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Karlsruher SC: Geschichte, Erfolge, wichtige Persönlichkeiten - alle Infos zum KSC

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Von: Nils Wollenschläger

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Der Karlsruher SC blickt auf eine bewegte Historie zurück.
Der Karlsruher SC blickt auf eine bewegte Historie zurück. © picture alliance/dpa

Karlsruhe – Der Karlsruher SC blickt auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurück. Erfolge, Auf- und Abstiege, das Wildparkstadion - hier gibt es alle Infos zum KSC:

Der Karlsruher SC zählt zu den größten Fußball-Vereinen in der Region Nordbaden. Der Klub, der aus einer Fusion des Karlsruher FC Phönix und des VfB Mühlburg entstanden ist, spielt aktuell in der 2. Bundesliga. Als größte Erfolge gelten die Pokalsiege 1955 und 1956, die Vizemeisterschaft 1956, die Uefa-Pokal-Saison 1993/94, die erst im Halbfinale endete, und zahlreiche Aufstiege. Der Karlsruher SC hat spätere Nationalspieler wie Oliver Kahn, Mehmet Scholl oder auch Jens Nowotny hervorgebracht. Seine Heimspiele trägt der KSC im Wildparkstadion am Adenauerring in Karlsruhe aus. Seit November 2018 befindet sich das Stadion im Umbau. Die Fertigstellung ist für 2022 terminiert.

Karlsruher SC: Wiki und Infos zum KSC

NameKarlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e.V.
Gründung6. Juni 1894
FarbenBlau-Weiß
StadionWildparkstadion (Adenauerring 17, 76131 Karlsruhe)
PräsidentIngo Wellenreuther
TrainerChristian Eichner
Geschäftsführer SportOliver Kreuzer
GeschäftsführerMichael Becker
Größte ErfolgeDeutscher Meister 1909Deutscher Pokalsieger: 1955, 1956Halbfinalist im Uefa-Pokal: 1994Meister Regionalliga Süd: 2001Meister 2. Bundesliga: 2007Meister 3. Liga: 2013
Homepagewww.ksc.de

Karlsruher SC: Entstehungsgeschichte - FC Phönix und VfB Mühlburg

Der Karlsruher SC ist 1952 als Fusion des Karlsruher FC Phönix und des VfB Mühlburg entstanden. Der FC Phönix ist bereits 1894 gegründet worden und ist 1909 mit Kapitän Arthur Beier gar Deutscher Meister geworden. Der Klub muss sich Anfang des Jahrhunderts oftmals dem Lokalrivalen Karlsruher FV geschlagen geben. Ab 1923 spielt Phönix im ‚ersten‘ Wildparkstadion

Der VfB Mühlburg ist erst 1933 (Fusion des FC Mühlburg 1905 mit dem VfB Karlsruhe) entstanden. Von 1933 bis 1944 spielt der Verein in der Gauliga Baden und ist in dieser Zeit dreimal badischer Vizemeister geworden. 1938 und 1939 wird der VfB Mühlburg badischer Pokalsieger. 1947 steigt der Klub in die damals erstklassige Oberliga Süd auf.

Karlsruher SC: Anfangsjahre des KSC 

Die Fusion zwischen dem Karlsruher FC Phönix und dem VfB Mühlburg führt schnell zu sportlichen Erfolgen. Der Verein heißt nun Karlsruher SC von 1894 Mühlburg-Phönix e. V. und trägt seine Heimspiele in den ersten drei Jahren in der Honsellstraße in Mühlburg aus, da das Wildparkstadion erneuert worden ist. Erster Präsident ist Heinz von der Heydt. Nach der Einweihungen des Wildparkstadions 1954 folgen die ersten Titel. 

1955 und 1956 holt der Karlsruher SC den DFB-Pokal, 1956 wird der KSC süddeutscher Meister und Vize-Meister und 1958 sowie 1960 erneut süddeutscher Meister. 1963 ist der Karlsruher SC Gründungsmitglied der Bundesliga. Das erste Bundesliga-Spiel am 24. August 1963 verliert der KSC im heimischen Wildparkstadion mit 1:4 gegen den Meidericher SV. 1967/68 steigt der Verein erstmals aus der Bundesliga ab und spielt somit zum ersten Mal seit der Fusion nicht in der ersten Liga.

