„Unfassbare Gelegenheit“

Löwen und ihr Titeltraum: Wenn nicht jetzt, wann dann?

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Die Rhein-Neckar Löwen stehen sieben Spieltage vor Schluss an der Spitze der Bundesliga.

Mannheim – Die Rhein-Neckar Löwen haben die deutsche Meisterschaft in den vergangenen Jahren oftmals nur ganz knapp verpasst. In dieser Saison ist die Chance größer denn je.

Bei dem Kultsong „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ denken alle Handball-Fans an den WM-Titel von 2007 zurück. Im Jahr 2016 umschreibt dieses Motto perfekt die Situation der Rhein-Neckar Löwen. Die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte rückt nämlich immer näher.

Konkurrenz hat gepatzt

Auch wenn die Löwen am Mittwochabend gar nicht im Einsatz gewesen sind, ist das Team von Coach Nikolaj Jacobsen schon jetzt der große Gewinner dieses Spieltages. Schließlich haben die beiden Hauptkonkurrenten um den Titel gepatzt: Flensburg hat in Magdeburg nur 23:23 gespielt und auch der THW Kiel ist beim HBW Balingen nicht über ein Unentschieden (22:22) hinausgekommen.

Sollte der Spitzenreiter im Gegenzug sein Heimspiel gegen den TBV Lemgo am Sonntag (24. April, 15 Uhr) gewinnen, würde der Vorsprung auf die Verfolger drei bzw. vier Punkte betragen. Die Löwen haben es also in der eigenen Hand.

Auch das Restprogramm spricht für die Gelbhemden: In den verbliebenen sieben Saisonspielen geht es für die Löwen abgesehen von der Partie bei den Füchsen Berlin gegen kein Team aus der Spitzengruppe. Sind die Badener in den vergangenen Jahren immer in der Rolle des Jägers gewesen, haben sie nun die komfortable Ausgangslage als Gejagter in die Schlussphase der Saison zu gehen.

Alle wollen uns schlagen, wir sind die Gejagten und die Stimmung in den fremden Hallen wird sich nicht unterscheiden. Wir müssen jedes Spiel gleich angehen. Das haben uns die vergangenen Jahre gelehrt“, sagt Löwen-Verteidiger Gedeon Guardiola.

Der erfahrene Spanier macht deutlich wie gierig die Löwen auch auf den DHB-Pokal sind: „Allein die Tatsache, dass wir bislang ohne nationalen Titel sind und in diesem Jahr eine Chance auf das Double haben, ist eine unfassbare Gelegenheit.“

Voraussetzung ist aber auch, dass die Löwen ihre Nerven in den Griff bekommen. In den vergangenen Jahren sind die Badener nämlich oftmals an sich selbst gescheitert, in dem man bei vermeintlichen Underdogs wichtige Punkte hat liegen lassen. 

Trotz der Niederlagen gegen Kiel und Flensburg wirken die Rhein-Neckar Löwen in dieser Spielzeit bisher aber deutlich gefestigter als in den vergangenen Jahren. Nun gilt es dies auch im Endspurt auf das Parkett zu bringen.

Vor allem Kapitän Uwe Gensheimer wird alles daran setzen, mit ‚seinen‘ Löwen den ganz großen Coup zu schaffen. Schließlich will sich der 29-jährige Mannheimer mit dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte in Richtung Paris verabschieden.

nwo

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