Nach Testspiel im BWT-Stadion am Hardtwald

„Etablierter Zweitligist“: Klopp-Kumpel Wagner lobt SVS

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David Wagner (li.) im Gespräch mit Kenan Kocak (r.).

Sandhausen – Obwohl der SVS mit 3:2 gegen Huddersfield gewinnt, ist Trainer Kenan Kocak nicht ganz zufrieden. Huddersfield-Coach Wagner lobt indes die Entwicklung am Hardtwald:

Es ist nur eine kurze Stippvisite des Premier-League-Aufsteigers Huddersfield Town gewesen

Das vom deutschen Coach David Wagner (45) trainierte Team ist extra für das Testspiel gegen den SV Sandhausen nach Deutschland geflogen. Schon kurz nach der Partie, die der SVS mit 3:2 gewonnen hat, ist der Flieger nach England gegangen. 

Fotos vom SVS-Test gegen Huddersfield Town

Gelohnt hat sich der Kurztrip aus Sicht der Engländer aber trotzdem: „Ich bin happy mit dem, was die Mannschaft angeboten hat. Wir haben super angefangen und hätten mit zwei oder drei Toren in Führung gehen müssen. Dann sind wir in Rückstand geraten, haben das aber danach trotzdem ordentlich gemacht und haben schöne Tore erzielt. Ich habe hier viele bekannte Gesichter getroffen. Auch wenn es nur ein kurzer Besuch gewesen ist, hat es Spaß gemacht“, resümiert der Huddersfield-Coach nach der Partie.

Der ehemalige Jugendtrainer der TSG Hoffenheim, der im Jahr 2005 der Trauzeuge von Liverpool-Coach Jürgen Klopp (50) war, ist bereits seit vielen Jahren mit SVS-Geschäftsführer Otmar Schork (59) befreundet. 

Wir haben uns am Montag lange und intensiv ausgetauscht“, verrät Schork und fügt hinzu: „Wir wollen ständig unseren Horizont erweitern und versuchen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterzuentwickeln.“ So haben die Sandhäuser seit dieser Saison einen festangestellten Athletiktrainer und einen Videoanalysten. Ein zusätzlicher Geschäftsführer soll am Donnerstag vorgestellt werden.

Kocak unzufrieden, Wagner lobt SVS

Auch wenn sein Team mit 3:2 gewonnen hat, ist SVS-Coach Kenan Kocak (36) nicht durchweg zufrieden gewesen. Vor allem das Auftreten in den letzten 20 Minuten ärgert den Fußball-Lehrer. „Wir waren gut im Spiel und verlassen dann unsere Ordnung. Jeder Spieler hat seinen eigenen Stiefel runtergespielt. Das dürfen wir uns weder gegen einen Kreisligisten noch gegen einen Premier-League-Klub leisten. Das werde ich nicht dulden“, so Kocak.

Sein Trainer-Kollege David Wagner sieht die Entwicklung der Sandhäuser positiv: „Der Verein hat mit geringen Mitteln Herausragendes geleistet und ist jetzt ein etablierter Zweitligist. Für den SV Sandhausen ist es eine herausragende Leistung, schon so lange in der 2. Bundesliga zu spielen. Da gibt es von meiner Seite nur Lob.“

Der 45-Jährige, der in Weinheim ein Haus hat, freut sich auf seine erste Saison als Premier-League-Trainer. „Bei uns herrscht ganz viel Vorfreude, viel Spannung, viel Enthusiasmus und Euphorie – immer mit dem Bewusstsein, dass wir uns sehr strecken müssen. Wir haben definitiv eine Chance. Wie groß diese Chance ist, werden wir sehen. Wir werden aber alles investieren, um sie zu nutzen. Wenn du das machst, kannst du dir am Ende keinen Vorwurf machen.“

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nwo

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