Es geht nur um die Ablösesumme

Thiago vor Transfer: Bayern-Star muss aber noch ein Versprechen einlösen

Thiago steht vor seinem Abgang beim FC Bayern München. Der Spanier ist sich schon mit einem neuen Verein einig - es gibt aber ein Problem.

Update vom 20. August, 10.40 Uhr: Die Bayern fokussieren sich nach dem 3:0-Sieg im Halbfinale gegen Lyon auf den Showdown gegen Paris Saint-Germain im Champions-League-Finale. Ein Star der Münchner bereitet sich derzeit auf sein wohl letztes Spiel beim FC Bayern vor. Der spanische Mittelfeldregisseur Thiago wird nach Informationen des Kicker sein letztes Spiel für den Verein bestreiten, dem er seit 2013 treu ist. Auch zwei andere Stars feiern am Sonntag ihren Abschied vom FCB.

FC Bayern: Thiago vor letztem und wichtigstem Spiel seiner Bayern-Laufbahn

Thiago, der im wichtigsten Spiel seiner Bayern-Karriere das letzte Mal das Trikot der Bayern überstreifen wird, wechselt wohl in die Premier League* zum FC Liverpool. Beim angeblich feststehenden Transfer des 37-fachen spanischen Nationalspielers soll es nur noch um die Ablösesumme gehen. Bereits am Sonntag, den 16. August (siehe Update) hatte der monegassische Sender RMC über die prinzipielle Einigung zwischen den beiden Parteien berichtet.

Der 29-Jährige soll beim amtierenden Meister einen Vertrag über vier Jahre erhalten, der Teamplayer soll seine Mannschaftskollegen bereits informiert haben. Ein Triumph um diesjährigen Champions-League-Finale wäre wohl ein würdiger Abgang für den langjährigen Ballkünstler der Bayern. Ohnehin sagte Thiago einst, dass er so lange bleibt, bis er mit Bayern die Königsklasse gewonnen hat.

Falls Thiago wirklich an die Mersey wechselt, kann er sich ja schon einmal mit den Medien dort vertraut machen. Auch die englische Presse hat den Bayern-Sieg über Lyon gefeiert.

FC Bayern und Thiago: Münchner bestehen auf 30-Millionen-Ablöse für den spanischen Star

Update vom 18. August, 11.35 Uhr: Thiago und der FC Liverpool sind sich wohl über einen Vertrag einig. Die Verhandlungen zwischen den Vereinen stocken aber - es geht um die Ablösesumme. Der FC Bayern zeigt sich unnachgiebig und besteht auf eine Ablöse von mindestens 30 Millionen Euro, die Engländer wollen den Preis aber noch drücken, wie der Guardian berichtet.

Demnach haben die „Reds“ eine neue Verhandlungsrunde eingeläutet. Der Grund: Die Investoren des englischen Meisters geben in diesem Jahr weniger Geld für Transfers frei, als das in der Vergangenheit der Fall war. Fraglich ist, ob der FC Bayern einem niedrigeren Angebot zustimmt - zu wichtig ist der Spielmacher für die Münchner.

Ein anderes Szenario scheint demnach plötzlich nicht unwahrscheinlich: Sollten sich die Vereine in diesem Sommer nicht einigen, könnte Thiago 2021 ablösefrei wechseln. Dann würde der Spanier noch eine Saison in München spielen - dagegen hätten die Fans des FC Bayern wohl wenig einzuwenden - nur der Geldsegen für die Münchner bliebe aus. Fakt ist aber auch: Thiago will weg, er wird wohl kaum noch ein Jahr warten wollen. Auch Jürgen Klopp, bekennender Fan des 29-Jährigen, pocht Berichten zufolge auf einen Transfer in diesem Sommer. Noch ist Thiago im Trikot des FC Bayern* - und trifft im Halbfinale der Champions League auf Olympique Lyon. Vor dem Spiel stehen Hansi Flick und Serge Gnabry in der Pressekonferenz Rede und Antwort.

FC Bayern: Thiago vor Wechsel zum FC Liverpool: Geht jetzt alles ganz schnell?

Update vom 16. August: Jetzt könnte alles ganz schnell gehen in Sachen Thiago-Abgang beim FC Bayern München. Der Spanier soll laut eines Berichts des traditionell gut informierten französischen Mediums RMC Sport eine Einigung mit dem FC Liverpool erzielt haben.

Demnach sollen Thiago und die Reds sich auf einen Vierjahresvertrag geeinigt haben. Und auch einigen seiner aktuellen Kollegen vom FCB soll der Mittelfeld-Virtuose schon seinen Abgang nach England angekündigt haben. Allerdings steht eine Einigung zwischen den Bayern und Liverpool bislang noch aus. Über Thiagos Gehalt im Team von Trainer Jürgen Klopp oder eine etwaige Ablösesumme ist bislang nichts bekannt.