Karlsruher SC: Wiederaufstieg in die Bundesliga - Ära Winfried Schäfer beginnt

Erst 1975 steigt der KSC wieder in das Fußball-Oberhaus auf. Die Karlsruher entwickeln sich in den folgenden Jahren zu einer echten ‚Fahrstuhlmannschaft‘, die zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga ‚pendelt‘. Nach mehreren Auf- und Abstiegen wird 1986 der ehemalige Spieler Winfried Schäfer neuer KSC-Trainer. Mit der Verpflichtung Schäfers kehrt auch der Erfolg zurück in den Wildpark

Nach dem Aufstieg 1987 etabliert Schäfer den KSC in der Bundesliga und formt Talente wie Oliver Kahn, Jens Nowotny, Oliver Kreuzer, Michael Sternkopf oder auch Mehmet Scholl, die später allesamt zu Top-Klubs wechseln sollten. Dank des sechsten Platzes 1993 qualifiziert sich der Karlsruher SC erstmals für den Uefa-Pokal und erlebt in diesem Wettbewerb historische Momente.

Erfolgstrainer Winfried Schäfer jubelt mit einem KSC-Schal.
Erfolgstrainer Winfried Schäfer jubelt mit einem KSC-Schal. © picture alliance / dpa

Karlsruher SC: Legendäre Saison im Uefa-Pokal - 7:0 gegen den FC Valencia

Im Uefa-Pokal sorgt der KSC 1993/94 für eine echte Sensation. Gleich bei der Premiere stürmen die Badener ins Halbfinale. Legendär: In der zweiten Runde dreht der Karlsruher SC gegen den FC Valencia ein 1:3 aus dem Hinspiel und gewinnt im Wildparkstadion mit 7:0. Die Partie geht als ‚Wunder vom Wildpark‘ in die Geschichtsbücher ein. KSC-Stürmer Edgar Schmitt trifft gegen Valencia gleich vier Mal und erhält dadurch den Spitznamen ‚Euro-Eddy‘. 

Zudem setzt sich der KSC gegen PSV Eindhoven, Boavista Porto und Girondins Bordeaux durch. Erst im Halbfinale scheitert die Elf von Winfried Schäfer an Austria Salzburg. Die Karlsruher können den Schwung mit in die kommenden Jahre nehmen. Sowohl 1996/97 als auch 1997/98 nimmt die Mannschaft erneut am Uefa-Pokal teil. 1996 schafft der KSC den Sprung ins Finale des DFB-Pokal. Dort scheitern die Badener allerdings mit 0:1 am 1. FC Kaiserslautern.

Historisch: Edgar Schmitt, genannt Euro-Eddy, trifft gegen den FC Valenica gleich vier Mal.
Historisch: Edgar Schmitt, genannt Euro-Eddy, trifft gegen den FC Valenica gleich vier Mal. © picture alliance/dpa

Karlsruher SC: Winfried Schäfer wird entlassen - Abstieg bis in die Regionalliga

1997/98 kann der Karlsruher SC die prominenten Abgänge der letzten Jahre - unter anderem Thorsten Fink und Michael Tarnat, die beide zum FC Bayern gewechselt sind - sind nicht mehr kompensieren. Mit Thomas Häßler haben die Badener zwar einen Weltmeister von 1990 in ihrem Kader, doch der Abstieg ist nicht zu vermeiden. Im März 1998 muss Erfolgscoach Winfried Schäfer nach zwölf Jahren gehen. Es folgt der Abstieg in die 2. Bundesliga.

