Konkurrenz aus der Bundesliga

Hat der FC Bayern schon den Lewandowski-Nachfolger gefunden? Ex-Trainer warnt vor Wechsel

Robert Lewandowski spielt eine grandiose Saison für den FC Bayern München - wird aber nicht jünger. Ein möglicher Nachfolger zieht das Interesse auf sich.

  • Robert Lewandowski trifft beim FC Bayern in Serie.
  • Erling Haaland von Red Bull Salzburg wird beim Rekordmeister gehandelt.
  • Ex-Trainer rät Supertalent Haaland von Bayern-Wechsel ab.

München/Salzburg - Es ist eine unglaubliche Saison von Robert Lewandowski: Der polnische Superstar desFC Bayern steht bei 23 Toren in 18 Pflichtspielen, einzig in der Bundesliga hat der Angreifer bereits 16 Saisontreffer erzielt. Keine Frage: Lewandowski arbeitet weiter an seiner schon jetzt einzigartigen Laufbahn.

Man mag es sich kaum ausdenken, wo der Rekordmeister ohne seine personifizierte Torgarantie stünde. Doch auch seine Karriere ist endlich, der Routinier ist mittlerweile 31 Jahre alt, für sein Alter topfit, aber die Leiste macht Lewandowski zum Beispiel Probleme.

Zukunft nach Robert Lewandowski: Erling Haaland im Fokus des FC Bayern

Lieber früher an später denken, dieses Motto haben sich offensichtlich auch die Bayern zu eigen gemacht - und bemühen sich angeblich um ShootingstarErling Haaland von Red Bull Salzburg. Denn: Der 19-jährige Norweger liefert in Österreich gewaltig.

In Zahlen ausgedrückt: In der Champions League erzielte der Stürmer in vier Partien sieben Treffer, zum Beispiel einen beim spektakulären 3:4 der Salzburger bei Titelverteidiger FC Liverpool und Jürgen Klopp. In der österreichischen Bundesliga steht er bei 15 Tore in zwölf Einsätzen, dazu kommen noch vier weitere Treffer im ÖFB-Cup. Macht: 26 Treffer in 18 Pflichtspielen - eine starke Bilanz!

Bericht: Erling Haaland schon länger ein Thema beim FC Bayern

Laut Fachmagazin Kicker (Printausgabe) war Haaland wegen seiner Torgefahr schon vor zwei Jahren ein Thema in München. Er wechselte jedoch für kolportiert fünf Millionen Euro Ablöse von Molde BK zum österreichischen Serienmeister Red Bull Salzburg. Nun sind es über die A8 an die Grenze nur rund 150 Kilometer, um es bildlich auszudrücken.

Doch ein Wechsel zum FC Bayern ist alles andere als gewiss: Unter anderem sollen sich Berichten zufolge auch Italien-Riese Juventus Turin und Klopps Liverpooler für den norwegischen Blondschopf interessieren. Sky Sports bringt ihn zudem mit RB Leipzig in Verbindung, dem Schwesterverein der Salzburger.

Schon 18 Profis wechselten in der Vergangenheit aus dem Salzburger Land zum Partner nach Sachsen. Ist das auch der Plan mit Haaland? RB-Coach Julian Nagelsmann, in München fußballerisch groß geworden, soll als großer Fan des Angreifers gelten, was angesichts dessen Entwicklung wenig verwunderlich ist.

Ex-Trainer: „Nicht auf dem Niveau eines Robert Lewandowski“

Zudem hat ein Vertrauter Haalands dem begehrten Youngster von einem Wechsel zum FC Bayern abgeraten - zumindest zu diesem Zeitpunkt. "Die taktischen Anforderungen bei Bayern und Liverpool wären aktuell noch zu hoch", sagte sein früherer Trainer Ingve Berntsen, der Haaland in der Jugend von Bryne FK gecoacht hatte, im Gespräch mit den Fußball-Portalen Spox und Goal.

Berntsen meinte weiter: „Bei Bayern wäre es aktuell schwierig für ihn. Er ist noch lange nicht auf dem Niveau eines Robert Lewandowski. Solange Lewandowski auf diesem Niveau spielt, wäre ein Wechsel zu Bayern nicht sinnvoll.“ Zum Hintergrund: Lewandowskis Frau Anna verriet kürzlich, wie sich Mann Robert stählt und fit hält - die Ernährung spielt dabei eine große Rolle.

Erling Haaland als Nachfolger von Robert Lewandowski?

Der einstige Jugendtrainer gibt sich als Mahner. „Was viele vergessen: Haaland war vor Kurzem nicht einmal Stammspieler bei Salzburg. Bis August dieses Jahres hat er so gut wie gar nicht gespielt. Er hat durch seine Tore einen Hype ausgelöst, aber es wäre ratsam, sich noch ein Jahr bei Salzburg weiterzuentwickeln“, sagte Berntsen: „Er hat das Potenzial, einer der Besten der Welt zu werden, aber diverse Beispiele aus der Vergangenheit zeigen: Dafür braucht es Ruhe und Behutsamkeit.“

Daran, dass sich dieBayern, die an diesem Freitag ihre mit Spannung erwartete Jahreshauptversammlung 2019 haben, mit Haaland beschäftigen gibt es wenig Zweifel - vor allem kein Dementi aus der Säbener Straße. Und so wird er doch zur Zukunftsoption, als möglicher Nachfolger von Tormaschine Lewandowski.

Im Herbst schwappt ein Knallerbericht aus England herüber: Hat Manchester City einen FC-Bayern-Spieler als Ersatz für Leroy Sané auserkoren? 

Patrick Mayer

Rubriklistenbild: © picture a lliance/dpa / Sven Hoppe

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