Bereits seit einiger Zeit bahnt sich ein Abgang Thiagos aus München an. Der Spanier sucht mit 29 Jahren noch einmal eine neue Herausforderung. Nach Barcelona und den Bayern hatte sich der Wechsel in die Premier League angedeutet. In der vergangenen Woche hatte es dann erste Berichte gegeben, wonach der FC Liverpool Kontakt mit den Bayern aufgenommen haben (siehe Update vom 13. August). Unterdessen sucht man in München bereits einen Thiago-Nachfolger, wie tz.de* berichtet.

Thiago-Abschied vom FC Bayern? Mit Klopp wohl alles klar - doch ein Problem bleibt

Update vom 13. August 2020: Der nächste Schritt auf dem Weg zum Transfer von Thiago scheint gemacht zu sein. Wie die Bild berichtet (Artikel hinter Bezahlschranke), soll der FC Liverpool in dieser Woche erstmals offiziell Kontakt zu Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic aufgenommen haben. Zwischen dem Spanier und den „Reds“ herrsche bereits Einigkeit, Teammanager Jürgen Klopp sehe den 29-Jährigen „als perfekten Mann für die Zentrale, der sowohl zweikampfstark ist als auch die schnellen Spitzen (...) bedienen kann“.

Obwohl Thiago nur noch ein Jahr unter Vertrag steht, würde sich der FC Bayern dem Bericht zufolge aber nicht mit 30 Millionen Euro Ablöse zufriedengeben. Ein Betrag zwischen 30 und 40 Millionen Euro soll es offenbar schon sein. Kein Corona-Discount, wie Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge so gern zu betonen pflegt.

Update vom 12. August 2020: Am Dienstag sprach Karl-Heinz Rummenigge bereits über die Personalsituation zur der kommenden Saison (Update vom 11. August). Dabei nannte er auch den neuesten Stand beim Bayern-Star Thiago, der vor dem Absprung ins Ausland steht. „Thiago ist jetzt 29, sobald die 3 vorne steht, wird es schwieriger, einen Topklub in Europa zu finden", sagte Rummenigge, der nicht an einen Verbleib von Thiago glaubt, gegenüber der AZ. Nun sprach der Trainer über die aktuellen Entwicklungen beim spanischen Mittelfeld-Ass.

Bleibt Thiago doch beim FC Bayern? Flick nennt mögliches Transferziel - „Würde in seinen Karriereweg passen“

Hansi Flick* antwortete in einem Interview mit der Sport Bild auf die Frage, ob er noch immer um seinen Spieler kämpfe, dass er „viel mit Thiago spreche“. Für Flick ist eines klar: „Wenn wir Spieler dieser Klasse verlieren – Thiago, Philippe Coutinho, Ivan Perisic, dessen Zukunft noch ungeklärt ist –, dann müssen wir diese Qualität ersetzen*.“ Dies werde in der kommenden eng getakteten Saison „elementar“.

„Thiago ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, der dem Team das gewisse Etwas gibt. Er hat gesagt, dass er gerne eine neue Herausforderung möchte“, meint Flick. Nach einem Kampf um den Spieler hören sich die Aussagen des Erfolgstrainers* nicht an, man hat sich wohl bereits mit dem Gedanken abgefunden, dass der Edeltechniker den Verein verlässt. „Als Trainer will ich, dass die besten Spieler bleiben, die Qualität im Kader hoch ist“, meint Flick.

Andererseits sieht der ehemalige Co-Trainer auch die andere Seite und kann den Spanier „als Mensch und Sportler verstehen“, da dieser in Barcelona sowie sieben Jahre beim FC Bayern* gespielt habe. „Nun will er die neue Herausforderung, was meiner Meinung nach die Premier League* sein müsste. Das würde noch in seinen Karriereweg passen“, ist sich Flick sicher. Für den Teamplayer Thiago zähle im Moment jedoch ausschließlich die Endrunde der Champions League*, wo es nun gegen seinen Ex-Klub geht.

FC Bayern: Rummenigge wenig optimistisch bei Thiago-Zukunft in München - „Muss ein bisschen Verständnis haben“

Update vom 11. August 2020: Karl-Heinz Rummenigge nutzte den Dienstag, um den neuesten Stand bei gleich mehreren Personalien zu verkünden. Und auch wenn sich beim Vertragspoker um David Alaba ein Happy End abzeichnet, wird es beim FC Bayern nach dieser Saison den ein oder anderen Abgang geben. Dass Thiago den deutschen Rekordmeister verlassen wird, gilt mittlerweile als sehr wahrscheinlich. Wohin es den Spanier konkret hinzieht, allerdings noch nicht.

