Preisverleihung

Bei den Laureus Awards gehen Angie Kerber und die Deutschen leer aus

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Nichts zu holen: Bei den Laureus Awards gehen Angie Kerber und Co. leer aus

Statt Tennisstar Angie Kerber, Para-Weitspringer Markus Rehm und dem F1-Team von Mercedes haben bei den Laureus Awards in Monaco andere triumphiert - darunter einige alte Bekannte.

Monaco - Fürst Albert von Monaco klatschte den Siegern anerkennend zu, die zahlreichen Promis und Gäste im prunkvoll geschmückten "Salle des Etoiles" feierten die erfolgreichsten Sportler des Jahres - doch den deutschen Kandidaten blieb bei den Laureus Awards im Fürstentum nur eine Nebenrolle.

Sowohl Tennis-Star Angelique Kerber aus Kiel als auch Para-Weitspringer Markus Rehm aus Leverkusen und das Formel-1-Weltmeisterteam von Mercedes gingen bei den 20. Laureus Awards leer aus. Diese "Niederlagen" konnte das deutsche Trio aber wohl gut verschmerzen, schließlich mussten sich alle drei in ihren jeweiligen Kategorien absoluten Überfliegern geschlagen geben.

Bei der Kategorie Sportlerin des Jahres, bei der auch Wimbledon-Siegerin Kerber nominiert war, gewann erneut US-Turnerin Simone Biles. Die erst 21-Jährige hatte bei der WM in Doha groß abgeräumt und ist mit nun 14 Goldmedaillen die erfolgreichste Turnerin bei Weltmeisterschaften. Für Kerber ein Deja-vu: Sie war bereits 2017 nominiert gewesen - und musste auch damals Biles den Vortritt lassen.

Frankreichs Fußball-Weltmeister triumphierten wenig überraschend in der Kategorie Team des Jahres. Nationaltrainer Didier Deschamps, der ebenfalls unter den zahlreichen Gästen war, nahm die Trophäe selbst entgegen. Damit setzte sich ein Trend fort: Seit es die Awards gibt, hat immer der jeweilige Fußball-Weltmeister den Teampreis gewonnen. 2015 siegte Deutschland (für den WM-Triumph 2014), 2011 Spanien, 2007 Italien und 2003 Brasilien.

Para-Weitspringer Rehm musste sich in der Kategorie Behindertensportler des Jahres der sehbehinderten Skirennfahrerin Henrieta Farkasova aus der Slowakei geschlagen geben. Sportler des Jahres wurde zum vierten Mal Serbiens Tennis-Star Novak Djokovic, der nach Siegen mit dem achtmaligen Sprint-Olympiasieger Usain Bolt (Jamaika) gleichzog. Noch erfolgreicher ist nur Roger Federer, der "Tennis-Maestro" aus der Schweiz triumphierte fünfmal.

Durch den Abend führte Schauspieler James Marsden (u.a. X-Men), die für den Grammy Award nominierte britische Sängerin Jorja Smith sorgte für die musikalische Untermalung. Bei den Awards stehen Glanz und Glamour im Mittelpunkt - die Sportstars aus aller Welt und allen Disziplinen wollen aber auch auf die eigentliche Arbeit der Stiftung aufmerksam machen. Laureus engagiert sich mit Sportprojekten auf der ganzen Welt für benachteiligte Kinder.

Einer breiten Öffentlichkeit ist Laureus jedoch aufgrund der jährlichen Awards ein Begriff. Elf Preise gingen bislang an deutsche Sportler, dazu kommt eine Sonderauszeichnung für Franz Beckenbauer, der 2007 für sein Lebenswerk geehrt wurde. Die Awards finden seit 2000 statt und waren bereits in Metropolen auf der ganzen Welt zu Gast. Berlin hieß die Sportler 2016 willkommen, seit 2017 steigen die Awards im Fürstentum.

Am Montag tummelten sich also zahlreiche aktive und ehemalige Sportler sowie Promis, Sänger und Schauspieler in mittlerweile gewohnter Umgebung auf dem roten Teppich. Boris Becker gehörte ebenso zu den Gästen wie der ehemalige Fußball-Star Alessandro del Piero oder Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen. Nach der Gala ging es in der Disco Jimmy'z gleich mit der Feier weiter.

Die Sieger im Überblick:

Sportler: Novak Djokovic (Serbien/Tennis/4. Auszeichnung in dieser Kategorie)

Sportlerin: Simone Biles (USA/Turnen/2.)

Behindertensportler: Henrieta Farkasova (Slowakei/sehbehinderte Skirennfahrerin/1.)

Team: Französische Fußball-Nationalmannschaft (2.)

Durchbruch: Naomi Osaka (Japan/Tennis/1.)

Comeback: Tiger Woods (USA/Golf/1.)

Action: Chloe Kim (USA/Snowboard-Olympiasiegerin in der Halfpipe)

sid

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