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Biathlon: Weiter große Sorge um Eckhoff - Norwegerin spricht von „Lebenskrise“

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Von: Tobias Ruf

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Die norwegische Biathletin Tiril Eckhoff gibt große Rätsel auf.
Die norwegische Biathletin Tiril Eckhoff gibt große Rätsel auf. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Seit Jahren gehört Tiril Eckhoff zu den stärksten und erfolgreichsten Athletinnen im Biathlon. In einem bemerkenswerten Interview ließ die Olympiasiegerin nun tief in ihr Seelenleben blicken. Eckhoff erlebt schwere Zeiten.

Oslo - Im norwegischen Biathlon herrscht große Sorge um Tiril Eckhoff. Die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2020/21 befindet sich in einer schweren Krise und gab in einem Interview bemerkenswerte Einblicke in ihren seelischen Zustand.

Beim norwegischen TV-Sender tv2 sprach Eckhoff offen über die wohl problematischste Phase ihrer Karriere. Nach dem Weltcup-Finale 2022 in ihrer Heimat Oslo infizierte sich die 32-Jährige mit dem Corona-Virus und hatte anschließend große Probleme, in ihren Trainingsalltag zurückzukehren.

Biathlon: Eckhoff leidet unter Schlaflosigkeit und Motivationsproblemen

Eckhoff sprach von Schlafstörungen, die mit Motivationsproblemen einhergingen. Mit der Nationalmannschaft der norwegischen Biathlon-Damen hat die zehnfache Weltmeisterin den gesamten Sommer über nicht trainieren können.

Das für Oktober in Oberhof angesetzte Trainingslager findet wohl ohne Eckhoff statt. Ob die Norwegerin den Auftakt des Biathlon-Weltcups 2022/23 im finnischen Kontiolahti bestreiten wird, ist unklar.

Biathlon: Schwankende Trainingsleistungen bei Eckhoff

Patrick Oberegger, Trainer der norwegischen Biathletinnen, berichtete unterdessen von wechselhaften Trainingsleistungen seines Schützlings Eckhoff. „Es gibt gute Trainingstage, immer wieder sind aber auch schlechtere Tage dabei“, wird der Südtiroler zitiert.

Das Thema vorzeitiges Karriereende ist inzwischen vom Tisch. Eckhoff äußerte, dass sie im Frühjahr Rücktrittsgedanken hatte, nun aber behutsam in den Weltcup zurückkehren wolle.

Nach ihrer überragenden Saison 2020/21, in der sie 13 Weltcupsiege feierte, den Gesamtweltcup und die Disziplinwertungen im Sprint und Verfolger gewann, hatte sie zu Beginn des abgelaufenen Weltcups große Probleme am Schießstand.

Pünktlich zu den Olympischen Winterspielen in Peking war Eckhoff aber wieder in starker Form. Sie wurde Olympiasiegerin in der Mixed-Staffel und gewann im Massenstart und der Verfolgung zwei weitere Medaillen.

Einem starken Saisonfinale folgte die Corona-Infektion und der nun beschwerliche Weg zurück in den Weltcupzirkus.

Quelle: chiemgau24.de

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