Auch wenn sich die Gerüchte um einen Wechsel zu Jürgen Klopp und dem FC Liverpool (siehe Erstmeldung unten) nach wie vor hartnäckig halten, ein Angebot vom englischen Meister ist scheinbar noch nicht an der Säbener Straße angekommen. Das bestätigte Rummenigge am Dienstag nochmal: „Wenn ein Verein auf uns zukommt und eine dementsprechende seriöse und
faire Ablösesumme bereit ist zu zahlen, werden wir uns mit dem Fall befassen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bayern bei seinem Besuch der Baustelle für eine FC-Bayern-Welt in der Münchner Innenstadt.

Im Interview mit der AZ wurde Rummenigge dann nochmal konkreter: „Thiago ist jetzt 29, sobald die 3 vorne steht, wird es schwieriger, einen Topklub in Europa zu finden. Deshalb muss man ein bisschen Verständnis dafür haben. Thiago hatte einen Top-Klub in Spanien, einen Top-Klub in Deutschland vielleicht möchte er noch zu einem Top-Klub in England.“

Auch Philippe Coutinho und die Real-Leihgabe Alvaro Odriozola werden die Bayern nach Abschluss der Saison sicher verlassen. Laut Rummenigge stehe aufgrund der Corona-Pandemie eben auch der FC Bayern vor „finanziellen Herausforderungen“ und werde „keine weiteren Investments mehr machen“. Jetzt wurde der FC Bayern Opfer eines Erpressungsversuchs*. Ein Mann drohte mit einem Riesen-Knall.

Thiago will zu Liverpool, Liverpool will Thiago - aber ein großes Problem steht dem Transfer noch im Weg

Erstmeldung vom 6. August 2020: München - Dass Thiago den FC Bayern verlassen will, ist längst klar. Der FC Liverpool ist wohl sein bevorzugtes Ziel - auch der Verein von Jürgen Klopp hat Interesse am Spanier. Es gibt aber ein Problem: Die Klub-Bosse der „Reds“ wollen offenbar erst einmal keine finanziellen Mittel für Transfers rausrücken.

FC Bayern München: Thiagos Zukunft weiter ungeklärt - trotz klarem Abwanderungsgedanken

Wie in der neuen Ausgabe des Kicker zu lesen ist, hat der FC Liverpool bereits sein Interesse beim spanischen Nationalspieler hinterlegt. Dieser sei alles andere als abgeneigt - doch die Klub-Besitzer haben wohl ein Corona*-Sparprogramm verabschiedet. Die Fenway Sports Group mit Sitz in Boston soll demnach beschlossen haben, dass ohne eigene Transfererlöse kein Transfer zu stemmen sei. Also vorerst kein Thiago.

Verlässt Thiago den FC Bayern München im Sommer?

Angeblich rufen die Münchner einen Preis von rund 30 Millionen Euro für den Zauberfuß auf. Neben der finanziellen Seite zweifelt man bei Liverpool auch an Thiagos Alter und seiner Verletzungsanfälligkeit. Zudem sei man sich nicht sicher, ob er in Klopps System passe.

FC Bayern München: Thiago könnte selbes Schicksal wie Jerome Boateng ereilen

Thiago könnte es ähnlich ergehen wie Jerome Boateng im Sommer 2018. Der ehemalige Weltmeister wollte weg, war sich mit PSG schon einig. Im letzten Moment platzte der Deal wegen einer Panne und er blieb überraschend doch bei den Bayern. Ähnliches könnte nun Thiago widerfahren, der Spanier ist jetzt in einem Alter, bei dem sich andere Top-Vereine genau überlegen werden, ob eine Verpflichtung Sinn macht. Und klar ist auch: Wenn der 29-Jährige wechselt, dann nur zu einem der Top-Vereine.

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Boateng hat es nicht geschadet, bei den Bayern zu bleiben - aktuell ist er wieder Stammspieler und überzeugt mit starken Leistungen. Die Bayern-Fans wären sicherlich erfreut über einen Verbleib des Mittelfeldspielers. Es kann in beide Richtungen gehen - im Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea* steht er erst einmal höchstwahrscheinlich in der Startelf. Selbiges gilt für David Alaba, auch der Vertrag des Österreichers läuft 2021 aus. Bislang ziert sich Bayerns Abwehrchef noch zu verlängern. Details über die Aufstellung gegen Chelsea verrät Hansi Flick in der Pressekonferenz*. (epp) *tz.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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