Kocak sorgt für Aufbruchstimmung

Am Hardtwald weht ein neuer Wind

+
Der SVS steht vor seiner fünften Zweitliga-Saison.

Sandhausen – Auch wenn der SV Sandhausen das Spiel gegen den FC Sevilla verloren hat, am Hardtwald herrscht eine gewisse Aufbruchstimmung, die eng mit dem neuen Trainer verknüpft ist.

Nach dem 1:2 gegen den Europa-League-Sieger FC Sevilla überwiegt beim SV Sandhausen vor allem das Positive.

Wir haben uns sehr gut aus der Affäre gezogen, es war ein Duell auf Augenhöhe. Für den jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung sind wir schon sehr weit“, freut sich SVS-Geschäftsführer Otmar Schork nach der Partie.

Der 58-Jährige bestätigt zudem, dass Dirk Stelly zukünftig die Sandhäuser als Fitnesstrainer unterstützen wird. Ob auch Klaus Heitz, mit dem Kenan Kocak ebenfalls bereits beim SV Waldhof zusammengearbeitet hat, das Trainer-Team verstärken wird, lässt Schork nach wie vor offen.

Gordon überzeugt

Innenverteidiger Daniel Gordon, der als einziger Neuzugang in der Startformation gestanden hat, zieht nach der knappen Pleite gegen Sevilla ebenfalls ein positives Fazit: „Es war ein intensives Spiel gegen einen sehr guten Gegner, wir haben das sehr ordentlich gemacht. Natürlich sind wir nicht zufrieden, da wir verloren haben, aber wir können aus dem Spiel viele positive Dinge mitnehmen“, so der gebürtige Dortmunder, der fünf Länderspiele für Jamaika absolviert hat. 

Fotos vom SVS-Test gegen Sevilla

Der ehemalige Karlsruher hat sich schon nach wenigen Wochen gut in seiner neuen Mannschaft eingelebt: „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und habe mich schnell eingelebt. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung.“ Über seinen neuen Trainer ist Gordon voll des Lobes: „Ich habe einen sehr guten Eindruck von ihm. Er ist kompetent und versucht uns viel mit auf dem Weg zu geben. Er ist sehr hungrig und das Team ist es auch.“

Neuverpflichtungen noch möglich

Nach seinem ersten Heimspiel als SVS-Coach hebt Kenan Kocak die Leistung seiner Spieler positiv hervor. „Die Jungs haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und hätten ein Unentschieden verdient gehabt. Wir haben gegen diese spielstarke Mannschaft nur wenig zugelassen. Umso ärgerlicher ist es, dass wir am Ende verloren haben“, so Kocak, der in dem neuntägigen Trainingslager in Bad Wörishofen seine Mannschaft „durch viele Gespräche“ besser kennenlernen konnte.

Das ist der SVS-Kader 2016/17

Was die Startelf für das erste Ligaspiel gegen Düsseldorf betrifft, will sich der Fußball-Lehrer noch nicht festlegen: „Bei uns zählt nur das Leistungsprinzip, das werden wir knallhart verfolgen.“ Gegen Sevilla wurde aber deutlich, dass die Badener weitaus flexibler und variantenreicher als noch in der Vorsaison agieren. So hat Kocak das System allein in diesen 90 Minuten dreimal umgestellt. „Es ist noch ein langer Weg, aber die Mannschaft zieht gut mit“, betont der 35-Jährige.

Es ist gut möglich, dass bis zum Ligastart noch der ein oder andere Neuzugang hinzukommt. „Wir werden gegebenenfalls nochmal aktiv werden. Zwei bis drei Spieler würden uns sicherlich noch gut zu Gesicht stehen“, so Kocak, der sich diesbezüglich derzeit im intensiven Austausch mit Otmar Schork befindet. Vor allem im Offensivbereich könnten die Sandhäuser noch handeln.

Unter dem Strich bleibt nach diesem Testspiel der Eindruck, dass es Kocak in einer kurzen Zeit geschafft hat, eine Aufbruchstimmung am Hardtwald zu erzeugen, die sich derzeit allerdings noch nicht auf die Zuschauer-Resonanz ausgewirkt hat. Schließlich haben lediglich 1.500 Fans die Partie gegen den Europa-League-Rekordsieger besucht.

Ob der Ex-Waldhöfer letztlich seinen „Kocakschen Fußball“ auch in Punkte ummünzen kann, wird sich ab dem 6. August zeigen, wenn der SVS wieder in der 2. Bundesliga gefordert sein wird.

>>> Der Sommerfahrplan des SV Sandhausen

>>> Alle Zu- und Abgänge des SV Sandhausen

____

Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

nwo

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare