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Bierhalle statt Länderspiel: BVB-Star aus München feiert auf der Wiesn - im absoluten Party-Zelt

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Von: Patrick Mayer

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Statt beim DFB-Team im Schottenhamel-Festzelt auf der Wiesn: Karim Adeyemi (Mi.) von Borussia Dortmund.
Statt beim DFB-Team im Schottenhamel-Festzelt auf der Wiesn: Karim Adeyemi (Mi.) von Borussia Dortmund. © Screenshot Instagram@karim_adeyemi

Bundestrainer Hansi Flick verzichtet im DFB-Team auf BVB-Angreifer Karim Adeyemi. Der Dortmunder nutzt das für einen Wiesn-Besuch in seiner Heimatstadt München. Das Festzelt, das er wählt, hat es in sich.

München - Was man sich über die Schottenhamel-Festhalle auf der Wiesn sagt? „Im Schottenhamel trifft sich vor allem die Münchner Jugend“, schreibt das offizielle Oktoberfest-Portal der bayerischen Landeshauptstadt über die riesige Bierhalle unterhalb der Bavaria. „Man sitzt sich nicht nur gegenüber an der klassischen Biergarnitur, sondern auch ums Eck. Das steigert die Kommunikation und das Flirtpotenzial!“, heißt es in der Beschreibung weiter.

Wiesn in München: Karim Adeyemi von Borussia Dortmund feiert auf dem Oktoberfest

Genau auf einer solchen Biertischgarnitur ließ sich nun Nationalspieler Karim Adeyemi von Borussia Dortmund ablichten. Dokumentiert auf seinem eigenen Instagram-Account am Montagmittag (26. September). Der 20-jährige Angreifer ist gebürtiger Münchner, wuchs in der Isarmetropole auf und wurde bei Vorstadtklub SpVgg Unterhaching ausgebildet.

Bundestrainer Hansi Flick hatte für die Länderspiele des DFB-Teams gegen Ungarn (0:1) und in England (3:3) zum Abschluss der Nations League auf den BVB-Angreifer verzichtet. Dabei sind es die letzten Härtetests vor der Fußball-WM 2022 in Katar (20. November bis 18. Dezember).

Im Video: Während Wiesn-Zeit - Corona-Zahlen in München steigen immer schneller

Adeyemi nutzte diesen Umstand offensichtlich, um gemeinsam mit Freunden das Oktoberfest in seiner Heimatstadt zu besuchen. Markant: Das Schottenhamel ist als absolutes Party-Zelt für Teenager und junge Erwachsene bekannt. Hier geht es richtig zur Sache, es wird manchmal gefeiert, als gäbe es kein Morgen mehr. Denn: Besagte Biertischgarnituren stehen dicht an dicht gereiht rund um die Bühne, von der aus die Wiesn-Band bis zu 9000 Besuchern mächtig einheizt. Feiern, wo der Liga-Konkurrent FC Bayern dahoam ist.

Karim Adeyemi (BVB): In München aufgewachsen, vom FC Bayern aussortiert

Als junger Bub war Adeyemi dem Fußball-Riesen aus dem Süden einst nicht gut genug. Im Alter von sieben bis neun Jahren trainierte der heutige Bundesliga-Star an der Säbener Straße in München. Von dort ging es für ein Jahr zurück ins südliche Stadtviertel Forstenried, wo der Youngster 2002 geboren wurde. Schließlich schloss er sich der SpVgg Unterhaching an. Red Bull Salzburg wurde auf ihn aufmerksam, über die Österreicher (2018 -2022) kam er im Sommer in den Ruhrpott. Der Rivale der „Roten“ zahlte für den gebürtigen Münchner eine Ablöse von kolportiert 30 Millionen Euro.

Bayern hatte entschieden, mich auszusortieren.

Karim Adeyemi im August 2021

„Bayern hatte entschieden, mich auszusortieren“, sagte er im August 2021 nach dem Gewinn der U21-Europameisterschaft dem Kicker. Bereits Ende 2019 hatte Adeyemi transfermarkt.de erklärt: „In der Bundesliga bin ich Dortmund-Fan“. Der FC Bayern sei dagegen „zurzeit nicht so mein Verein. Ich wünsche Dortmund, dass sie die Meisterschaft gewinnen, damit Bayern aufhört, die Liga zu dominieren“. Bei all dem sportlichen Wetteifer ist der Nationalspieler immer wieder in der bayerischen Landeshauptstadt zu Besuch. Seine Mutter Sandra arbeitet auf der Geschäftsstelle der SpVgg Unterhaching, sein Vater Abbey im Scouting des heutigen Regionalligisten. Und sein bester Freund Ben macht eine Lehre im Wirtshaus, das in das 15.000 Zuschauer fassende Stadion im Hachinger Sportpark integriert ist.

Karim Adeyemi: Eltern wohnen in Haching - Wechsel zum BVB bringt SpVgg sehr viel Geld

Sein Wechsel nach Dortmund hatte dem Klub dem Vernehmen nach eine Transferbeteiligung von mehr als sechs Millionen Euro gebracht. Die Verbindung zur Spielvereinigung ist nicht nur deshalb groß. Seine Eltern wohnen etwas abseits vom Stadion in einer Hachinger Doppelhaushälfte, wo Sohnemann Karim noch immer ein Zimmer hat. Von dort aus ging es zuletzt offensichtlich auf die Wiesn in der Innenstadt - ins Partyzelt für junge Leute. (pm)

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