Viele Neuerungen 

Was sich in der kommenden Handball-Saison ändert

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Die Rhein-Neckar Löwen sind 2016 zum ersten Mal Meister geworden.

Mannheim – Neue Anwurfzeiten, neue TV-Sender! In der kommenden Spielzeit wird sich in der Handball-Bundesliga einiges ändern. Was Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dazu sagt:

Die Handball-Saison 2016/17 ist noch in vollem Gange, da richtet sich der Blick schon auf die kommende Spielzeit. Schließlich kommt es zu einigen wichtigen Änderungen.

Sky löst gemeinsam mit der ARD und dem ZDF den langjährigen TV-Partner Sport1 ab. Sky will alle Spiele live produzieren, vertraglich sind zwei Drittel aller Spiele garantiert.

– Der Pay-TV-Sender will die Berichterstattung deutlich ausweiten. Heißt: mehr Hintergrundreportagen, persönliche Geschichten und exklusive Bilder sowie ein Handball-Talk mit dem ehemaligen Nationalspieler Stefan Kretzschmar.

– Auch der Spielplan ändert sich. Die Spiele der Handball-Bundesliga werden ausschließlich donnerstags und sonntags stattfinden. Als Ausweichtag steht für eine begrenzte Anzahl an Spielen lediglich der Samstagabend zur Verfügung. 

– Sonntags werden die Spiele um 12:30 Uhr angepfiffen, um 15 Uhr beginnt ein Topspiel. Die Spiele am Donnerstag beginnen um 19 Uhr. Die wenigen Samstagsspiele werden um 20:30 Uhr angeworfen.

Und was sagen die Rhein-Neckar Löwen zu den Neuerungen? Geschäftsführerin Jennifer Kettemann hat sich wie folgt geäußert.

Der neue TV-Partner Sky

„Sky steht für erstklassige Sportübertragungen, wie man es aus der Fußballbundesliga, der Formel 1 aber auch bereits aus der Handball Champions League kennt.“

Die Nachverwertung in den Programmen der Öffentlich-Rechtlichen

„Der neue TV-Vertrag garantiert uns eine Reichweite, die wir vorher im Handball nicht hatten. Einmal in der ARD-Sportschau gezeigt zu werden bringt uns als Löwen eine höhere Reichweite als die ganzen Livespiele bei Sport1 zusammen. Und genau diese Nachverwertung ist auch für viele Sponsoren interessant.“

Die neuen Anwurfzeiten

„Wir haben uns seit Jahren eine bessere Planbarkeit der Bundesligaspiele gewünscht, nun haben wir sie bekommen. Der 12:30 Uhr-Termin am Sonntag bereitet uns Bauchschmerzen mit der SAP Arena. Bei Konzerten an einem Samstagabend werden wir individuell klären müssen, ob durch die Umbauarbeiten ein Spieltermin von 12:30 Uhr am Folgetag überhaupt realisiert werden kann. Zudem ist der Sonntag grundsätzlich ein sehr gut gebuchter Veranstaltungstag in der SAP Arena und ebenfalls Spieltag in der Eishockeyliga der Mannheimer Adler.“ Kettemann geht deshalb davon aus, „dass wir einen Großteil unserer Heimspiele in der Bundesliga donnerstags austragen werden. Die zuschauerstärksten Spiele sind bei uns die Bundesliga-Begegnungen, deswegen wollen wir diese Partien am Wochenende austragen. Für Mannschaften aus Polen, Ungarn oder Mazedonien sind Champions League-Spiele das Nonplusultra und sie wollen diese Partien am Wochenende austragen. Es wird sehr schwer werden, bei der Terminierung auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Beide Seiten werden Zugeständnisse machen müssen.“

nwo

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