Nachdem der direkte Wiederaufstieg mit Platz fünf misslingt, erlebt der KSC 1999/00 ein weiteres Chaos-Jahr. Der finanziell gebeutelte Klub steigt 2000 in die damals drittklassige Regionalliga Süd ab. Auch Joachim Löw, der später Bundestrainer wird und das DFB-Team 2014 zum WM-Titel führt, kann den Abstieg nicht verhindern. Im Mai 2000 tritt zudem KSC-Präsident Roland Schmider nach 26 Jahren Amtszeit zurück.

Der spätere Bundestrainer Joachim Löw kann den Abstieg des Karlsruher SC nicht verhindern.
Der spätere Bundestrainer Joachim Löw kann den Abstieg des Karlsruher SC nicht verhindern. © picture-alliance / dpa

Karlsruher SC: Rückkehr in die 2. Bundesliga und Posse um Reinhold Fanz

Unter dem neuen Trainer Stefan Kuntz schafft der Karlsruher SC den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Auch wenn sich die Badener in den folgenden Jahren in der zweithöchsten Spielklasse halten, geht es hinter den Kulissen turbulent zu. 2002 steht der KSC kurz vor der Insolvenz. Der ehemalige Oberbürgermeister Gerhrard Seiler übernimmt als ‚Not-Präsident‘ und kann den KSC retten. 

Zu einem Kuriosum kommt es im Januar 2005: Nach der Entlassung von Trainer Lorenz-Günther Köstner wird zunächst Reinhold Fanz geholt. Nach nur sieben Tagen trennen sich die Wege allerdings bereits wieder. KSC-Hauptsponsor EnBW droht wegen der Verpflichtung von Fanz mit Rückzug. Neuer KSC-Coach wird Edmund ‚Ede‘ Becker, der bis dato die zweite Mannschaft trainiert hat. Becker stabilisiert den KSC und sorgt dafür, dass schon bald wieder Bundesliga-Fußball im Wildparkstadion gespielt wird.

Karlsruher SC: Aufstieg in die Bundesliga

Nach Platz sechs in der Vorsaison spielt der Karlsruher SC eine überragende Saison 2006/07, an deren Ende der Aufstieg in die Bundesliga steht. Schlüsselspieler sind unter anderem Torhüter Markus Miller, Verteidiger Maik Franz, Mittelfeldspieler Massimilian Porcello und das Offensivduo Giovanni Federico und Edmond Kapllani, das zusammen 36 Tore erzielt. Bereits drei Spieltage vor Saisonende sichert sich der KSC die Meisterschaft in der 2. Bundesliga und macht somit die Rückkehr in die Bundesliga perfekt.

Im Oberhaus hat der Karlsruher SC keine Anpassungsprobleme. Nach dem erfolgreichsten Start ihrer Bundesliga-Geschichte beenden die Badener die Hinrunde auf Platz sechs. Am Saisonende stehen die Karlsruher auf Platz elf, was den Klassenerhalt bedeutet. Ein Jahr später kann der Klub vom Wildpark die Leistung nicht wiederholen. Auch wenn der KSC bis zuletzt auf den Klassenverbleib hofft, endet die Saison 2008/09 mit Platz 17 und dem Abstieg in die 2. Bundesliga.

Ede Becker führt den Karlsruher SC 2007 in die Bundesliga.
Ede Becker führt den Karlsruher SC 2007 in die Bundesliga. © picture-alliance/ dpa

Karlsruher SC: Abstieg in die 3. Liga und Neuanfang unter Markus Kauczinski

In der 2. Liga tut sich der KSC schwer. Trainer Ede Becker, der seit 2010 Nachwuchskoordinator des KSC ist, und Manager Rolf Dohmen müssen gehen. Nach den Platzierungen 10 und 15 steigen die Karlsruher als 2011/12 erneut in die 3. Liga ab. In der Relegation ist der ehemalige Bundesligist am SSV Jahn Regensburg gescheitert. 

Unter Trainer Markus Kauczinski soll fortan der Neuanfang gestartet werden - mit Erfolg. Das Team um Spielmacher Hakan Çalhanoğlu sichert sich Platz eins und steigt somit direkt wieder auf. Trotz der Abgänge von Çalhanoğlu und Manager Oliver Kreuzer, die sich beide dem Hamburger SV angeschlossen haben, entwickelt sich der Karlsruher SC zu einem Top-Team der 2. Bundesliga und beendet die Saison 2013/14 auf Platz fünf. 

