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Rassismus-Skandal in der 3. Liga: Spiel abgebrochen – „Sind alle geschockt“

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Von: Nils Wollenschläger

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Die Partie MSV Duisburg gegen VfL Osnabrück ist abgebrochen worden.
Die Partie MSV Duisburg gegen VfL Osnabrück ist abgebrochen worden. © Marius Becker/dpa

Duisburg - Rassismus-Skandal in der 3. Liga! Bei der Partie MSV Duisburg gegen VfL Osnabrück wird Aaron Opoku von den Rängen beleidigt. Das Spiel ist abgebrochen worden.

Die Drittliga-Partie MSV Duisburg gegen VfL Osnabrück ist am Sonntag (19. Dezember) in der 35. Minute abgebrochen worden. Der Grund: Der Osnabrücker Spieler Aaron Opoku ist von den Zuschauerrängen rassistisch beleidigt worden. „Als der Spieler zur Ecke laufen wollte, wurden Affenlaute von der Tribüne gerufen“, sagt Schiedsrichter Nicolas Winter gegenüber Magenta Sport. „Da sind wir sehr sensibel und reagieren direkt drauf. Ich habe gesehen, wie schockiert er war.

Rassismus-Skandal in der 3. Liga: MSV Duisburg gegen VfL Osnabrück abgebrochen

Nach Beratungen in der Kabine ist der Entschluss gefasst worden, dass das Spiel nicht mehr angepfiffen wird. Viele Fans haben als Reaktion darauf „Nazis raus“ skandiert. Zudem wird im Stadion der Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ gespielt. „Wir sind alle geschockt. In eh schon schwierigen Zeiten. Das ist ganz dramatisch“, so Winter abschließend. „Der VfL Osnabrück - und das ist mehr als nachvollziehbar - kann nicht mehr antreten, der Junge ist fix und alle, die ganze Mannschaft ist fertig, wir sind es ehrlicherweise auch nach diesem unfassbaren Vorfall“, sagt MSV-Sprecher Martin Haltermann bei Magenta Sport. „Im Moment sind wir alle ziemlich sprachlos.“ Wie der VfL Osnabrück via Twitter bestätigt, ist der Täter abgeführt worden. (nwo/dpa)

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