Kocak-Nachfolger vorgestellt

Neuer Sandhausen-Coach Uwe Koschinat: „Wir wollen die DNA des SVS wecken“

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(v.l.n.r.) Jürgen Machmeier, der neue SVS-Trainer Uwe Koschinat und Otmar Schork.

Sandhausen – Der SV Sandhausen hat am Montag seinen neuen Trainer Uwe Koschinat (47) vorgestellt. So lief die Pressekonferenz am Hardtwald:

Nach rund einer Woche ist die Trainersuche beim SV Sandhausen beendet! Am Montag (15. Oktober) hat der Zweitigist Kocak-Nachfolger Uwe Koschinat offiziell vorgestellt. Der 47-Jährige kommt von Drittligist Fortuna Köln und erhält am Hardtwald einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

Ich habe der Mannschaft gesagt, dass eine neue Zeitrechnung beginnt“, beginnt SVS-Präsident Jürgen Machmeier die Pressekonferenz. „Wir wollten einen authentischen Trainer, der den SV Sandhausen annimmt und ihn nicht als Zwischenstation sieht. Ich habe schon beim ersten Gespräch am Donnerstag gemerkt, dass Uwe Koschinat zu uns passt.“

Der 47-Jährige ist bereits bei der Trainersuche 2016 ein Thema beim SVS gewesen, hat sich jedoch damals dazu entschlossen, den Weg mit Fortuna Köln weiterzugehen. „Wir haben ungefähr 50 Bewerbungen bekommen und haben viele Optionen geprüft. Es war aber klar, dass wir keinen Trainer-Neuling nehmen werden“, erklärt SVS-Geschäftsführer Sport Otmar Schork.

Erste Trainerstation in der 2. Bundesliga

Koschinat, der vor seiner Zeit in Köln als Co-Trainer von Uwe Rapolder und Milan Sasic bei der TuS Koblenz gearbeitet hat, freut sich auf seine erste Trainerstation in der 2. Bundesliga. „Ich will meine Idee verbinden mit den Möglichkeiten, die hier gegeben sind. Ich bin ein Trainer, der prinzipiell sehr gerne einen physischen Fußball mit einer hohen Aktivität spielen lässt. Wir wollen die DNA des SVS wecken.“

Der neue SVS-Coach, der keinen Co-Trainer mitbringen wird, wird zunächst ohne seine Familie nach Sandhausen kommen. „Köln bleibt für meine Familie der Lebensmittelpunkt. Ich bin mir der Größe dieser Aufgabe bewusst. Ich sehe das als große Chance, aber auch als Herausforderung. Das ist jetzt ein Einschnitt für uns alle, aber nicht dramatisch“, sagt der gelernte Bankkaufmann.

Die erste schwierige Aufgabe kommt bereits am Freitag (19. Oktober/18:30 Uhr) auf ihn zu. Dann gastiert Abstiegskonkurrent FC Ingolstadt am Hardtwald. „Das Spiel gegen Ingolstadt wird extrem richtungsweisend“, so Koschinat, der am Montag auch seine erste Trainingseinheit geleitet hat.

Die wichtigsten Aussagen von der Pressekonferenz:

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Das war es von der Pressekonferenz!

+++ Koschinat: „Ich bin gelernter Bankkaufmann und habe zwölf Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich habe mich dann entschlossen, voll auf die Karte Fußball zu setzen.

+++ Koschinat: „Köln bleibt für meine Familie der Lebensmittelpunkt. Ich bin mir der Größe dieser Aufgabe bewusst. Ich sehe das als große Chance, aber auch als Herausforderung. Das ist jetzt ein Einschnitt für uns alle, aber nicht dramatisch.

+++ Koschinat: „Ich habe mit Milan Sasic über den Wechsel gesprochen. In mir ist der Gedanke gereift, mich zu verändern, deshalb habe ich mich intensiv mit ihm ausgetauscht. Er war der Meinung, dass das ein guter nächster Schritt ist.

+++ Koschinat: „Mit diesem Spielerkader ist der Klassenerhalt ganz sicher möglich.

+++ Koschinat: „Ich habe mit Kenan 2016 zu Waldhof-Zeiten sehr lange telefoniert. Das waren total angenehme Gespräche. Ich habe ihn in sehr guter Erinnerung. Durch die Tatsache, dass das Trainerteam bleibt, werde ich das Gespräch jetzt nicht suchen, da ich nicht wüsste, was er mir sagen könnte, was Kleppo mir nicht sagen könnte.

+++ Koschinat: „Ich habe als Co-Trainer von Milan Sasic und Uwe Rapolder in Koblenz sehr viel für mich mitgenommen. Der Trainer Uwe Koschinat ist eine Mischung aus diesen Einflüssen.

+++ Koschinat: „Ich will meine Idee verbinden mit den Möglichkeiten, die hier gegeben sind. Ich bin ein Trainer, der prinzipiell sehr gerne einen physischen Fußball mit einer hohen Aktivität spielen lässt. Wir wollen die DNA des SVS wecken. Wir werden keine reine Ballbesitzmannschaft werden. Ganz im Gegenteil. Ich habe eine sehr klare Vorstellung, was ein Spieler mitbringen soll. Diese müssen jetzt einhergehen mit den Spielern, die hier sind. Das wird eine spannende Aufgabe.