Karlsruher SC: Relegationsdrama gegen den HSV und erneuter Absturz

2014/15 landet der Karlsruher SC gar auf Platz drei. In der anschließenden Relegation geht es gegen den Hamburger SV, der den ersten Bundesliga-Abstieg seiner Geschichte verhindern will. Zu den Leistungsträgern zählen in dieser Zeit unter anderem Keeper Dirk Orlishausen, Verteidiger Daniel Gordon, Mittelfeldspieler Reinhold Yabo und Stürmer Rouwen Hennings. Nach dem 1:1 im Hinspiel kommt es zum Showdown im Wildparkstadion

Karlsruhe geht zwölf Minuten vor dem Ende durch Yabo in Führung - der Aufstieg scheint zum Greifen nah zu sein. Kurz vor dem Schlusspfiff bekommt der HSV einen höchst umstrittenen Freistoß zugesprochen, den Marcelo Diaz zum 1:1 verwandelt. In der Verlängerung macht Nicolai Müller das 1:2 und sorgt somit dafür, dass der KSC in der 2. Bundesliga bleibt. 

Von dieser Enttäuschung sollte sich der Verein in der Folge nicht erholen. Nach Platz sieben 2015/16 verlässt Kauczinski den KSC und wechselt zum FC Augsburg. 2016/17 erleben die Badener eine turbulente Saison mit mehreren Trainerwechseln - als Tabellenletzter geht es für den Traditionsverein erneut in die 3. Liga.

Die KSC-Profis trauern 2015 nach dem dramatisch verpassten Aufstieg in die Bundesliga.
Die KSC-Profis trauern 2015 nach dem dramatisch verpassten Aufstieg in die Bundesliga. © picture alliance / dpa

Karlsruher SC: Schwartz übernimmt - spektakulärer Abschied vom Wildparkstadion

Den Neuaufbau nach dem Abstieg übernimmt Oliver Kreuzer, der noch in der Abstiegssaison nach Karlsruhe als Manager zurückgekehrt ist. Nach einem miserablen Saisonstart muss Trainer Marc-Patrick Meister seinen Hut nehmen, sein Nachfolger wird Alois Schwartz, der zuvor unter anderem erfolgreich beim SV Sandhausen gearbeitet hat. Unter Schwartz gelingt dem KSC eine Aufholjagd, die letztlich noch für die Relegation reicht. In dieser scheitern die Badener allerdings an Erzgebirge Aue

In der Saison 2018/19 lässt sich der KSC den Aufstieg dann nicht nehmen und steigt als Tabellenzweiter der 3. Liga direkt in die 2. Bundesliga auf. Zudem gewinnen die Karlsruher zum zweiten Mal in Folge den badischen Pokal. Ein Highlight der Aufstiegssaison ist der 3. November 2018. Nach dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers wird das Wildparkstadion mit einer ‚Pyro-Show‘ verabschiedet. Kurz darauf beginnen die Abrissarbeiten, das neue Wildparkstadion soll 2022 fertiggestellt werden. Auf der Mitgliederversammlung 2019 ist mit 88,2 Prozent der Mitglieder beschlossen worden, dass die Profimannschaft, die U17 sowie die U19 aus dem e.V. in eine GmbH ausgegliedert wird.

Karlsruher SC: Ex-Spieler Christian Eichner wird neuer Trainer - Abstiegssorgen in der 2. Bundesliga

Der Karlsruher SC findet sich nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga schnell im Abstiegskampf wieder. Nach einer Negativserie wird Alois Schwartz beurlaubt, sein Nachfolger wird Co-Trainer und Ex-KSC-Profi Christian Eichner. Auch unter seiner Leitung kann sich der KSC im Abstiegskampf noch keine Luft verschaffen. Bevor die Saison 2019/20 wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden muss, rangieren die Karlsruher auf Platz 17. Auch die finanziellen Sorgen sind groß. Dem Zweitligisten droht offenbar eine Insolvenz.

