NBA-Superstar ist entspannt

Karriereende? Nowitzki will „noch ein paar Jahre Gas geben“

+
Dirk Nowitzki holte 2011 mit den Mavs den Titel.

Dirk Nowitzki sieht den anstehenden Verhandlungen um einen Vertrag bei den Dallas Mavericks entspannt entgegen. Der Basketball-Superstar sieht sich noch nicht am Ende seiner Laufbahn.

Frankfurt/Main - Natürlich muss sich Dirk Nowitzki keine Sorgen um einen neuen Vertrag machen. Dass der Basketball-Superstar seine Karriere bei den Dallas Mavericks beendet, gilt als sicher, eine neue Unterschrift in den kommenden Wochen ist nur Formsache. Die viel interessantere Frage lautet: Wann hängt der Würzburger seine Schuhe in Größe 54 an den Nagel?

"Ich lasse gerne das Ende offen", sagte Nowitzki am Samstagabend im ZDF-Sportstudio, legte wenig später aber nach: "Im Moment will ich noch ein paar Jahre Gas geben, wenn der Körper mitspielt." Möglich also, dass die anstehende 20. NBA-Saison nicht die letzte des mittlerweile 39 Jahre alten Power Forwards wird und er der stärksten Liga der Welt länger erhalten bleibt.

Die Mavs, Meister von 2011, hatten Medienberichten zufolge eine Verlängerungsoption des bestehenden Vertrags um ein weiteres Jahr für ein festgeschriebenes Gehalt von 25 Millionen Dollar nicht gezogen. Stattdessen soll ein neuer Zweijahresvertrag angeboten werden. Mögliche finanzielle Einsparungen könnten die Texaner dann in den Neu-Aufbau des Teams um Nowitzki herum stecken.

Ein Vertrag bis 2019 sei aktuell "der Plan", wie Nowitzki sagte: "Es stehen noch ein paar andere Leute im Vordergrund, die man gerne nach Dallas holen würde. Wir werden eine Lösung finden, die für beide Seiten die beste ist." Bereits in der Vergangenheit hatte der 2,13-m-Riese auf Geld verzichtet, um eine starke Mannschaft um sich herum zu haben.

Nowitzki werde schauen, "wie viel am Schluss für mich übrig ist. Das ist aber nicht das Hauptziel. Jetzt wollen wir erstmal eine gute, junge, schlagkräftige Truppe auf das Feld schicken. Der alte Mann, der bleibt dann schon da." In der vergangenen Saison verpasste Dallas die Play-offs, Nowitzki musste viel zu früh in den Urlaub gehen. Im Herbst seiner Karriere den Klub zu wechseln, sei jedoch keine Option.

Nowitzki auf Urlaub in Franken

Seit ein paar Tagen ist Nowitzki zurück in Deutschland und genießt die Zeit mit der Familie in der fränkischen Heimat. "Es geht auch darum, dass die Kids so viel Zeit wie möglich mit Oma und Opa verbringen und eine schöne Zeit im Sommer haben", sagte Nowitzki, der Ehefrau Jessica und die drei Kinder zum Heimatbesuch mitgebracht hat.

Das Training habe längst wieder begonnen, auch wenn Nowitzki bis zum Wochenende in Deutschland noch keinen Ball in der Hand hatte. "Es kribbelt schon wieder. Wenn man alt ist, kann man nicht mehr so lange aussetzen", sagte Nowitzki und grinste. Bei einem seiner seltenen TV-Auftritte in Deutschland zeigte sich der sechstbeste Scorer der NBA-Geschichte gewohnt bodenständig, kam wie so oft ganz locker in Jeans und weitem T-Shirt.

Etwas unangenehm war es Nowitzki, als Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ihn live vor einem Millionen-Publikum lobte ("Er ist ein Idol, einer der wenigen deutschen internationalen Topstars") und zu einem Besuch beim Fußball-Weltmeister einlud. "Lieber Dirk, es wäre wunderschön, wenn du es in deiner Freizeit mal schaffen würdest, bei uns vorbeizuschauen", sagte Bierhoff. Die etwas verlegene Antwort: "Danke! Ich probiere es auf jeden Fall."

Am Montag tritt Nowitzki zunächst selbst gegen den Ball. Er lädt zum zweiten Mal zum Benefiz-Fußballspiel "Champions for Charity" zu Ehren des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher in Mainz ein. Die Erlöse kommen der Dirk-Nowitzki-Stiftung und der Keep-Fighting-Initiative zugute.

Lesen Sie auch: NBA-Awards: Nowitzki erhält besondere Auszeichnung

NBA: Die wertvollsten Teams der Basketball-Profiliga

sid

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare