dann auch, der in der 70. Minute Andrew Wooten in der Mitte bedient, sodass dieser den Ball nur noch zum 2:2 reinschieben muss. Für Wooten ist es bereits der dritte Saisontreffer in der noch jungen Saison.

Stadionsprecher Wolfgang Hell hat gerade den Torschützen verkündet, da klingelt es schon wieder auf der anderen Seite. Damir Kreilach kann SVS-Keeper Marco Knaller mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte Eck bereits zum zweiten Mal schlagen - 2:3.

Der Fußballnachmittag im Hardtwaldstadion sollte jetzt allerdings erst so richtig in Fahrt kommen.

Spektakuläre Schlussphase

Die Nordbadener schmeißen nun alles nach vorne und erhöhen den Druck auf die Gäste gewaltig. Nach einem Foul von Benjamin Kessel an Ranisav Jovanovic entscheidet Schiedsrichter Thorben Siewer auf Elfmeter. Aziz Bouhaddouz (79.) ist sicher vom Punkt und trifft zum 3:3.

Die Fans des SV Sandhausen peitschen ihre Mannschaft weiter nach vorne und schließlich belohnen sich die Sandhäuser für den hohen Aufwand. In der 85. Minute steigt Verteidiger Florian Hübner nach einer Ecke am höchsten und trifft zum 4:3 für die Gastgeber. Der Jubel auf den Tribünen kennt nun keine Grenzen mehr. Die Schwarz-Weißen haben sogar noch die Chance zu erhöhen, doch am Ende bleibt es beim spektakulären 4:3 für den SVS, der somit am zweiten Spieltag seinen zweiten Sieg feiert und in der Tabelle auf dem fünften Platz rangiert. Nächster Gegner ist der Bahlinger SC in der ersten Runde des DFB-Pokal (Sonntag, 9. August, 14:30 Uhr).

Stimmen zum Spiel

SVS-Präsident Jürgen Machmaier

„Ich habe letzte Woche schon gedacht es gibt für unsere Mannschaft keine Steigerung mehr, aber heute gab es wieder eine. Hut ab! Ich bin ganz stolz auf die Jungs. Das Spiel heute hätte 10.000 Zuschauer verdient gehabt.“ 

SVS-Stürmer Aziz Bouhaddouz

„Ich bin stolz auf die Truppe, dass sie wieder zurückgekommen ist. Wir haben das als Mannschaft gut gemacht und haben immer an unsere Stärken geglaubt. Ich hoffe, dass wir so schnell wie möglich die 40-Punkte knacken. Wenn wir so weiter machen, dann sieht es gut aus.“

SVS-Verteidiger Florian Hübner

„In der Mannschaft stimmt es einfach. Wir haben eine gute Elf gefunden und auch die Auswechselspieler sind nah dran. Jeder von außen fiebert mit, das merkt man auch auf dem Platz. Wir haben trotz der vielen Nackenschläge eine tolle Moral gezeigt.“

SVS-Coach Alois Schwartz

„Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Nach dem 2:3 kommt man eigentlich nicht mehr zurück, aber wir wollten heute unbedingt den Dreier holen und haben nie aufgegeben.“

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nwo

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