Karlsruher SC: Das Wildparkstadion - das Stadion des KSC

Seine Heimspiele trägt der Karlsruher SC bereits seit 1954 im Wildparkstadion am Adenauerring in Karlsruhe aus. Das Stadion ist mehrmals renoviert bzw. erneuert worden. Nach jahrelangen Diskussionen hat im November 2018 der Neubau begonnen. Dieser kostet rund 123 Millionen Euro. 

Das Kulturministerium Baden-Württemberg steuert hierfür Fördermittel in Höhe von 11 Millionen Euro bei. Das neue Wildparkstadion soll 2022 eröffnet werden. Trotz des Umbaus trägt der KSC seine Heimspiele momentan weiterhin im Wildparkstadion aus. Während der Neubauphase 2019/20 umfasst die Arena eine Kapazität von 15.330 Zuschauern.

Luftbild Wildparkstadion Karlsruhe
Das Wildparkstadion während des Umbaus. © picture alliance/dpa

Karlsruher SC: Infos zu Tickets

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Du dir Tickets für ein Heimspiel des Karlsruher SC im Wildparkstadion kaufen kannst. Tageskarten können im Online-Shop, im Fanshop am Wildparkstadion oder an der Tageskasse am Spieltag erworben werden. An den Tageskassen gibt es einen Zuschlag von zwei Euro. Zudem gibt es mehrere Vorverkaufsstellen, die Tickets für KSC-Spiele verkaufen. Tickets für den Gästeblock kannst Du ausschließlich über den Gastverein kaufen.

Karlsruher SC: Kader in der Saison 2019/20

PositionNameRückennummer
Tor
Benjamin Uphoff#1
Marius Gersbeck#35
Sven Müller#28
Mario Schragl#29
Abwehr
Dirk Carlson#23
Daniel Gordon#3
Alexander Groiß#20
Christoph Kobald#22
David Pisot#5
Damian Roßbach#6
Marco Thiede#21
Mittelfeld
Änis Ben-Hatira#32
Burak Çamoğlu#2
Kyoung-rok Choi#37
Lukas Fröde#4
Jérôme Gondorf#26
Janis Hanek#25
Marc Lorenz#7
Justin Möbius#18
Manuel Stiefler#8
Marvin Wanitzek#10
Sturm
Marco Djuricin#17
Anton Fink#30
Lukas Grozurek#27
Babacar Gueye#24
Philipp Hofmann#33
Dominik Kother#19
Martin Röser#11
Cheftrainer
Christian Eichner
Co-Trainer
Zlatan Bajramovic
Torwart-Trainer
Markus Miller

Karlsruher SC: Sponsoren des KSC

1974 hat der Karlsruher SC erstmals den Schriftzug eines Hauptsponsors auf seinem Trikot getragen. Das erste Unternehmen, das auf der KSC-Brust geworben hat, ist „Karlsruher Leben“, ein Versicherungsunternehmen. In den 90ern wird der KSC unter anderem von der Molkerei „Ehrmann“ gesponsert. Von 2004 bis 2008 ist EnBW der Hauptsponsor. Das Energie-Unternehmen hat sich 2005 dafür stark gemacht, dass Trainer Reinhold Fanz nach nur wenigen Tagen wieder beurlaubt wird. Seit 2010 wird der KSC von „Klaiber“, einem Hersteller von Sonnenschutz und Markisen, gesponsert.

Karlsruher SC: Fanclubs und Fanfreundschaft mit Hertha BSC - Rivalität mit dem VfB

Laut der KSC-Homepage gibt es aktuell in ganz Deutschland 36 KSC-Fanclubs. Die Fans des Karlsruher SC pflegen bereits seit vielen Jahrzehnten eine Fanfreundschaft mit Hertha BSC. Diese geht zurück auf das Bundesliga-Spiel zwischen den beiden Teams am 14. August 1976. Die Hertha-Fans, die sich auf dem Weg nach Karlsruhe gemacht haben, sind von der Gastfreundlichkeit der KSC-Fans so begeistert gewesen, dass sich in der Folge die Fanfreundschaft entwickelt hat. 

