Wechsel im SVS-Tor

Schuhen statt Knaller! Das Torwart-Beben am Hardtwald

Marcel Schuhen (r.) hat gegen Kiel den Vorzug vor Marco Knaller (li.) erhalten.
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Marcel Schuhen (r.) hat gegen Kiel den Vorzug vor Marco Knaller (li.) erhalten.

Sandhausen – Schuhen statt Knaller! Die Zweitliga-Saison des SV Sandhausen hat mit einem kleinen Paukenschlag begonnen. Jetzt äußert sich SVS-Coach Kenan Kocak zum Torwart-Duell:

Es ist wohl die brisanteste Entscheidung, die Kenan Kocak in seiner einjährigen Amtszeit beim SV Sandhausen bisher getroffen hat. 

Vor dem Auftakt in Kiel (Endstand 2:2) hat der Fußball-Lehrer entschieden, dass Neuzugang Marcel Schuhen (24) als Nummer eins in die Saison geht und Marco Knaller (30), der in den vergangenen beiden Jahren das Tor gehütet hat, auf der Bank Platz nehmen muss.

Fotos: SVS mit Remis in Kiel

„Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben“, erklärt Kocak vor dem ersten Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (Freitag, 4. August/18:30 Uhr). Konkret sollen die fußballerischen Fähigkeiten das entscheidende Kriterium sein, das für Schuhen spricht. 

Und wie hat der Österreicher auf seine Degradierung reagiert? „Marco verhält sich momentan absolut professionell, er ist ein absoluter Vollprofi. Ich verstehe auch seine Enttäuschung – das ist ganz normal“, betont der SVS-Coach.

In der Sommerpause ist Knaller, der in der vergangenen Saison zu den besten Zweitliga-Torhütern gezählt hat, noch beim FC Ingolstadt im Gespräch gewesen, jetzt muss sich der 30-Jährige mit der Rolle hinter Marcel Schuhen begnügen. „Ich hoffe, dass Marco dran bleibt und um seine Chance kämpft. Er hat in seinem Leben schon viele Hindernisse gemeistert. Ich bin überzeugt, dass der Junge seine Chance kriegen wird“, so Kocak, der dabei immer wieder auf das Leistungsprinzip verweist.

Wechsel könnte ein Thema werden

Keine Frage, für den SVS ist das Torhüterduell ein Luxusproblem. Ob sich Marco Knaller die komplette Saison über auf die Bank setzt, dürfte allerdings fraglich sein. Zumal der Routinier bereits von 2013 bis 2015 nur die Nummer zwei am Hardtwald gewesen ist und sich lange gedulden musste, bis er seine Chance erhalten hat.

„Es war auf jeden Fall nicht einfach, hinten dran zu sein. Auch weil ich, wenn ich gespielt habe, gute Leistungen gezeigt habe und trotzdem wieder auf die Bank musste. Das war dann auch für den Kopf schwer“, hat Knaller im vergangenen Jahr über seine Anfangszeit beim SVS gesagt

Es bleibt jedenfalls spannend, wie Kenan Kocak dieses Luxusproblem auf Dauer handhaben wird!

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nwo

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