Emotionales Interview

„Mir sind die Tränen nur so runter gelaufen“ - Gensheimer spricht über Tod seines Vaters

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Uwe Gensheimer kehrt im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen zurück.

Mannheim – In einem Interview gewährt DHB-Kapitän Uwe Gensheimer, der im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen zurückkehrt, einen tiefen Einblick in sein Seelenleben.

Im Januar 2017 hat Uwe Gensheimer die wohl schwierigste Zeit seines Lebens durchgemacht: Als er sich mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft auf die WM in Frankreich vorbereitet, erhält der Linksaußen einen Anruf, dass sein Vater gestorben ist.

Es war für mich ganz schwer, mit der Situation umzugehen. Er starb am Sonntag, und Freitag war das erste WM-Spiel“, sagt Gensheimer im Interview mit der ‚Zeit‘. Nach einigen Tagen in der Heimat hat er sich schließlich entschieden, an der WM teilzunehmen.

Ich habe mich dafür entschieden, weil meine Mutter und mein Onkel gesagt haben: ‚Dein Papa hätte gewollt, dass du spielst‘.“ Bei der Aufarbeitung hat der inzwischen 32-Jährige auch Hilfe von seinen Mannschaftskollegen erhalten.

Emotionale Bindung zum DHB-Team

Ich kam in die Halle, und unser damaliger Trainer hat das Training unterbrochen. Die ganze Mannschaft hat mich in einen Kreis in die Mitte genommen und umarmt. Mir sind die Tränen nur so runter gelaufen. Seit dem Tag verbinde ich ganz viel mit der Mannschaft", so Gensheimer. „Bei dem Wort ‚Vaterland‘ denke ich jetzt immer an meinen Vater.

Am Mittwoch (30. Januar) haben die Rhein-Neckar Löwen bekanntgegeben, dass Uwe Gensheimer nach drei Jahren in Paris im Sommer 2019 zurückkehren wird. „Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat“, sagt der Rückkehrer bei seiner Vorstellung. „Es ist an der Zeit, wieder zurückzukehren. Die sportliche Qualität in der Mannschaft ist sehr groß.“

Gudjon Valur Sigurdsson geht den umgekehrten Weg und wechselt nach der Saison von den Löwen nach Paris.

nwo

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