„Liegt bei den DFB-Medien“

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat Anfrage vom Playboy - so reagiert sie

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Bibiana Steinhaus bei einem Spiel in der Bundesliga.

Bibiana Steinhaus ist die erste Schiedsrichterin im Profi-Fußball gewesen und überzeugte durch Leistungen. Nun antwortet die 40-Jährige auf eine Playboy-Anfrage.

München - Bibiana Steinhaus hat Geschichte geschrieben. Sie ist die erste Schiedsrichterin im Profi-Fußball. Als Unparteiische hat sie sich schon lange den Respekt bekommen, den sie verdient. Seit ihrem Auftreten ist es selbst für den traditionellsten Fußball-Fan nicht ungewöhnlich, wenn eine Frau das Spiel leitet. Fachlich ist kein Unterschied zu den männlichen Kollegen zu erkennen. Auch wenn in düsteren Kneipen, in denen das Niveau unter Knöchelhöhe Einzug hält, der eine oder andere chauvinistische Spruch fällt, hat Steinhaus das Frauenbild im Fußball stark verbessert und eine tolle Plattform für Gleichberechtigung erschaffen. 

Bei der Bild hat die 40-jährige Schiedsrichterin nun Stellung zu einer möglichen Playboy-Anfrage genommen. Während sich viele Fußball-Enthusiasten mit eingängiger Fantasie die Blondine schon räkelnd am Torpfosten oder umschlingend an der Eckfahne vorstellten sowie mehrere „Fußbälle“ auf diverse Körperteile gelegt hätten, mussten sie bei der Antwort von Steinhaus stark bleiben. 

 „Es liegt eine Anfrage bei den DFB-Medien vor - schon länger“ - sagt sie im Podcast „Phrasenmäher“ von der Bild und fügt an: „Ach..., ja, aber darum geht es doch gar nicht“.  Steinhaus erklärt: „Die Chance, unseren Job darzustellen, das ist mir wichtig - unabhängig von Geschlecht, Größe und Haarfarbe, sondern es geht um die Tätigkeit des Schiedsrichters, der Schiedsrichterin.“

Bibiana Steinhaus über Playboy-Anfrage: „Sie liegt weiterhin beim DFB“

„Die Anfrage liegt weiterhin beim DFB“, sagt die Unparteiische auf wiederholte Nachfrage des Bild-Journalisten. Wie ist die Entscheidung ausgefallen? Sie sagt: „Ich habe es schon entschieden“, daraufhin der Journalist: „Pro oder contra (ausziehen)?“. Steinhaus antwortet: „Ich habe es ja nicht gemacht.“ Der Redakteur bleibt hartnäckig und bohrt weiter nach: „Die Kollegen haben doch eine Absage verdient?“. Steinhaus sagt: „Ich habe eine Anfrage für ein Interview.“ Selbstironisch sagt der Bild-Journalist: „Ein Interview? Mit einer Schiedsrichterin? Das will doch keiner hören“ - daraufhin Steinhaus: „Ich habe gelernt, dass auch Philipp Lahm im Playboy ein viel gelesenes Interview gegeben hat. Das ist sehr gut angekommen. Bis zu diesem Interview wusste ich gar nicht, dass der Playboy auch Interviews macht.“ 

Bibiana Steinhaus ins Dschungelcamp: Schiedsrichterin antwortet deutlich

Das sympathische Gespräch um das Thema Playboy endet mit der Aussage des Redakteurs, er hätte noch nie einen Playboy in der Hand gehabt, und Steinhaus meint süffisant: „Das glaube ich ihnen.“ 

Im weiteren Dialog wird noch über die Grenzen von Steinhaus im Showbusiness diskutiert. In welche Fernsehsendungen würde die Schiedsrichterin gehen? Wie will sie sich der Öffentlichkeit zeigen? Auch auf die Nachfrage Dschungelcamp antwortet die 40-Jährige: „Es geht mir um die fachliche Darstellung der Schiedsrichterei. Das ist mir wichtig. Das sollte im Vordergrund stehen. Nicht einzelne Personen oder Befindlichkeiten.“ Also wird man die Unparteiische künftig eher in NDR-Talkshows oder im Sportstudio sehen als beim Trash-TV. 

Ein Auftritt dieser Frau sorgte im Iran für Entsetzen. Teile der Partie zwischen dem FC Bayern München beim FC Augsburg wurden rausgeschnitten

Die Schiedsrichterin könnte höchstwahrscheinlich auch die Begegnung zwischen dem FC Liverpool und dem FC Barcelona verfolgt haben. Die beiden Protagonisten des entscheidenden Eckballs haben über ihre Variante gesprochen. Auch die internationale Presse hat ihre Meinung dazu abgegeben

ank

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