+++ Koschinat: „Gerhard Kleppinger wird mein wichtigster Ansprechpartner sein. Eine gute Kommunikation mit ihm ist der Schlüssel. Es geht darum, wer mit dieser Situation wie umgeht. Ein Trainerwechsel hinterlässt immer Spuren. Wir müssen genau herausfinden, wer bereit ist für die Aufgabe am Freitag. Ich werde diese Woche in ganz klaren Themenbereichen arbeiten. Die Mannschaft soll mit einem Ziel auf den Trainingsplatz gehen. Wir werden hier nichts schönreden. Ich habe aus den ersten Gesprächen herausgehört, dass die Spieler wissen, wie ernst die Konstellation ist.

+++ Schork: „Wir haben uns in den letzten Jahren nicht über eine Trainertätigkeit ausgetauscht, sondern nur über sportliche Dinge.

+++ Schork „Wir haben ungefähr 50 Bewerbungen bekommen und haben viele Optionen geprüft. Es war aber klar, dass wir keinen Frischling in der Branche nehmen konnten.

+++ Koschinat: „Das Spiel gegen Ingolstadt wird extrem richtungsweisend.

+++ Koschinat: „Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer mal wieder ausgetauscht. Ich war natürlich sehr erfreut, als sich Otmar Schork letzte Woche bei mir gemeldet hat. Die Vertragssituation war einfacher als 2016. Natürlich hat es einen faden Beigeschmack, einen Verein mitten in der Saison zu verlassen. Aber nach sieben Jahren hatte ich das Gefühl, den nächsten Schritt zu gehen. Ich bin mir bewusst, dass das hier keine einfache Konstellation ist.

+++ Koschinat: „Das waren sehr nette Worte, die gut tun. Ich muss klar sagen, dass es unterschiedlichste Beweggründe gab, diesen Schritt zu gehen. Zum einen ist das ein weiterer Schritt in meiner Karriereplanung. Zum anderen ist dieser Schritt mir auch nicht leicht gefallen, das hat sehr viel mit Verbundenheit zur Fortuna zu tun. Ich übernehme jetzt einen Verein, der eine ähnliche Struktur wie Fortuna Köln hat. Das wird mir bei meiner ersten Zweitliga-Station sehr helfen.

+++ Schork: „Uwe Koschinat hat nicht darauf bestanden, einen Trainerstab mitzubringen. Es wird im Trainerteam keine Veränderungen geben.

+++ Schork: „Am Mittwoch hat Uwe Koschinat klar signalisiert, dass er es gerne machen würde. Die Entscheidung ist dann am Samstag gefallen. Uwe hat sich am Montagmorgen bei der Mannschaft vorgestellt. Letztendlich gilt es sich ab heute dann auf Ingolstadt zu konzentrieren.

+++ Schork: „Wir hatten viele Bewerbungen. Ich habe Uwe schon nach dem Abgang von Alois Schwartz kontaktiert. Damals stand er aber bei Fortuna Köln im Wort.“ 

+++ Schork: „Ich möchte Kenan Kocak für seine Arbeit sehr danken. Er hat die Mannschaft enorm weiterentwickelt. Wir haben erfolgreich gearbeitet, zuletzt haben aber die Ergebnisse nicht mehr gestimmt. Ich habe den Trainermarkt seit Dienstag sondiert.

+++ Machmeier: „Wir wollten einen authentischen Trainer, der den SV Sandhausen annimmt und ihn nicht als Zwischenstation sieht. Ich habe schon beim ersten Gespräch am Donnerstag gemerkt, dass es in diese Richtung laufen wird. Otmar Schork kennt Uwe Koschinat schon seit der Trainersuche 2016. Damals hat es nicht geklappt. Es gab viele Gerüchte, uns war wichtig, dass wir einen Trainer haben, der Erfahrung hat. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat. Ich wünsche auch Köln alles Gute, dass sie jetzt einen guten Nachfolger finden. Koschinat ist unsere Ideallösung. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2020 und ist für die ersten drei Ligen gültig. Ich freue mich jetzt auf die nächsten Tage und Wochen.

+++ Machmeier: „Ich habe auch der Mannschaft gesagt, dass eine neue Zeitrechnung beginnt. Die letzte Woche war mit Sicherheit keine Woche, die man sich wünscht. Otmar Schork hat den kompletten Trainermarkt sondiert. Das Profil war ganz klar. Wir haben eine super Entscheidung gefällt. Wir wollten einen Trainer, der Erfahrung hat und für Kontinuität steht. Das haben wir geschafft.

+++ Machmeier: „Ich möchte mich an dieser Stelle zunächst ausdrücklich bei Kenan Kocak bedanken. Ich wünsche ihm für seine weitere Zukunft alles Gute.

+++ SVS Präsident Machmeier, Schork und Koschinat betreten das Podium.

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