Ex-Freiburg-Star

Ginter fordert Umdenken nach Corona-Krise - Profi-Fußball „nicht mehr greifbar“

Matthias Ginter fordert nach der Corona-Krise ein Umdenken im Fußball.
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Matthias Ginter fordert nach der Corona-Krise ein Umdenken im Fußball.

Freiburg – Nationalspieler Matthias Ginter macht sich für ein Umdenken im Fußball-Geschäft nach der Corona-Krise stark. Auch zu Geisterspielen äußert sich der frühere Freiburger:

Nationalspieler Matthias Ginter hofft auf Veränderungen im Fußball-Geschäft nach der Corona-Krise. „Ich glaube, dass es kein Geheimnis ist, dass der Fußball, gerade im Profibereich, sich immer weiter von der normalen Gesellschaft entfernt hat“, sagte der 26 Jahre alte Abwehrspieler des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach in einem SWR-Interview. 

Horrende Ablösesummen von mehr als 200 Millionen Euro könne man keinem Amateurfußballer mehr erklären. „Das ist nicht mehr greifbar.“ Der Profibereich habe sich in den vergangenen Jahren „immer weiter spezialisiert“, immer mehr Gelder seien geflossen. Der Amateurbereich sei dagegen mehr oder weniger stehengeblieben. Entweder man fördere den Amateurfußball, um eine gewisse Balance wiederherzustellen, oder man schraube den Profibereich ein wenig herunter und verteile alles ein wenig um. 

Ex-Freiburg-Profi Matthias Ginter fordert Umdenken

Wie das genau funktioniert, weiß ich nicht. Aber ich glaube, es ist schon mal wichtig, dass man erkannt hat, dass man sich als Profifußballer immer weiter entfernt hat.“ Unsicher ist Ginter, der bis 2014 für den SC Freiburg gespielt hat, bei der Frage, ob und wann die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufnehmen soll. „Ich als Fußballer muss sagen, dass ich natürlich weiterspielen will. Unbedingt, weil es um wahnsinnig viele Existenzen auch geht.“ 

Es sei „vielleicht ja auch für den einen oder anderen zuhause ein Schritt zurück in den Alltag, wenn er samstags um 15.30 Uhr die Bundesliga-Konferenz sehen kann". Andererseits versteht Ginter auch „die Leute, die sagen, dass der Fußball keine Sonderrolle einnehmen sollte“. Eine perfekte Lösung sieht er nicht: „Ich denke, wir müssen da auf einen Kompromiss kommen, dass wir uns da vorbildlich verhalten, wenn weitergespielt wird. Und dann versuchen, den Leuten zuhause den Fußball und für die Fußballverrückten das Leben im positiven Sinn zurück zu bringen.

dpa

Quelle: Heidelberg24

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