Auswärtssieg in Magdeburg 

„Dreckiger Arbeitssieg“ - Wooten nimmt die Punkte gerne mit 

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Sandhausens Andrew Wooten bejubelt seinen Treffer zum 0:1 gegen den 1. FC Magdeburg.

Magdeburg - Der SV Sandhausen beendet mit dem Sieg beim 1. FC Magdeburg eine lange Durststrecke. Erwartungsgemäß ist bei allen Beteiligten die Erleichterung groß - Die Stimmen zum Spiel:

Der SV Sandhausen ist nach dem herben Rückschlag gegen den FC Erzgebirge Aue nicht zu beneiden. Als Tabellenletzter ist die Situation im Abstiegskampf kaum noch klein zu reden. Wenn man die Rote Laterne nicht dauerhaft behalten will, muss gegen den 1. FC Magdeburg dringend ein Sieg her. 

Präsident Machmeier fällt ein Stein vom Herzen

Die Mannen vom Hardtwald sollten ihrer Trainer nicht enttäuschen - mit einem hart erkämpften 1:0-Sieg beim direkten Konkurrenten können die Sandhäuser wieder Morgenluft wittern.  

Die letzten zehn Minuten waren aus emotionaler Sicht kaum zu überbieten. Hut ab, was für eine Mentalität die Mannschaft nach dieser turbulenten Woche an den Tag gelegt hat“, zeigt sich Präsident Jürgen Machmeier begeistert und fügt hinzu: „Die Art und Weise, wie wir heute die drei Punkte erkämpft haben, stimmen mich zuversichtlich für die Zukunft.“

Der neue Sportliche-Leiter Kabaca lobt die Mannschaft  

Nach dem Paukenschlag durch den Rücktritt von Geschäftsführer Sport Otmar Schork, sind die Augen auch auf dessen Nachfolger Mikayil Kabaca gerichtet. Die befürchteten negativen Auswirkungen durch die Unruhe innerhalb der Führungsriege sind ausgeblieben. 

Wir haben in der Vorbereitung klar angesprochen, dass es nicht um Schönspielerei gehen würde, sondern nur um die drei Punkte, egal wie. Es war ein Arbeitssieg und ein Sieg der Moral“, resümiert Kabaca und setzt ein Lob obendrauf: „Das haben die Jungs wirklich super gemacht.“

SVS-Trainer Uwe Koschinat zieht nüchtern Bilanz

Einzig der Übungsleiter hält den Ball flach und bewertet den Sieg in Fussball-Lehrer-Manier: „Wir haben einen glücklichen Sieg eingefahren. Entscheidend waren zwei Faktoren: erstens Mentalität. Beide Mannschaften standen aufgrund der tabellarischen Situation unter großer nervlicher Belastung. Zweitens die Platzverhältnisse. Auf dem tiefen Geläuf war es schwer, zu kombinieren, weshalb beide Mannschaften eine einfache Spielweise gewählt haben.“

Sandhausens Trainer Uwe Koschinat ist vor dem Spiel in der Arena

Die spielentscheidende Situation hätte nach Meinung des Coaches auch einen anderen Verlauf nehmen können. Für den 47-Jährigen ist der entscheidende Faktor der SVS-Torwart: „I n der zweiten Halbzeit hat Schuhen mit seiner Parade am kurzen Pfosten wahrscheinlich einen Sieg der Magdeburger verhindert. So gelingt uns im Gegenzug der Lucky Punsh und wir konnten nach viel Kampf und Leidenschaft als Sieger vom Platz gehen.“

Torwart Marcel Schuhen glänzt mit Parade  

Als Torwart musst du auf die Momente gefasst sein, in denen du gebraucht wirst, und dann musst du auch auf den Punkt da sein. Wenn nach einem gehaltenen Ball direkt im Gegenzug das 1:0 fällt, dann ist das doch einfach eine geile Situation“, freut sich der Keeper. 

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Sandhausens Torwart Marcel Schuhen steht im Tor.

Torschütze Andrew Wooten sieht den Kampf als Schlüssel zum Sieg 

Wir haben die Zweikämpfe angenommen und auch gewonnen. So sind wir ins Spiel gekommen und wir wussten, dass wir so zu unseren Chancen kommen würden. Und so ist es dann ja auch gekommen. Das war ein dreckiger Arbeitssieg. Aber den nehmen wir gerne mit“, so der 29-jährige Stürmer. 

esk

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