Speziell der Empfang am Karlsruher Hauptbahnhof ist den Hertha-Anhängern damals in besonderer Erinnerung geblieben. Beim Bundesliga-Duell 2007/08 im Berliner Olympia-Stadion haben die Hertha-Fans eine Choreographie mit dem Titel „Ein Bündnis für die Ewigkeit“ auf die Beine gestellt. In der Anfangszeit haben die Anhänger eine Rivalität zum Stadtrivalen Karlsruher FV gehegt. Inzwischen gelten der VfB Stuttgart, der 1. FC Kaiserslautern und der SV Waldhof Mannheim aus Sicht der Fans als größte Rivalen des KSC.

Karlsruher SC: Maskottchen „Willi Wildpark“

Das erste Maskottchen des Karlsruher SC ist in den 90er Jahren der Fuchs „Swinny“. Der Name ist in Anlehnung an Erfolgstrainer Winfried Schäfer (Spitzname „Winny“) ausgewählt worden. 

Seit dem Heimspiel gegen Hansa Rostock am 20. November 2006 ist das Maskottchen des KSC das Wildschwein „Willi Wildpark“, das auf dem Trikot die Nummer 94 trägt. Damit wird auf das Gründungsjahr von KSC-Vorgängerklub FC Phönix angespielt.

Maskottchen Willi Wildpark (hier 2017 mit dem damaligen KSC-Trainer Mirko Slomka).
Maskottchen Willi Wildpark (hier 2017 mit dem damaligen KSC-Trainer Mirko Slomka). © picture alliance / Uli Deck/dpa

Karlsruher SC: Frauen-Mannschaft des KSC

Die Frauenfußball-Abteilung des Karlsruher SC ist 2001 gegründet worden. Damals hat der KSC die Mannschaften des aufgelösten Vereins DFC Eggenstein übernommen. In den folgenden Jahren spielen die KSC-Damen zunächst in der drittklassigen Oberliga. Von 2004 bis 2007 ist die Frauenfußball-Abteilung zweitklassig. Nach einem weiteren Abstieg spielt das Team seit 2010 in der inzwischen viertklassigen Oberliga Baden-Württemberg.

Karlsruher SC: Zweite Mannschaft wird von Fans reaktiviert

Aufgrund ausbleibender Erfolge in der Oberliga und finanzieller Gründe hat der Karlsruher SC seine zweite Mannschaft 2018 abgemeldet. Ein Jahr später folgt die Kehrtwende - allerdings auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Auf Anregung der organisierten Fanszene des KSC ist die zweite Mannschaft mit einem Team aus Amateurspielern in der Kreisklasse C angemeldet worden. Trainiert wird die zweite Mannschaft von Jörg Zimmermann und Sebastian Staneker. „Die Rückkehr des KSC II funktioniert nur, weil sich das Team komplett selbst organisiert und finanziert. Wir sind gespannt darauf, wie sich die Truppe schlägt“, sagt KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer im Sommer 2019.

Karlsruher SC: KSC in der Leichtathletik und im Boxen

Auch die anderen Abteilungen des Karlsruher SC haben Erfolge zu verzeichnen. Der KSC hat in den 50er Jahren Leichtathleten wie die Sprinter Lothar Knörzer, Franz Bastian, Günter Kußmaul, Hans-Peter Meyer, Edmund Burg, Carl Kaufmann und Heinz Fütterer in seinen Reihen gehabt. Die Box-Abteilung hat von 1961 bis 2005 156 Mal die badische Meisterschaft und 18 Mal die deutsche Meisterschaft nach Karlsruhe geholt. Zu den bekanntesten Boxern zählt beispielsweise Sven Ottke.

Karlsruher SC: Alle Trainer des KSC seit 1952 in der Übersicht

Karlsruher SC: Alle KSC-Präsidenten in der Übersicht

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