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Das ist der „Knaller“! SVS holt Remis gegen Bochum

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Von: Nils Wollenschläger

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SV Sandhausen gegen VfL Bochum
Florian Hübner (l.) und der SVS zeigen gegen Bochum eine couragierte Leistung. © dpa

Sandhausen – Trotz eines frühen Rückstands erkämpft sich der SV Sandhausen gegen den VfL Bochum einen verdienten Punkt. SVS-Keeper Marco Knaller ist erst Unglücksrabe und dann Held.

„Das ist eine schöne Aufgabe, die wir mit Mut, Leidenschaft und starken Fans im Rücken meistern wollen“, hat Alois Schwartz vor dem Heimspiel gegen den VfL Bochum gefordert und sowohl Mannschaft als auch Fans haben die Vorgaben des 48-Jährigen umgesetzt. 

Die Partie hätte jedoch für den SV Sandhausen kaum ungünstiger beginnen können.

Früher Schock

Bereits nach zwei Minuten kommt SVS-Keeper Marco Knaller zu ungestüm aus seinem Tor heraus und bringt VfL-Stürmer Simon Terodde zu Fall. Schiedsrichter Wolfgang Stark gibt den berechtigen Strafstoß, den Felix Bastians schließlich souverän halbhoch zum 1:0 für die Gäste verwandelt.

Die Gastgeber erholen sich von dem frühen Schock relativ schnell und versuchen Druck auf den Tabellenführer aufzubauen. Die Angriffe des SVS werden jedoch oftmals zu umständlich ausgespielt, sodass bis auf eine Chance von Jakub Kosecki (27.) zunächst kaum Gefahr auf das VfL-Tor kommt. Es wird deutlich, dass in der Sturmspitze in vielen Situation der verletzte Aziz Bouhaddouz als Anspielstation fehlt. 

Zweiter Elfmeter, zweites Tor

Angepeitscht von den 5.495 Zuschauern, die für ordentlich Stimmung sorgen, entsteht auf dem Feld ein echter „Flutlicht-Fight“. 

Mit zunehmender Spieldauer werden die Offensivbemühungen der Schwartz-Elf dann gefährlicher und kurz vor der Pause auch belohnt. 

Der flinke Jakub Kosecki wird von Tim Hoogland gefoult und Schiri Wolfgang Stark gibt auch diesen Elfmeter. Andrew Wooten (43.) beweist Nervenstärke und trifft mit seinem sechsten Saisontor zum 1:1-Ausgleich.

Partie wird hitziger

Beflügelt vom Ausgleich agiert der SVS auch zu Beginn des zweiten Durchgangs zunächst druckvoll. Nach einer Hereingabe von Jakub Kosecki verpasst Andrew Wooten (47.) die Führung nur knapp.

Nach längerer Zeit kommt auch der VfL mal wieder zu einer Chance, doch Marco Knaller (54.) kann einen strammen Schuss von Janik Haberer stark parieren. Die ohnehin intensiv geführte Partie wird nun immer ruppiger und die Unterbrechungen häufen sich.

Immer wieder Knaller

In der Folge entwickelt sich im Hardtwaldstadion ein offener Schlagabtausch, denn auch die Bochumer erhöhen nun den Druck auf das Gehäuse von Marco Knaller, der abgesehen von seinem Patzer zu Beginn ein mehr als sicherer Rückhalt ist.

Der eingewechselte Alexander Bieler vergibt in der 86. Minute die nächste große Chance auf die Führung. Im Gegenzug vereitelt Knaller mit einer Glanztat erneut den Rückstand. 

Auch wenn der SVS in der Summe die bessere Mannschaft ist, bleibt es letztlich beim 1:1-Unentschieden. Die Sandhäuser bleiben somit auch im dritten Heimspiel der Saison ungeschlagen.

Stimmen zum Spiel

SVS-Verteidiger Florian Hübner: „Wir haben nach dem Rückstand gut ins Spiel gefunden und haben dann verdient den Ausgleich gemacht. Im Großen und Ganzen geht das Unentschieden in Ordnung. Schließlich hat Bochum zuvor alle Spiele gewonnen.“

SVS-Keeper Marco Knaller: „Das war in dieser Saison wahrscheinlich mein bislang bestes Spiel. Nach dem 0:1 bin ich einfach ruhig geblieben und habe mich auf meine Aufgabe konzentriert. Durch die Spielpraxis fühle ich mich jetzt natürlich von Woche zu Woche besser.“

SVS-Coach Alois Schwartz: „Wir sind natürlich schlecht reingekommen. Je länger die erste Halbzeit aber ging, desto besser sind wir ins Spiel gekommen. Der Ausgleich war dann nicht unvedient. Gegen Ende des Spiels hatten wir zwei gute Möglichkeiten, aber Marco Knaller musste auch zweimal stark halten. Er verbessert sich von Spiel zu Spiel und hat heute hervorragend gehalten. Wenn man den Spielverlauf sieht, geht das Unentschieden insgesamt in Ordnung.“

VfL-Coach Gertjan Verbeek: „Wir sind früh in Führung gegangen und hatten noch einige Möglichkeiten. Danach haben wir nachgelassen, das hat der Gegner gespürt. Sandhausen hat mehr nach vorne gespielt und hatte auch mehr Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit haben beide Mannschaften dann auf Sieg gespielt.“

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Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

nwo

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