Weil Flensburg patzt

Deutscher Meister!!! Löwen verteidigen Titel

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Die Rhein-Neckar Löwen gewinnen gegen den THW Kiel mit 28:19 und sind erneut deutscher Meister.

Mannheim - Da ist das Ding! Mit einem 28:19-Heimerfolg gegen den THW Kiel haben die Rhein-Neckar Löwen ihre zweite deutsche Meisterschaft gewonnen, den Titel verteidigt - weil Flensburg patzte...

Fotos: Deutscher Meister!!! Löwen verteidigen Titel

Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen den THW Kiel war mehr als optimal: Weil der direkte Verfolger aus Flensburg gegen Göppingen patzte, musste ‚lediglich‘ ein Heimsieg gegen die Zebras her, um den Titel zu verteidigen und die zweite deutsche Meisterschaft feiern zu können.

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Und diese Chance ließen sich die Gelbhemden nicht entgehen!

Der Titelverteidiger deklassierte den THW am Mittwochabend klar mit 28:19 (11:10) und ist zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. 

Im Laufe des Spiels hat man einfach gesehen, dass unser Wille einfach so groß war, dass wir es heute schaffen wollte“, sagte Nationalspieler Patrick Groetzki bei Sport1. „Ich kann es noch überhaupt nicht glauben.

Eine große Meisterfeier gibt es für die Löwen am späten Mittwochabend aber noch nicht. Die Schale bekommen sie ohnehin erst nach dem letzten Saisonspiel gegen die MT Melsungen am 10. Juni überreicht.

Doch wen kümmert‘s? Die Stimmung in der SAP Arena war ohnehin meisterlich. Über Zehntausend Zuschauer feierten ihre Löwen minutenlang mit Sprechchören und Gesängen. 

Schon zuvor hatten die Gelbhemden ihre Fans mit einer über weite Strecken starken Vorstellung in Stimmung gebracht. Mit einer kämpferischen Leistung revanchierten sie sich für die bittere Niederlage Ende März, als der THW die Löwen in eigener Halle aus der Champions League geworfen hatte. 

Doch diesmal agierte Jacobsens Team gegen die von Verletzungen geplagten Kieler souveräner. Bester Werfer seiner Mannschaft waren der erneut überragende Kapitän Andy Schmid und Gudjon Valur Sigurdsson mit je sechs Treffern. 

dpa/rob

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Nach dem Sieg gegen Flensburg hat man sich schon auf die Titelverteidigung der Rhein-Neckar Löwen einstellen können. Dass die Badener aber bereits am Mittwoch den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte einfahren, damit haben nicht viele gerechnet.

Bereits vor dem Löwen-Heimspiel gegen den THW Kiel ist die frohe Kunde gekommen, dass die SG Flensburg-Handewitt in Göppingen verloren hat und dass die Gelbhemden mit einem Sieg gegen den Rekordmeister nicht mehr einzuholen sind. 

Nachdem das Jacobsen-Team zur Pause knapp mit 11:10 geführt hat, haben Andy Schmid und Co. in der zweiten Hälfte ein wahres Handball-Feuerwerk auf das Parkett in der SAP Arena hingelegt. Am Ende gewinnt der alte und neue Meister deutlich mit 28:19.

Fans und Spieler können ihr Glück kaum fassen, im Löwen-Wohnzimmer herrscht grenzenloser Jubel. „Wahnsinn, unglaublich - es ging so schnell. Wir sind nicht richtig vorbereitet. Aber die Spontanpartys sind die besten“, sagt Kapitän Andy Schmid nach der Partie. „Niemand hatte uns auf dem Zettel, das ist unglaublich“, freut sich auch Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

Löwen feiern auf ‚Malle‘

Welchen Stellenwert die Titelverteidigung hat, macht Sportdirektor Oliver Roggisch deutlich. „Es ist schon schwer genug, Meister zu werden - und das dann im nächsten Jahr noch einmal zu wiederholen, ist einfach der Wahnsinn“, sagt der Weltmeister von 2007.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben die Löwen jetzt auch genug Zeit, um ihren Triumph zu feiern. „Wir machen die ganze Woche durch“, strahlt Nationalspieler Patrick Groetzki. Am Donnerstagmorgen hat sich der Meister-Tross auf den Weg nach Mallorca gemacht. Schließlich hat Erfolgscoach Nikolaj Jacobsen der Meistermannschaft bis Pfingstmontag freigegeben. 

Auch Uwe Gensheimer, der die Löwen im vergangenen Sommer nach 13 Jahren verlassen hat, schickt Glückwünsche aus Paris

nwo

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