Erster Titel der Saison

Siebenmeter-Krimi! Löwen verteidigen Supercup

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Die Rhein-Neckar Löwen feiern den Supercup-Gewinn.

Stuttgart - Wenige Tage vor dem Bundesliga-Start haben die Rhein-Neckar Löwen erneut den Supercup gewonnen. Die Partie gegen Erzrivale THW Kiel ist eine wahre Nervenschlacht: 

Die Rhein-Neckar Löwen holen sich am Mittwochabend durch einen 32:30 (28:28, 14:11)-Sieg nach Siebenmeterwerfen wie im Vorjahr die 12.000 Euro teure Silber-Trophäe, die Ringer-Weltmeister Frank Stäbler unter dem Jubel der 6200 Zuschauer vor dem Anpfiff in die ausverkaufte Stuttgarter Porsche-Arena getragen hat. 

Nationalspieler Hendrik Pekeler, Regisseur Andy Schmid, Alexander Petersson und Jerry Tollbring sind die besten Werfer mit jeweils vier Toren. Für den THW hat Neuzugang Miha Zarabec (7) und Rückraumschütze Lukas Nilsson (6) am häufigsten getroffen. 

Im Shootout parieren Mannheims Torhüter Mikael Appelgren und Andreas Palicka jeweils einen Wurf der Kieler. Der Rekord-Champion, der zum 19. Mal beim Duell Meister gegen Pokalsieger dabei ist, verpasst durch die Niederlage seinen zehnten Jubiläumstitel. 

Dabei geht es für den THW gut los: In der Anfangsphase liegen die Norddeutschen, die immer noch auf ihren verletzten Kapitän Domagoj Duvnjak verzichten müssen, nur einmal im Rückstand - beim 0:1. Danach hat der DHB-Pokalsieger die Partie dank einer starken Abwehrleistung zunächst im Griff. 

Die Löwen, die in dieser Saison den Abgang von Rückraum-Ass Kim Ekdahl du Rietz (Karriereende) zu verkraften haben, wirken anfangs fahrig und leisten sich eine Reihe von Fehlern. Beim 4:7 nach einer Viertelstunde reagiert Trainer Nikolaj Jacobsen und justiert in einer ersten Auszeit nach. Das zeigt umgehend Wirkung, denn nur vier Minuten später gleicht der Meister zum 7:7 aus. 

In der 22. Minute verhilft THW-Keeper Niklas Landin, der vor der Partie als bester Torwart der Saison 2016/17 ausgezeichnet wurde, den Mannheimern mit einem kuriosen Eigentor zur 9:8-Führung. Diese bauen die Löwen, bei denen Regisseur Andy Schmid mit zunehmender Spielzeit immer mehr aufdreht, bis zur Pause auf drei Treffer aus. 

Kiel gibt sich jedoch nicht auf und kommt nach der Pause stark zurück. Nach 42 Minuten gleicht Nationalspieler Patrick Wiencek zum 19:19 aus - die temporeiche und kampfbetonte Partie war wieder offen. In der Folge kann sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil verschaffen. 

In der dramatischen Schlussphase geht es ständig Hin und Her. Nationalspieler Steffen Weinhold bringt Kiel eine halbe Minute vor Ultimo nach vorn, doch Tollbring gleicht zwei Sekunden vor der Schlusssirene aus. So fallen die Entscheidung im Siebenmeterwerfen - mit dem besseren Ende für die Löwen.

dpa/jol

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