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Pokal-Kater am Hardtwald

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Von: Nils Wollenschläger

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SVS-Coach Kenan Kocak ärgert sich über das Pokal-Aus. © HEIDELBERG24/Peter Kiefer

Sandhausen – Dass der SV Sandhausen gegen Schalke 04 verloren hat, ist keine Überraschung gewesen. Die Art und Weise, wie das Pokal-Aus zustande gekommen ist, ist dennoch eine Enttäuschung.

„Wir haben keine zittrigen Knie“, hat SVS-Coach Kenan Kocak vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Schalke 04 angekündigt. Letztlich haben die Sandhäuser wohl doch zu viel Respekt vor dem Europa-League-Teilnehmer gehabt.

Viele Fehlpässe, keine Durchschlagskraft in der Offensive und zahlreiche individuelle Fehler haben das Spiel der Schwarz-Weißen über die komplette Partie hinweg geprägt (>>> Zum Spielbericht). 

Es war letztlich nicht viel vom mutigen Fußall zu sehen, den die Badener zuletzt in der Liga gezeigt haben. Bereits in der Schlussphase der ersten Hälfte haben die Gäste mit drei Treffern binnen weniger Minuten praktisch für die Entscheidung gesorgt.

„Wir hatten eine rabenschwarze erste Halbzeit. All das, was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir nicht umsetzen. Den Pokal-Fight, den wir uns alle gewünscht haben, konnten wir nicht auf den Platz bringen. Die Mannschaft hatte offensichtlich zu viel Respekt“, resümiert SVS-Geschäftsführer Otmar Schork nach der Partie. 

Ähnlich hat SVS-Präsident Jürgen Machmeier die Partie gesehen: „Bei den Gegentoren haben wir es den Schalkern zu einfach gemacht. Ich bin realistisch in die Woche gegangen. Alles andere als ein Schalker Sieg wäre eine Sensation gewesen. Ich bin aber enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, das Spiel spannend zu halten.

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Schalke-Coach Markus Weinzierl (li.) und SVS-Coach Kenan Kocak (r.) © HEIDELBERG24/Nils Wollenschläger

Neben den unnötigen Fehlern bei den Gegentreffer bemängelt auch Kenan Kocak den fehlenden Mut seiner Spieler. „Man muss sagen, dass wir heute zu mutlos waren. Wenn man eine Sensation schaffen will, brauch man mehr Mut und Entschlossenheit. Diese Eigenschaften haben wir über 90 Minuten nicht gezeigt“, ärgert sich der 36-Jährige.

„Das wirft uns nicht um“

„Schalke ist eine Spitzenmannschaft. Deswegen wirft uns das jetzt nicht um. Wir werden heute dran zu knabbern haben, aber am Sonntag steht mit Stuttgart bereits der nächste Kracher an“, sagt SVS-Mittelfeldspieler Denis Linsmayer.

Die Schalker haben hingegen Selbstvertrauen für die kommenden Wochen getankt. „Wir freuen uns über den klaren Sieg. Wir sind souverän weiterkommen und haben das Spiel nach einer sehr guten ersten Halbzeit auch in der zweiten Hälfte kontrolliert“, freut sich S04-Coach Markus Weinzierl.

Für den SV Sandhausen geht es am Sonntag, 12. Februar, zum Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart. Der FC Schalke 04 empfängt am Samstag Hertha BSC.

Übersicht

SV Sandhausen: Knaller - Klingmann , Kister , Knipping , Roßbach - Linsmayer , Kulovits (68. Lukasik) - Pledl , Vunguidica (15. Kosecki) - Wooten , Höler (62. Sukuta-Pasu)

FC Schalke 04: Fährmann - Höwedes , Naldo , Nastasic - Schöpf , Kolasinac - Stambouli - Goretzka (85. Huntelaar), Bentaleb , D. Caligiuri (62. Konoplyanka)- G. Burgstaller (75. Meyer)

Tore: 0:1 Schöpf (38.), 0:2 Caligiuri (43.), 0:3 Naldo (45.), 1:3 Wooten (65.), 1:4 Konoplyanka (71.)

Zuschauer: 14.500 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Bamberg)

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Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des SV Sandhausen 1916 e.V.

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